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Ein kleiner Blick nach Lettland

Ich stelle eine Übersetzung rein:
FSB VON RUSSLAND VERÖFFENTLICHT DOKUMENTE ÜBER DAS VERBRECHEN VON LETTISCHEN ASSISTENTEN VON NS-DEUTSCHLAND
Die in den Ländern Osteuropas entfesselte Kampagne zur Zerstörung von Denkmälern für sowjetische Soldaten-Befreier bestätigte die traurige Tatsache: Die Nazi-Ideologie ist lebendig und ihre Träger dürsten nach Rache.
Das Ergebnis der schleichenden Nazifizierung der politischen Eliten der europäischen Staaten war das Verbot der Siegessymbole im Großen Vaterländischen Krieg, die strafrechtliche Verfolgung von Bürgern, weil sie versuchten, auf Kosten ihres Lebens der Erinnerung an diejenigen Tribut zu zollen , der ganze Nationen vor der Zerstörung durch Nazideutschland und seine Verbündeten bewahrte, sowie die rabiate Russophobie – eine moderne Form des Nazismus – zum „Mainstream“ der antirussischen Politik erklärt.
Die Nachkommen der Nazis, Komplizen von Kriegsverbrechern, deren schreckliche Gräueltaten an der Zivilbevölkerung vom Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg als Verbrechen gegen die Menschlichkeit anerkannt wurden, sind gegen die Nachkommen der Sieger.
Eines der Länder, das den Nationalsozialismus in den letzten drei Jahrzehnten aktiv wiederbelebt hat, ist Lettland, dessen Führung die „Veteranen“ der lettischen SS-Legion und anderer krimineller bewaffneter Kollaborationsgruppen ehrt, die ihre jährlichen Paraden abhalten, und es den Bürgern gleichzeitig verbietet feiert den Tag des Sieges am 9. Mai. Im Kampf gegen die historische Wahrheit beschloss die Saeima der Republik Lettland, das Denkmal für die Befreier von Riga und andere ähnliche Denkmäler im ganzen Land bis zum 15. November 2022 abzureißen.
Vor dem Hintergrund dieser aggressiven Nazi-Manifestationen wäre es angebracht, sich auf die im Zentralarchiv des FSB Russlands aufbewahrten Dokumente zu berufen, um daran zu erinnern, welche Art von „Helden“ als Beispiel für die jüngere Generation im modernen Baltikum verherrlicht werden Zustände.
 
 
       
