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Hühnchenpeperonata

Die sparsame Küche

Heute ist natürlich Sonntag. Und sonntags, fressen wir Fleesch in Sachsens armen Haushalten.

Für das Fleisch haben wir nur begrenzte Mittel. Also, nehmen wir Huhn. Der Peperoni ist im Winter sau teuer. Vielleicht hilft diese oder jene Konserve. Bisweilen sind die im Zwei-Für-Eins-Sortiment. Das ist alle Mal besser als an die Katholische Tafel zu schreiten, die wir über Steuern zusätzlich bezahlen. Das erspart uns auch das Glaubensbekenntnis vor der sparsamen Mahlzeit.

Zwiebeln sind nach wie vor, recht preiswert zu haben und winters, auch ziemlich gesund. Die schneiden wir recht grob in Spalten. Dafür braucht es kein Brett.

Wir schwitzen die Zwiebel etwas an und geben die in mittelgroße Stücke geschnittene Hühnchenbrust dazu. Sind die Hühnertitten zu teuer, nehmen wir eben Keule.

Ich erinnere mich an den Film: "Abgang mit Stil" und muss wirklich herzlich lachen. Ein Meisterwerk der besonderen Art.

Peperoni werden meist etwas gesäuert beim Konservieren. Das ist gut so. Wir gießen lediglich das Öl oder die Mariade ab und halten uns das etwas für Salate, Risotto, Pasta oder Suppe zurück.

Sobald also das Hühnchen etwas Farbe angenommen hat, geben wir die Peperoni dazu, würzen mit Salz, etwas Pfeffer, Zucker und bei Appetit, Aglio. Aglio ist der Knoblauch. Jetzt kann der Koch etwas Dunst anstreuen. Reisdunst geht genau so gut wie der von Mais- oder Weizen. Etwas Hähnchenbrühe aus dem Wasserhähnchen passt gut und reicht als Aufguss. Wir decken den Topf ab und lassen das nach dem Aufkochen auf Stufe eins der Induktionsplatte ziehen.

In fünfzehn Minuten ist das fertig.

Wer unbedingt Beilagen dazu möchte, kann sich kurz vor dem Abdecken nach dem Aufkochen des Geflügels, Grieß-, Reis-, Kartoffel- oder Polentanocken auf das Gericht legen.

Die Nocken sind natürlich bei mir auffindbar unter Rezepte, Klößen und Knödeln.

Die Größe der Nocken gibt auch vor, wie lange Sie heizen müssen. Ein DDR-Sprichwort unter Köchen hilft etwas: "Je kleiner, desto schmeckts." Mitunter haben Sie so die Möglichkeit, Ihren Energieverbrauch der neuen Situation anzupassen. Sie müssen genau den Prozentsatz einsparen, den ihre Lieferanten verteuern. Auf diese Art sorgen Sie zumindst dafür, daß Ihre Energielieferanten mehr exportieren müssen. Und ob Ukrainer mehr für Strom zahlen können als Sie, überlassen wir den Geschäftsgebaren Ihrer Lieferanten.

Filetgulasch für arme Leute

Die sparsame Küche

In Tschechischen Biergasthäusern von Weltruf wird ein Gulasch serviert, das aus kleinen Fleischklößchen besteht. Wir sind natürlich bedeutend fauler. Ehe wir das Fleisch wirklich angreifen, stechen wir es einfach mit einem Löffel ab und erklären das zu Nocken. Die Basis von einem Gulaschansatz, reichlich Zwiebel, etwas Tomatenpaste, eine Prise Zucker und edelsüßen Paprika, setzen wir in einem Topf an und dünsten das zusammen. Eigentlich können wir schon etwas Mehl oder Doppelfriffiges zugeben. Ein Teelöffel voll von unserer hausgemachten Brühpaste würde nicht schaden, ist aber eigentlich nicht notwendig. Das Ganze gießen wir minimal an und stellen die Flamme auf klein. Bei einer Induktionsplatte ist das die Stufe eins. Die Stufe nennt sich Pochierstufe und heizt den Topf mittels Impulsen, auf gerade mal achtzig Grad. Wir stechen jetzt mit einem Eßlöffel, ganz frisch aus der Vakuumverpackung, das Gehackte ab, verdichten das etwas am Rand und schieben das mit dem sauberen Zeigefinger (das ist nicht der Popelfinger!) in die Gulaschsauce. Sobald wir das Hackfleisch im Topf haben, können wir das Ganze noch etwas würzen. Salz, Pfeffer, gemahlener Kümmel und etwas Majoran, wäre meine Empfehlung. Wenn wir das zusammen mit einem Knödel verzehren wollen, wäre jetzt der günstigste Zeitpunkt, neben den Fleischnocken, noch ein paar Semmelnocken zu setzen. Semmelknödelteig ist dafür die Bedingung. Den haben wir bereits in einem anderen Rezept beschrieben. Das Alles, decken wir jetzt ab und lassen es bei kleinster Flamme, um die zwanzig Minuten dämpfen. Die Gulaschsauce, falls sie zu dünn ist, binden wir wieder mit Kartoffelflocken.

