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Fortsetzung Der letzte Arbeitstag

Dort, wo das Personal die Zigarettenpause machen darf, scheint nie die Sonne. Nicht selten ist es im Keller oder neben den Mülltonnen. Mehr Freiheit wird uns selten zugestanden. Und selbst diese Freiheit wollen uns diverse Kreaturen verbieten. In den Zimmern darf nicht geraucht werden. Rauchpausen werden vom Lohn abgezogen. In den meisten Fällen, bekommen wir diese Befehle von den Erbinnen der Leistung der Eltern. Wie soll man diese Kreaturen betiteln? Chef wäre dafür eher ein Lob.

Die Straßen sind relativ leer. Zwischensaison. Auf den Hauptstraßen ist Stau im Rückreiseverkehr. Gelegentlich sehe ich ein paar Landsleute auf einem Motorrad. Sie nutzen die Ruhe in den Bergen für ihre Touren. Noch sind einige Gasthäuser geöffnet. In ein zwei Tagen sind auch die geschlossen. Saisonarbeiter brauchen keine Gaststätten, scheint die Einstellung zu sein.

Auf meiner Straßenseite, die ich fahre, ist kaum Verkehr. Der Gegenverkehr staut an bestimmten Stellen. Vor allem, an den Mautstationen und an Kreuzungen und Auffahrten. Die Einheimischen scheinen diesen Verkehr zu meiden. Es gibt zu viele Unfälle.

Ich fahre über Sankt Lorenzen nach Reischach. In Bruneck ist mir zu viel Verkehr. In der Ruhe an weltberühmten Sehenswürdigkeiten entlang zu fahren, gibt mir kein besonderes Gefühl. Wohl in der Kenntnis, zu Hause, unendlich viele dieser Sehenswürdigkeiten in Not verlassen zu haben.

Joana soll noch vier Tage arbeiten. Ich darf mit ihr im Personalzimmer meine ersten vier freien Tage verbringen. Das Personalzimmer ist kein Hotelzimmer. So ein Sterne - Zimmer könnten wir uns eh nicht leisten. Die Zimmer kleinerer Pensionen finden wir persönlicher eingerichtet und nicht selten, bedeutend sauberer. Eigentlich ist das Zimmer ein Zweibettzimmer. Die Kollegin ist aber schon abgereist. Den Grundputz müssen also nicht alle Mitarbeiter leisten. Es scheint bessere zu geben. Die Zimmerkollegin war einheimisch. Sie muss schon wieder auf ihrer Sommerstelle sein. Wir nicht. Joana schon. Aber das ist wahrscheinlich nicht so wichtig.

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