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Das Eckteil steht

Das Eckteil des Regales steht. Ich habe es nicht auf 1,80 hoch gebaut. Das ist noch nicht notwendig. Wie viel in das Regal geht, werde ich Ihnen noch speziell fotografieren. Mit dem Regal verzehnfache ich die Quadratmeter der Anbaufläche. In das unterste Fach, das ich etwas flacher gehalten habe, gebe ich meine Samenansätze in extra flache Schalen. 

Wir sehen bereits Tomatenblüten und wirklich kleine Peperoni. Die Himbeeren sind teilweise rot, die Brombeeren sind noch grün wie die Heidel- und Stachelbeeren. 

Die relativ kleinen Ernten müssen wir speziell konservieren. Am besten eignet sich Salz und Zucker. Die Früchte und Kräuter müssen nicht eingekocht werden. Himbeer- als auch Brombeerblätter werde ich zu Tabak verarbeiten. Auch Zitronenmelisse und Pfefferminz. 

Im Sommer ziehe ich natürlich keine geschlossenen Gummilatschen an. Das ist die Sommervariante.

Balkongarten

Die sparsame Küche
Unser Balkon wird jetzt zum Garten
 
Mit den unerhörten Preissteigerungen für Energie usw., sind Arbeiter natürlich gezwungen, diese Mehrkosten einzusparen. Firmen setzen das als Kosten ab; wir nicht. Von den Firmen kommen deswegen weniger Steuern für die Gesellschaft. Wir werden das Alle mit dem Verlust von Sozialeistungen doppelt bezahlen. Wir bezahlen das auch so schon doppelt. Jene Firmen, die mehr Aufwand haben, werden die höheren Kosten, die sie eh schon absetzen und uns zur Last legen, noch mal aufschlagen.
Das System hat einen Namen. Der nennt sich Kapitalismus. Die Befürworter und Nutznießer dieses Systems sind in der Minderheit. Gelegentlich werden sie ein paar Maulhelden an ihrem Gewinn beteiligen. Aber auch nur in Form einer kurzen Prämie für Propaganda und so weiter. Wer zuckt, fliegt!
Der Balkongarten ersetzt uns nicht den kompletten Lebensmittelbedarf. Wir sind nur aufgefordert, jene Produkte selbst anzubauen, die uns am teuersten kommen. Nehmen wir Kräuter als Beispiel. Die kosten uns pro Kilo nicht unter zwanzig Euro. Manchmal, in Hochsaisons, bekommen wir die etwas preiswerter. Die sogenannte Überproduktion. Wir sind dann der Müllcontainer der Erzeuger, die sich nicht schämen, unverkäufliches Essen weg zuschmeißen.
Zunächst geht es uns um Platz. Den gewinnen wir auf dem Balkon mit den üblichen Maßnahmen. Regale. Wir gehen also die kommenden Tage, Regale suchen.
Nach der Ernte der ersten Früchte, sind wir angehalten, uns Gedanken für die kommende Saison zu machen. Gärtner stellen zu diesem Zweck, Steckhölzer her und ziehen Ableger separat auf.
Steckhölzer sind zwar so fruchtbar wie ihre Stammhölzer, aber nicht winterfest. Wir werden die im Spätherbst austopfen, die neuen Wurzeln versiegeln und rechtzeitig im neuen Jahr, auspflanzen.
Das wird dann unsere neue Kategorie im Blog. Kochen ist auch Essen und Essen zubereiten.
Gelegentlich werde ich dann zeigen, wie wir unsere Ernte konservieren und weiter verarbeiten.
Natürlich spreche ich jene Leute an, die aktuell keine Arbeit haben oder von dem, was uns die Diktatoren übrig lassen nach ihrer Selbstbedienung, leben müssen. Und glauben Sie mir, das, was übrig bleibt, wird rasant weniger. Es wird zukünftig kein Jahr vergehen, in dem ihre Diktatoren kein anderes Land überfallen und teilweise entvölkern. Die Ausgaben für die neuen Waffen und Kosten für Söldner werden Ihnen gerade abgezogen.
Glauben Sie mir, Schützenpanzer und ähnliche Waffen, werden in diesem System garantiert nicht zu Traktoren umgebaut. Das hat der böse Stalin samt seiner Kommunistenbande gemacht; aber wir, sicher nicht.
 
Das ist übrigens: Spargel, Ditta-Kartoffel und in Italienischer Butter geröstetes Semmelmehl. Italienische Butter eignet sich ausgezeichnet für braune Butter. 

Balkongarten

Natürlich ist auf einem Balkon die Fläche begrenzt. Was hilft uns da? 

Wir bauen die Beeren entweder im Busch an oder nehmen Hochstamm und setzen in den Stamm die Veredlungen. Die Veredlungen oder Vemehrungen der Beeren tragenden Zweige setzen wir nach der Fruchternte in den Stamm ein. Damit haben wir Zeit von Juni/Juli bis Herbst, die Veredlungen anwachsen zu lassen. Im kommenden Frühjahr haben wir dann eine Beerenhecke bzw. -heister, die wir nur etwas kürzer halten müssen, um dem neuen Fruchtstand die entsprechende Größe angedeihen zu lassen. Wenn ich die Beeren in einen etwas größeren Topf setze, kann ich den Freiraum nutzen, neue Setzlinge als Busch anzubauen. Mir liegt vor allem an den Blättern, die nicht nur als Tabak ihren Dienst tun, sondern auch für Kräuterschnaps ideal sind. Wir Alle kennen doch Fernet. Oder?

Die Ableger der Erdbeeren setze ich nach der Blüte und dem Fruchtstand. Damit bekommen sie bis zum Herbst ausreichend Kraft für den Winter. In einen Balkonkasten setze ich 5-6 Erdbeerpflanzen. Das ist zwar etwas eng, aber für die Art der Kultur gut geeignet. 

Der Salat ist bereits fast fertig. Der Ruccola kommt prächtig. Die Kresse ist in einer Woche erntebereit. Lauch und Schnittlauch zeigen sich bereits, obwohl die normal schon im Februar gesäht werden. Rosmarin, Salbei, Him-, Brom-und Stachelbeeren stehen in voller Kultur. Die Heidelbeeren, die Peperoni sind mit der Blüte fertig. Die Rispentomaten zeigen noch keine Ansätze. Den Salat werde ich im kommenden Jahr bereits ab Febrar sähen. Die Pflänzchen kann ich dann rhythmisch aussetzen. Bei der Salaternte schneide ich den Salatkopf etwas höher ab. Am Schnitt bilden sich schon in einer Woche neue Salatköpfe. Die sind dann etwas kleiner aber zahlreicher. 

Das Regal kommt Anfang kommende Woche. Ich habe das winkelig genommen, weil wir hier regelmäßig von strengen Winden heimgesucht werden. Das erspart mir die Verankerung in der Wand. Die zwei Regale setze ich als U.

Das wäre erst mal der Zwischenbricht:-))

Der Blick auf eine richtige, klassische Trattoria (Rose) in Südtirol St. Felix, die von den jungen Leuten Renate und Marco geführt wird.