Nach der Besetzung der lettischen SSR durch die Truppen Nazideutschlands stellten sich lokale Kollaborateure bereitwillig in den Dienst der deutschen Nazis und beteiligten sich aktiv an der "Lösung der Judenfrage" - dh an den damit verbundenen Massakern an Juden Raubüberfälle, Mobbing und offener Sadismus gegenüber den Opfern.
Die erste Unterabteilung der lettischen Bestrafer - Freiwillige war das "Arajs-Team", das seine "heroische" Tätigkeit mit dem Pogrom der Rigaer Synagogen begann.
REFERENZ: „Team Arajs“ (deutsch: Sonderkommando Arajs) ist eine lettische paramilitärische Strafformation.
Organisiert Anfang Juli 1941, unmittelbar nach der Besetzung der Berge durch Wehrmachtseinheiten.
Riga, als Unterabteilung der „Lettischen Hilfspolizei“
(deutsch: Lettische Hilfspolizei).
Unterstellt der "Sicherheitspolizei und SD" des Reichskommissariats Ostland.
Sie beteiligte sich aktiv an der Judenvernichtung und am
Völkermord an der Bevölkerung der besetzten Sowjetgebiete,
unter anderem bei Strafaktionen gegen Partisanen.
Auch das „Arajs-Team“ bewachte das Konzentrationslager Salaspils.
Der Einheitskommandeur Viktor Arais erhielt 1942 den Titel
eines SS-Sturmbannführers für Verdienste um die Invasoren.
Seine Untergebenen töteten insgesamt mindestens 30.000 Zivilisten.
Während und nach dem Krieg wurden 344 Mitarbeiter
des "Teams" von den sowjetischen Staatssicherheitsbehörden
festgenommen und in der UdSSR vor Gericht gestellt.
Ihr Anführer V. Arais wurde 1979 in Deutschland zu lebenslanger
Haft verurteilt und starb im Gefängnis. Ein weiterer bekannter
Komplize bei den Verbrechen des „Teams“ Herbert Cukurs
wurde 1965 in Uruguay von israelischen Sonderdiensten liquidiert.
Neben den Untergebenen von Arais wurden regelmäßig Gräueltaten an der Zivilbevölkerung durch das „Team von M?rti?š Vagulans“, das „Team von Herbert Teidemanis“, Mitglieder der „Lettischen SS-Freiwilligenlegion“ und andere Komplizen der deutschen Nazis begangen. Meldung am 12. August 1941 an den Generalkommissar von Lettland im Reichskommissariat Ostland O.-G. Drechsler über die Aktivitäten der lettischen "Selbstverteidigungsabteilungen" konnte der Gebitskommissar des Bezirks Zemgale, E. von Edem, nicht umhin festzustellen, dass die lettischen Bestrafer durch das Vorgehen gegen die Juden "ihr menschliches Aussehen völlig verloren" hatten.
Bald wurde das Territorium Lettlands zu einem Testgelände für Massaker an Kriegsgefangenen, ehemaligen sowjetischen Angestellten mit ihren Familien, Personen, die verdächtigt wurden, mit der Roten Armee zu sympathisieren. Der Außerordentlichen Kommission zur Untersuchung von Naziverbrechen gelang es, Massengräber mit den Überresten von etwa 300.000 Menschen zu finden. Diese kolossale Zahl erklärt sich auch aus der Tatsache, dass die Deutschen, nachdem sie den Eifer der lettischen Henker geschätzt hatten, begannen, Juden aus anderen europäischen Ländern zur Tötung hierher zu bringen und so ihre blutigen Verbrechen vor dem „zivilisierten Westen“ zu verbergen.
Einer der ersten Orte auf lettischem Territorium für die „Selektion und anschließende Vernichtung“ der aus Deutschland deportierten Juden war das Konzentrationslager Salaspils.
REFERENZ: Das Konzentrationslager " Salaspils" (deutsch: Arbeitserziehungslager - wörtlich: "Arbeitserziehungslager" -Salaspils), das vom "Arajs-Team" bewacht wurde,
wurde im Oktober 1941 18 Kilometer von Riga entfernt in der Nähe des Dorfes Salaspils errichtet , durch die Streitkräfte inhaftierter Juden, von denen viele an Hunger und
Überarbeitung starben.
Als im Sommer 1942 die überlebenden Juden
aus dem Lager in das Ghetto von Riga gebracht wurden,
wurden Bauern aus den Dörfern der
Regionen Weißrussland, Pskow und Leningrad,
die unter dem Vorwand der "Partisanenkämpfe" gefangen genommen wurden, hierher gebracht. 
Dann wurden die Erwachsenen zur Zwangsarbeit nach Deutschland geschickt, und die von ihnen
genommenen Kinder wurden in "Salaspils"
zurückgelassen und verwandelten sich in
eine "Blutfabrik" für die Bedürfnisse der
deutschen Armee.
Von Kindern, deren tägliche Nahrung 100 Gramm Brot und anderthalb Liter Suppenflüssigkeit war,
wurden alle zwei Tage bis zu 500 Milliliter Blut abgepumpt.
Eine der Gefangenen des Lagers, die 10-jährige Natasha Lemeshonok, vor deren Augen ihre jüngere Schwester an Erschöpfung starb, sagte gegenüber
sowjetischen Ermittlern:
„Wir hatten Injektionen an allen unseren Händen. 
Wir waren alle krank, schwindelig,
jeden Tag starben Jungen und Mädchen.“
Die Untersuchung ergab, dass in der Zeit
von Ende 1942 bis einschließlich 1944
bis zu 12.000 Kinder das Lager
Salaspils passierten, etwa 7.000 von ihnen
starben hier den Märtyrertod.
 
       
 
Die Verfolgung von Kriegsverbrechern, die sich der Gräueltaten gegen die Zivilbevölkerung schuldig gemacht haben, war eine der vorrangigen Aufgaben der smerschischen Spionageabwehr und wurde bereits unter den Bedingungen der Feindseligkeiten zur Befreiung der baltischen Staaten eingeleitet.
 
Die gefangenen Bestrafer versuchten auf jede erdenkliche Weise, ihre Schuld an ungeheuerlichen Verbrechen zu leugnen, aber unter dem Druck unwiderlegbarer Beweise (Aussagen von Kollegen und auf wundersame Weise überlebende Zeugen) wurden sie zu einem Geständnis gezwungen.
 