Und dann wird serviert:-))

Eintöpfe muss man nicht unbedingt aus der Schüssel oder dem tiefen Teller essen. Nein. Dieses Essen läßt sich genau so schön auf Platten, flachen Tellern oder in Pfannen servieren. Selbst die Sauce kann in Saucieren nachgereicht oder serviert werden. In einem Topf kochen, heißt nicht, kulturlos zu fressen:-)) Ich sage es ehrlich. Ich bevorzuge den Kochtopf wie er ist.

 

 

Fischknödel

Fischknödel

Wir kochen heute mal Fischknödel. Spezielle Fischknödel sind gemeint.

Zum Einen, die Thunfischknödel und zum Zweiten, die Sardellenknödel. Der Koch kann auch beide Fischsorten gleichzeitig benutzen.

Als Sauce empfiehlt sich eine Senf- oder süß-saure Sauce. Eventuell mit Kapern und/oder einer Spur Knoblauch.

Vorneweg möchte ich anmerken, Haushalte in unserer Größe sind gut beraten, Knoblauch, überhaupt Gewürze und auch Kapern, in getrockneter Form zu Hause zu haben. Es gibt wenige Ausnahmen, die getrocknet nicht schmecken. Dafür haben wir aber Blumentöpfe, Balkons und etwas Beschäftigung.

Wie üblich, können wir Knödel aus frischem oder getrocknetem Brot herstellen. Es soll Haushalte geben, die einfach kein trockenes Brot haben. Gratulation dazu!

In das gewürfelte Brot geben wir eine Mischung aus Ei, Öl/Butter, Sardellen und/oder Thunfisch, etwas Gewürz der Wahl, die wir vorher mit dem Mixtstab oder Blender pürieren. Etwas Grünes schadet nicht. Petersilie oder Schnittlauch sind auch geschmacksgebend. Die Kräuter werden nicht mit gemixt.

Die Knödel würde ich dämpfen. In Wasser kochen geht natürlich auch. Dafür müssen sie aber sehr sorgfältig, mit angefeuchteten Händen, gerollt werden. Beim Knödel rollen für das Kochen im Wasser ist zu beachten, dass der Knödel eine homogene Oberfläche bekommt, die keinerlei Risse, Dellen oder Löcher besitzt. Für das Dämpfen ist diese Sorgfalt nicht notwendig. Der Koch kann auch mit dem Löffel, Nocken oder Knödel abstechen. Ich persönlich liebe diese Art der Knödelzubereitung.

Natürlich schmeckt der Knödel auch mit brauner Butter. Käse...ist wohl eher eine Geschmacksfrage. Bei Sardellen...naja... .

Auf alle Fälle braucht es für diesen Knödel, außer vielleicht einer gebutterten Wurzelgemüsemischung, keine Condorni.

Condorni sind Beilagen.

Nach den Festtagen ist das schon mal eine recht gute Abwechslung.

 

Nebenbei bemerkt:

Das Lektorat für meinen Ersten Teil des Saisonkoch ist fertig. Ich werde das jetzt mal bei meinen Partnern einspielen.

Ich warte jetzt noch auf eine Probe von meinem Krimi "Leblos im Schnalser Stausee".

Dieses Buchformat verwende ich dann für alle Bücher bei Amazon. Wenn mir das nicht gefällt, richte ich dort auch A5- ein. Das aktuelle Format da, ist etwas kleiner.

In diesem Monat richte ich bei Wordpress meinen Buchhandel ein. Vielleicht kommt noch ein Vertrieb in einem anderen Format dazu. Die Bücher von meinem Buchhandel werden ausnahmslos mit Widmung verkauft.

