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Fortsetzung Die Ermittlung

Leblos im Schnalser Stausee

Am ersten Tag bekommen die zwei Spitzel nicht viel mit. Sie müssen sich vorstellen und werden ganz locker ausgefragt. Man könnte denken, die Saisonarbeiter sind misstrauisch untereinander.

Die zwei Kolleginnen kommen.

"Wir wollten doch nur eine", sagt Marco am Telefon.

"Ja. Unsere polnischen Kolleginnen wollten auch mal mit helfen", ist die Antwort aus Ungarn.

"Etwas Nebenverdienst", scherzt Monika.

"Vielleicht ist es auch Lust", antwortet Toni.

Monika rollt mit den Augen. Toni ahnt, was ihm heute blüht.

Die Kolleginnen, Oliwia aus Polen und Emese aus Ungarn, gehen heute Abend schon auf Arbeit. Sie machen sich zurecht und die Jungs auf der Wache staunen bei dem Ergebnis. Toni muss sie nicht einmal einweisen. Das haben die Frauen schon auf der Anreise getan. Sie haben die Anweisungen von zu Hause erhalten.

Marco und Toni haben es scheinbar gemütlich. Sie müssen auf Erkenntnisse warten. Es gibt scheinbar kaum ernsthafte Spuren.

Von den Zweien, Milos und Gabor, erfahren sie inzwischen tolle Neuigkeiten. Wahrscheinlich reisen gelegentlich Kollegen an, die höchstens eine Woche bleiben. Sie bringen immer neue Autos mit und nehmen die, die bereits vor dem Haus stehen, wieder mit nach Hause. Die Kollegen würden den Service zu Hause machen lassen. Das wäre preiswerter, sagen sie.

Am Morgen erfahren die Kommissare schon etwas mehr. Scheinbar reden die Mädchen untereinander etwas aufgeschlossener. Die Kolleginnen sind Kellnerinnen, Bardamen und Zimmermädchen. Alle verdienen sich Etwas dazu. Es scheint, als wären deren Familien die Zuhälter. Die Not scheint groß zu sein, wenn die Kinder bereits verkauft werden.

Toni schüttelt mit dem Kopf. Er kann das einfach nicht verstehen. Marco hingegen kennt die Situation. "Fast wie zu Hause", sagt er. In den italienischen Touristikzentren ist das nicht viel anders. Die Armen werden ärmer und müssen ihre Kinder auf den Strich schicken. Und selbst da, werden ihnen billigere Konkurrenten vor die Nase gesetzt.

Schon am zweiten Morgen erfahren die Drei viel Neues. Nicht von den Mädchen am Strich. Nein. Von den Kollegen und Kolleginnen der Gastronomen.

Das Zimmer, welches Toni zuletzt ansehen wollte, ist ein Bordell. Es könnte sein, Hannes weiß davon. Die Frauen als auch bestimmte Kollegen, nutzen das Zimmer für das Stelldichein.

Monika entschließt sich mit Toni, den Verkehr dort etwas strenger zu überwachen. Sie setzen an versteckte Stellen ein paar Kameras.

"Das wird eine Zählung", scherzt Monika.

"Du meinst eine Erzählung", sagt Marco.

"Naja. Das können wir bei uns hier nicht austragen", sagt Toni. "Wer weiß, wer da alles kommt."

"Das wird heiter", sagt Monika.

"Ich sehe viele freie Bürosessel", scherzt Marco.

Eigentlich hatten die Drei vor, mit den ausländischen Kollegen einen schönen Abend zu verbringen. "Hier in der Nähe geht das nicht. Die würden sofort auffliegen", sagt Toni. Er vermutet schon eine recht große Organisation hinter dem ganzen Geschehen.

"Wir müssen die Hehler zuerst greifen", sagt Marco.

"Hoffen wir, unsere Kollegen aus Ungarn und Polen helfen uns tatkräftig", sagt Toni.

Keiner zweifelt daran.

Fortsetzung folgt

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