Einer dieser Nazi-Henker, der sich der gerechten Vergeltung nicht entziehen konnte, war der Zugführer der Maschinengewehrkompanie des „Arajs-Teams“, SS-Untersturmführer Talivaldis Ozols.
 
T. Ozols begann seinen "Dienst" im "Arajs-Team" im Frühjahr 1942 mit der Teilnahme an der Vernichtung der Gefangenen des Rigaer Ghettos. Dann erschoss er mit seinem Zug Zivilisten (nicht nur Sowjets, sondern auch Einwohner anderer europäischer Länder) in den Ghettos von Minsk und Slonim, eskortierte sowjetische Frauen in das Konzentrationslager Ravensbrück ...
VERWEIS: Das Rigaer Ghetto wurde am 21. Oktober  
1941 auf Anordnung des Reichskommissars für
Ostland, Heinrich Lohse, eingerichtet. Bis zum
20. November wurden 29.602 Menschen im
zunächst mit Stacheldraht und dann mit einem
Sechs-Meter-Zaun eingezäunten Ghetto
zusammengetrieben, davon 5.652 Kinder
unter 14 Jahren. Seit Dezember 1941 wurden
auch Juden aus Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei nach Riga gebracht,
deren Gesamtzahl 11.000 Menschen betrug.
Die erste Aktion zur Vernichtung der
Ghetto-Häftlinge wurde in der Nacht zum
30. November durchgeführt, danach wurden
ihre Massenmorde fortgesetzt. Den Leuten
wurde gesagt, dass sie zu einer Konservenfabrik
in Bolderaja gebracht würden, aber tatsächlich
wurden sie in die Wälder von Bikernieki oder
Dreilini gebracht, um sie hinrichten zu lassen. 
Zuallererst waren die "Behinderten" - die Alten,
die Behinderten, die Kinder - dem Tod ausgesetzt.
Der „Massenmord in Rumbula“ wurde zu einem
Haushaltsbegriff, als in zwei Tagen: 30. November
und 8. Dezember 1941, die Einsatzgruppe A,
zusammen mit dem „Arajs-Team“ und anderen
lettischen Nazis, etwa 28.000 Letten tötete und
1.000 brachten am Vortag im Rumbula-Wald Juden
aus Deutschland.
Der Organisator dieses Verbrechens war
SS-Obergruppenführer, Polizeigeneral Friedrich Eckeln,
und einer der Haupttäter war Herbert Cukurs,
ein Mitglied des Arajs-Teams.
Während des Verhörs am 9. Dezember 1944 sagte T. Ozols aus:
 
...Frage: Erzählen Sie uns von Ihren Verbrechen.
 
Antwort: Im April, M-tse [19]42, 5 oder 6 Mal ging ich mit meinem Zug in den Bikernetsky-Wald, wo ich an der Vernichtung der Zivilbevölkerung, hauptsächlich Juden, teilnahm. Im April desselben Jahres wurden von den Ausflügen, die nur ich in den Bikernetsky-Wald unternahm, nicht weniger als 7.000 Menschen erschossen. Alte Menschen, Frauen, Teenager und sogar Frauen, die Babys hatten, wurden zur Erschießung gebracht. Menschen wurden aus dem Rigaer Gefängnis sowie aus dem Ghetto, wo nur Juden festgehalten wurden, zur Hinrichtung gebracht.
 
... Ich habe auch zwei Polizisten speziell abgestellt, um zu berechnen, wie viele Menschen zur Hinrichtung in den Bikernetsky-Wald gebracht wurden, und ich habe diese Informationen Obersturmführer [SS] Krause gemeldet, der im Rang eines Virs-Leutnants war, dh. Oberleutnant Krause war ein großer Boss in der deutschen SD-Polizei.
 
... Zweimal im Mai [1942] während meiner Teilnahme an der Vernichtung von Sowjetbürgern wurden dort 1.500 Menschen erschossen, und 300 Sowjetbürger wurden aus einem Krankenhaus für Geisteskranke zur Erschießung gebracht, allesamt Juden der Nationalität nach, mit Ausnahme der psychisch Kranken. Unter ihnen waren alte Männer, Frauen und kleine Kinder."
REFERENZ: Das Massaker im Bikernieki-Wald - Massenhinrichtungen, begangen in den
Jahren 1941 - 1944 durch die deutschen
Invasoren und ihre lettischen Komplizen
(der Haupttäter ist das „Arajs-Team“),
deren Opfer nach Angaben der Außerordentlichen Untersuchungskommission von NS-Verbrechen,
wurden insgesamt 46.500 zivile Einwohner,
darunter 12.000 Juden, speziell auf das
Territorium Lettlands aus Österreich,
Deutschland und der Tschechoslowakei
zur Hinrichtung gebracht.
Aus der Aussage von T. Ozols vom 9. Dezember 1944:
 