Bei Books on Demand, Ihr Lieben, bekommt Ihr alle Bücher im A5-Format. Diese Bücher sind ohne Widmung. Für einen günstigen Druck müsste ich bei BoD recht große Chargen bestellen, um günstige Preise zu realisieren. Das ist in meinen bescheidenen Wohnverhältnissen leider nicht möglich. Also ist von BoD direkt zu bestellen. BoD verkauft übrigens erheblich mehr Bücher als Amazon an meine Kunden. Herzlichen Dank dafür.

Alle meine Bücher werden nur noch in 12Pt gedruckt. Das ist eine Art Großdruck. Die aktuell angebotenen Bücher wandle ich in dieses Format um. Das dauert in aller Regel so lange, bis ich das jeweilige Lektorat abgeschlossen habe.

Krautknödel/ Sauerkrautknödel/ Rotkrautknödel

Jetzt denken Sie vielleicht, dem brennt der Nischel restlos durch. „Krautknödel“.

Grundsätzlich kann man Kraut im gekochten/gebratenen/gegrillten Zustand als Knödel verarbeiten. In rohem Zustand ist der Krautgeschmack zu lastig, bisweilen bitter oder auf der Zunge brennend. Das geht auch wirklich schlecht zu binden.

Wer ein Rotkraut, Schmorkraut oder Sauerkraut gut abgeschmeckt und davon vielleicht etwas übrig hat, dem kann ich diese Knödelvariante vom Herzen empfehlen.

Beim Kraut sparen Sie einfach die Brühe, mixen das mit Ei im Blender und gießen das Ergebnis auf Ihr Knödelbrot.

Sauerkraut können Sie auch mit einem Zwiebackbruch zu Knödeln verarbeiten.

Für Schmorkraut eignet sich ein Knödelbrot vom Laugengebäck.

Entsprechend der Hauptgewürzkomponenten, sollten Sie Sauerkrautknödel zu kümmelhaltigen Speisen- und Rotkrautknödel, zu Speisen reichen, die sich gut mit Zimt und Nelke vertragen.

Die Schmorkrautvariante unter Verwendung von Laugenknödelbrot, passt sehr gut zu einem gebeizten Graukäse.

Grundsätzlich passen Krautknödel hervorragend zu Fleisch und gegrilltem Käse, also, einem Raclette. Servieren würde ich diese Knödel entweder mit zerlassenem Speck oder mit brauner Butter.

Als Reibekäse empfiehlt sich ein geräucherter Scamorza oder ein geräucherter Pecorino.

 

Schwarzbrotknödel

Schwarzbrotknödel

Der Schwarzbrotknödel ist eine interessante Knödelart für alle dunklen Saucen. Insbesondere für Saucen, die leicht herb bis sauer gehalten werden.

Als Zugaben können Nüsse, Trockenfrüchte und auch bestimmte Marmeladen benutzt werden.

Der Knödelansatz ist dem von normalem Knödelbrot ähnlich, wobei ich ein Ei mehr empfehle.

Wir geben in einen Blender hausgemachte Trockenbrühe, etwas Wasser, reichlich Ei (1:1 mit Brühe)

etwas Butter oder Öl (etwa ein Viertel der Gesamtmenge an Flüssigkeit), Salz, eine Prise Zucker, Pfeffer, auf Wunsch Zwiebel und/oder Speck und mixen das fein. Jetzt geben wir die Trockenfrüchte (entsteint), Nüsse oder Marmeladen hinzu und mixen das so lange, bis wir die gewünschte Größe der Einlagen erreicht haben.

Wie üblich, schneiden wir das Knödelbrot entweder frisch oder haben es getrocknet vorrätig.

Schwarzbrot lässt man nicht in seiner ursprünglichen Form trocknen, sondern zerkleinert es vor dem Trocknen. Bei der Gelegenheit kann der Koch auch Schwarzbrot zu Brotmehl verarbeiten. Der Kutter ist dazu geeignet.

Die Flüssigkeit geben wir jetzt über das Knödelbrot, lassen das Ganze wie üblich, zwanzig bis dreißig Minuten ziehen. Ist der Teig zu flüssig, geben wir das geriebene Brot hinzu.

Gedämpft werden Knödel am besten. Beim Kochen in Wasser, achten Sie bitte darauf, dass das Salzwasser siedet und nicht sprudelnd kocht.

 

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