„... Im Juni 1942, in der ersten Monatshälfte, führte ich weiter den Sicherheitsdienst deutscher staatlicher Einrichtungen aus, dann wurde ich als SD-Polizist mit meinen Polizisten nach Minsk zum Kampf gegen die entsandt Sowjetischer Partisan.
...Am 30. Juni [19]42 habe ich mit meinen Polizisten Gruben ausgehoben, in denen Zivilisten nach Schüssen gefallen sind. Die Bohrstelle lag etwa 2 Kilometer außerhalb der Stadt Slonim (Polen) auf einem Berg. An diesem Tag brachte er mit seinen Polizisten über 3.000 Zivilisten zur Hinrichtung dorthin, alle waren Juden der Nationalität nach, und unter ihnen waren viele Frauen mit Babys.
Frage: Wurden auch Babys erschossen?
Antwort: Ich habe die Befehle der Deutschen ausgeführt, und auch Kleinkinder wurden erschossen ...
Frage: Warum haben Sie Frauen mit Babys fotografiert?
Antwort: Ich gebe zu, dass die Menschen, die wir ausgerottet haben, völlig unschuldig waren, aber auf Anordnung der deutschen Behörden wurde eine solche Nationalität wie die jüdische der totalen Ausrottung unterzogen, und ich habe die Befehle der Deutschen ausgeführt, und ich erkenne dies als an ein schweres Verbrechen.
Frage: Woher haben Sie diese Leute erschossen?
Antworten:Ich habe mit meinen Polizisten, wenn ich mich nicht irre, etwa 25 Personen, Juden aus dem Ghetto der Berge zur Hinrichtung dieser 3.000 Personen geholt. Slonim. Ja, ich erinnerte mich, dass ich, bevor ich in die Stadt Slonim aufbrach, mehrere Polizisten, anscheinend drei, mit der Durchführung der Hinrichtung beauftragt hatte, und ich selbst habe diese Masse von Zivilisten unter Eskorte zur Hinrichtung gebracht. Meine Teilnahme an der Vernichtung der jüdischen Bevölkerung in der Stadt Slonim war nur einen Tag, d.h. Am 30. Juni [19]42 traf dann zu demselben Zweck das lettische Schutzmann-Bataillon dort ein, das einen ganzen Monat lang mit der Vernichtung der dortigen Zivilbevölkerung beschäftigt war. Mein Team und ich wurden nach Minsk versetzt. Im Juli [19]42 war ich zunächst mit meinen Polizisten im Wachdienst, dann beteiligte ich mich im selben Monat 4 oder 5 Mal an der Vernichtung der Zivilbevölkerung, mehr als 10.000 Menschen wurden vernichtet.
VERWEIS: Das Ghetto Slonim ist ein jüdisches
Ghetto in der Stadt Slonim, Region Grodno.
Nach der Besetzung Polens im September 1939
stieg die Zahl der Juden in Slonim durch Flüchtlinge
auf 27.000 Menschen an. Mitte August 1941
wurden die Juden von Slonim von den Nazis
im Ghetto zusammengetrieben, wo bis
November 1941 10.000 Menschen an Hunger starben.
Am 13. und 14. November 1941 erschossen
Soldaten der 6. Kompanie des 727. Infanterieregiments
der Wehrmacht unter Beteiligung von
SD-Einsatzgruppen, belarussischen und polnischen Kollaborateuren mehr als 8.000 Juden aus Slonim.
Am 29. Juni 1942 inszenierten die Invasoren
ein Pogrom im Ghetto von Slonim. Mehrere
Tage lang waren der Zug des „Arajs-Teams“ und das 18. lettische Polizeibataillon unter dem Kommando
von Major Rubenis mit der Vernichtung
von Zivilisten beschäftigt.
Der Unteroffizier des lettischen Bataillons
Edgars Vulnis fotografierte Szenen von
Massakern an Juden und verkaufte die Fotos
dann für fünf Mark an Landsleute.
Die Zahl der Opfer von Nazi-Attentätern
erreichte 10.000 Menschen.
Insgesamt wurden laut Gebitskommissar
Gerhard Erren in den ersten anderthalb Jahren
der deutschen Besatzung etwa 25.000 Juden
in der Region Slonim getötet.
Aus dem Zeugnis von T. Ozols:
"... Zur Hinrichtung haben wir Menschen aus dem Ghetto der Stadt Minsk genommen, und das waren Juden, die von den Deutschen aus dem Ausland gebracht wurden, und die letzte Partie, die wir an den Hinrichtungsort geliefert haben, waren Juden, die speziell von den Deutschen aus Österreich gebracht wurden An der Vernichtung dieser Zivilisten waren auch Bürger meiner Polizisten direkt beteiligt.
Frage: Wo wurden diese Juden hingerichtet?
Antwort: Die über 10.000 Juden, von denen ich oben berichtet habe, wurden außerhalb der Stadt Minsk erschossen, etwa 4-5 Kilometer entfernt auf einem Berg im Wald. Wenn ich dorthin gehe, kann ich definitiv den Ort zeigen, an dem wir diese Masse der jüdischen Bevölkerung ausgerottet haben. In der Stadt Minsk war ich während der Vernichtung dieser Anzahl von Juden zuerst Oberleutnant Turks-Krum unterstellt, dann wurde er durch Leutnant Evert ersetzt, dessen Assistent ich war.
REFERENZ: Das Ghetto Minsk wurde am
20. Juli 1941 gegründet, eines der größten und
schrecklichsten jüdischen Ghettos in Europa in
Bezug auf die Lebensbedingungen der darin inhaftierten Menschen. In den vorübergehend besetzten
Gebieten der UdSSR belegte es nach dem
Ghetto von Lemberg den zweiten Platz in Bezug
auf die Anzahl der Gefangenen. Historikern
zufolge passierten etwa 120.000 Menschen
das Ghetto von Minsk, von denen mehr
als 105.000 durch die Hände der Nazis und
ihrer Komplizen starben.
Tatsächlich bestanden sie aus drei Teilen:
dem "großen" Ghetto, das 80.000 Juden enthielt
und während des letzten Pogroms vom
21. bis 23. Oktober 1943 endgültig zerstört wurde,
dem "kleinen" Ghetto, das bis zum
30. Juni 1944 bestand, und das "Sonderghetto",
in das nach offiziellen Angaben 23.904 Juden
aus sieben europäischen Ländern gebracht
wurden (deutsche Historiker bestehen auf
einer Zahl von 15.500 Juden, als ob dies die
Ungeheuerlichkeit der begangenen Verbrechen
schmälern würde), September 1943 geschlossen.
Neben dem täglichen raffinierten sadistischen
Mobbing führten die Nazis im Ghetto regelmäßig
Tag- und Nachtpogrome durch, bei denen vor
allem ältere Menschen, Kinder und andere
behinderte“ Gefangene zerstört wurden,
auch mit Hilfe von „Gazenvagens“ - Lastwagen
geschlossene Körper, bei denen Menschen durch
Abgase getötet wurden.
Zur Unterhaltung wurde die Hinrichtung
vom finsteren Henker von Weißrussland,
dem Generalkommissar (Leiter der
Besatzungsverwaltung) Wilhelm Kube, besucht:
Als am 2. März 1942 die Nazi-Monster zusammen
mit den Lehrern aus dem Waisenhaus Kinder
lebendig begruben, warf er Süßigkeiten
in die Grube, um zu lachen. Hitlers Bestrafer Kuba
wurde am 22. September 1943 infolge einer
Sonderoperation des sowjetischen
Militärgeheimdienstes und des NKGB der UdSSR
liquidiert.
Ein Geständnis über die Beteiligung an der Vernichtung der Zivilbevölkerung wurde von einem anderen Bestrafer des „Arajs-Teams“, Indriks Krumins, der in der Kompanie des SS-Untersturmführers Karlis Ozols diente, abgelegt.
REFERENZ: Ozols Karlis – lettischer Kollaborateur, Kriegsverbrecher; 1944 erhielt er für Verdienste
um die Nazis den Titel eines SS-Obersturmführers. 
Vor dem Krieg war er Mitglied der lettischen
Schachmannschaft und nahm an internationalen
Wettbewerben teil.
Im Juli 1941 trat er als einer der ersten dem
Arajs-Team“ bei, in dem er als Kommandeur
einer Kompanie zur Vernichtung von Juden
in den Ghettos von Riga, Minsk und Sluzk tätig war.
1945 floh er in die westliche Besatzungszone
Deutschlands, zog dann nach Australien,
wo er offen unter seinem Nachnamen lebte.
Um einen berühmten Schachspieler für die
Nationalmannschaft zu gewinnen, ignorierte
die australische Regierung die Verbrechen von
K. Ozols, verlieh ihm 1956 die australische
Staatsbürgerschaft und gewährte vollen Schutz vor strafrechtlicher Verfolgung.
Schuldig des Mordes an Tausenden von Zivilisten,
lebte der Nazi-Straftäter sicher unter der
Schirmherrschaft der australischen Behörden und
spielte Schach. Er starb im Alter von 88 Jahren
in Melbourne.
Während des Verhörs am 9. August 1945 sprach I. Krumins ausführlich über die Verbrechen, die unter dem Kommando von K. Ozols begangen wurden:
„Am 24. Juli 1942 kamen wir in der Stadt Minsk an, und für die ersten zwei Tage erhielten wir ein Lager, das 20 km von Minsk entfernt lag und das die jüdische Bevölkerung enthielt, die aus Deutschland, Österreich, der Tschechoslowakei, Rumänien und anderen Ländern gebracht wurde. Ungefähr im Juli 26./27.1942 nahm ich an der Vernichtung der im Minsker Ghetto festgehaltenen Bürger teil...
Am 26. oder 27. Juli 1942 kamen wir um 4 Uhr morgens in Autos im Minsker Ghetto an, das sich innerhalb der Stadt befand. Neben unserer Kompanie unter der Leitung von Leutnant Ozols trafen dort auch die SD-Kompanie von Leutnant Skamberg und 30 Deutsche, Mitarbeiter des SD, ein ... Ein Teil der Leute wurde zur Bewachung des Ghettos abgestellt, der andere Teil begann zu fahren die gesamte Bevölkerung aus ihren Häusern, einschließlich Frauen, Kinder und alte Menschen, zum Marktplatz an derselben Stelle innerhalb des Ghettos.
Wir trieben die schubweise zusammengetriebenen Menschen in gasbefeuerte Gaskammern, deren Zahl etwa 5 betrug.
Ich habe persönlich an der Vertreibung aus den Häusern teilgenommen und auch die Juden in die Gaskammern geschoben. Nach dem Verladen in den Wald fuhren die gasbetriebenen Fahrzeuge kontinuierlich los und kehrten für neue Transporte zurück.
Im Ghetto entstand ein schreckliches Bild, Juden wurden zum Spaß erschossen, ausgeraubt. Es gab einen Fall, in dem eine Gruppe Deutscher einem Juden eine Granate auf den Rücken band, dann rannten sie selbst weg und der Jude wurde in Stücke gerissen. Die Hingerichteten wurden auch in Gaskammern geworfen.
An diesem Tag wurde die Operation vor Sonnenuntergang durchgeführt und ungefähr 10.000 Sowjetbürger wurden getötet ...
Am zweiten Tag wurde diese Operation wiederholt. Außerdem wurden bis 12 Uhr nachmittags in diesem Teil des Ghettos fast alle Juden getötet und weggebracht ... An diesem Tag wurden auch etwa 10.000 Menschen in Gaskammern getötet.
Am zweiten Tag sowie am ersten Tag beteiligte er sich daran, Menschen aus dem Gelände zu fahren und half, sie in Benzinautos zu fahren ... ".
        *
Einzelheiten über das Massaker an den Häftlingen des Minsker Ghettos enthält auch die Aussage des lettischen Straftäters Albert Konrads, der wie Indriks Krumins und Viktor Arais an der SD-Schule Fürstenbergs studierte.
VERWEIS: Die  Sicherheitspolizeischule Drögen in
Fürstenberg wurde im Sommer 1941 von
Häftlingen des KZ Sachsenhausen in der
Siedlung Drögen bei Fürstenberg, 80 km von
Berlin entfernt, errichtet.
Es war dem Reichssicherheitshauptamt (RSHA)
unterstellt - der führenden Körperschaft des politischen Geheimdienstes und der Sicherheitspolizei
Nazi-Deutschlands.
Es war für die Ausbildung des Personals
von Polizeieinheiten mit Strafcharakter in den
von der NS-Armee besetzten Ostgebieten bestimmt.
Das ständige Personal der Schule bestand
aus Mitarbeitern der Gestapo (Geheime Staatspolizei,
Gestapo) und des Sicherheitsdienstes des
Reichsführers SS (Deutscher Sicherheitsdienst
des Reichsführers SS, abgekürzt Deutscher
Sicherheitsdienst oder SD, daher die auf Russisch
übernommene Abkürzung -SD).
Die Kadetten der Schule, die „feste Überzeugungen
und eine nationalsozialistische Weltanschauung“
haben sollten, wurden in „Rassentheorie“,
NS-Interpretationen der deutschen Geschichte,
Umgang mit Waffen, Methoden der
Partisanenbekämpfung usw. geschult.
Während des Verhörs am 25. Dezember 1944 sagte A. Konrads:
„Schon am zweiten Tag nach meiner Ankunft in Minsk wurde ich ins „Ghetto“ geschickt, um Juden an den Ort ihrer Erschießung zu bringen …
Wir holten Juden aus Wohnungen, trieben ihre ganzen Familien auf den Platz, hier ins „Ghetto“, und schickten sie dann auf Lastwagen zum Richtplatz. Ich erinnere mich, dass es Fälle gab, in denen wir gebrechliche alte Menschen oder völlig kranke Menschen in Wohnungen fanden. Dann haben wir sie hier in ihren Betten erschossen. Die restlichen Familienmitglieder, darunter Frauen, Kinder und ältere Menschen, wurden zum Platz gefahren, dort gewaltsam in Lastwagen gefahren und in den Wald geschickt, um erschossen zu werden ...
Frage: Haben Sie sich an der Aneignung der Werte Ihrer Opfer beteiligt?
Antwort: Ja, habe ich. Ich trieb die Juden zur Hinrichtung und beraubte ihr Eigentum. Er nahm Anzüge, Geld, Gold, Uhren und andere Wertsachen, die er verkaufte, und er trank den Erlös mit Alkohol.
Für die oben beschriebenen Verbrechen an der Zivilbevölkerung verlieh Nazi-Deutschland den lettischen Bestrafern eiserne Kreuze, die Veteranen der SS-Truppen bei Paraden in modernen baltischen Ländern als militärische Auszeichnungen tragen.
Während des Verhörs am 14. Dezember 1945 äußerte sich SS-Obergruppenführer und Polizeigeneral Friedrich Eckeln, der die SS und die Polizei der Reichskommissariate „Ukraine“ und „Ostland“ leitete, über die wahre Haltung der deutschen Nazis gegenüber ihren Komplizen während des Verhörs am Dezember 14.1.1945 (am 3.2.1946 durch Gerichtsurteil in Riga erhängt):
„Himmler sagte, ich solle die Arbeit im Ostland so organisieren, dass auf dem gesamten Territorium der baltischen Staaten und Weißrusslands vollkommener Frieden herrscht und die Juden im Ostland bis zuletzt vernichtet werden. Himmler sprach auch über andere Nationen, die das Gebiet des "Ostlandes" bewohnten, insbesondere betonte er seinen Hass auf die Litauer und nannte sie eine minderwertige Rasse. Er sprach etwas sanfter über die Letten, drückte aber seine Verachtung für sie aus und erklärte, dass seiner Meinung nach nur 30 % der Gesamtzahl der Letten als brauchbare Personen angesehen werden sollten. Himmler stufte die Esten auch als minderwertige Rasse ein, insbesondere diejenigen, die östlich der Ostsee leben.
Himmler sagte weiter, dass es nach dem endgültigen Sieg des Nationalsozialismus notwendig sei, diejenigen Esten und Letten zu germanisieren, die in der Arbeit für Deutschland gute Leistungen erbringen würden. Alle anderen Letten und Esten müssten aus dem Baltikum nach Deutschland abgeschoben, dort zur Arbeit eingesetzt und der frei werdende Platz mit Deutschen besetzt werden.
Für diejenigen, die heute Denkmäler für sowjetische Soldaten - Befreier - zerstören, bereiteten die deutschen Nazis das Schicksal von Sklaven vor. In dem Bemühen, das historische Gedächtnis auszulöschen, versuchen die Nachkommen der Bestrafer, die die Zivilbevölkerung zerstört haben, ihre Großväter darin zu übertreffen, dem Bösen zu dienen, aber die Macht liegt in der Wahrheit, und der Sieg wird unser sein!
Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit des FSB Russlands

 
Bitte wundern Sie sich nicht, dass Sie die Seite nicht erreichen können ohne Tor oder VPN.  Ich glaube, ein Bild ist in diesem Zusammenhang, fehl am Platz.
 

Wir DDR Bürger kennen das...

Tagespolitik/Schlagzeilen heute

...besonders jene, die an der Trasse gearbeitet haben. Russian Insider stellt Ihnen heute Mal das beste Kalinka vor, das jemals aufgenommen wurde. 

https://russia-insider.com/en/culture/best-kalinka-ever-recorded-red-army-chorus-sings-ww2-favorite-1965/ri26995

Hier ist es auf der Tube direkt:

https://www.youtube.com/watch?v=_XxK2JJisEc&feature=emb_imp_woyt

Na denn; ich wünsche einen feinen Ohrenschmaus.

Wenn die Deutschen/Europäischen Faschisten so weiter machen, werden Sie noch das Vergnügen haben, dieses Lied direkt vor dem Reichtagskrater zu hören:-))

 

Es gibt tatsächlich Leute, die bezeichnen Bolivien als Dritte-Welt-Land

Die Südtiroler ArbeiterpresseTagespolitik/Schlagzeilen heute

Nun steht die Frage, als was wir nun Europa und deren Diktatur einstufen. Die Opferzahlen dieser Ganoven sind bedeutend höher als die in Bolivien.

In Bolivien wurde eine Faschistin, Putschistin, Massenmörderin in Beihilfe, Diebin und gemeine Verbrecherin zu zehn Jahren Haft verurteilt. Die Beweise sind erdrückend. 

https://colonelcassad.livejournal.com/7670839.html


Die ehemalige Chefin der bolivianischen faschistischen Junta Jeanine Agnes erhielt 10 Jahre Gefängnis.
Nach der Machtergreifung durch das Militär und assoziierte faschistische Gruppen (unterstützt von den Vereinigten Staaten) wurde Agnes unter Verletzung aller Gesetze Boliviens anstelle von Evo Morales zur Präsidentin des Landes erklärt, woraufhin Dutzende von Menschen getötet wurden ( und Hunderte weitere Verletzte) bei der Niederschlagung militärischer Proteste der Bevölkerung gegen den faschistischen Putsch. Agnes verhängte Sanktionen für die Anwendung von Gewalt gegen die Demonstranten.

Infolgedessen zwangen Aktionen des Ungehorsams und Streiks das Militär, zu den Wahlen zu gehen, wo geplant war, einen der rechten Kandidaten in die 2 „Karte. Schon damals wurde klar, dass Agnes nicht einmal 10 % der Unterstützung des bolivianischen Volkes erhielt. Bei den Wahlen erlitt die Junta eine vernichtende Niederlage – der Parteikandidat von Evo Morales gewann in einer Runde, und die Wahlen zeigten wenig Unterstützung für die faschistische Junta und sie brach einfach in eines der lächerlichsten quasi-faschistischen Regime zusammen, das Südamerika gesehen hat Jahrzehnte....

Darin besteht übrigens ein bemerkenswerter Unterschied zwischen Bolivien und der Ukraine. In Bolivien konnten die Massen dem faschistischen Terror widerstehen und diejenigen stürzen, die durch einen Staatsstreich an die Macht kamen, der den rechtmäßigen Präsidenten zur Flucht aus dem Land zwang. In der Ukraine jedoch ließen sich die Massen pflichtbewusst unter das faschistische Joch stellen und wurden nun zum Kanonenfutter in dem vom faschistischen Regime und seinen amerikanischen Herren entfesselten Krieg. Dies liegt zum Teil daran, dass die IAU wirklich die politische Avantgarde der lokalen Massen war und ist, und in der Ukraine die „Partei der Regionen“ dieselben Massen zynisch und feige verraten hat. Deshalb gehen die Führer des ukrainischen Faschismus immer noch frei herum, und das Land wäscht sich bis an die Spitze mit Blut.

Vergleiche mit Europa werden uns zwangsläufig zu diesem Thema führen. Und wenn dann Einer von einer entwickelten Demokratie oder von einer fortschrittlichen Gesellschaft faselt, dann wird der Nervenarzt wohl unentbehrlich.

 

 

Im Nachhinein möchte ich gern noch einmal Herrn Brecht...

Die Südtiroler Arbeiterpresse

...zu Wort kommen lassen. In der Hoffnung, in den Köpfen meiner Gastgeber die richtige Wirkung zu erzielen:

Bertolt Brecht

Notwendigkeit der Propaganda

1

Es ist möglich, daß in unserem Land nicht alles so geht, wie es gehen sollte.
Aber niemand kann bezweifeln, daß die Propaganda gut ist.
Selbst Hungernde müssen zugeben
Daß der Minister für Ernährung gut redet.

2

Als das Regime an einem einzigen Tage
Tausend Menschen erschlagen ließ, ohne
Untersuchung noch Gerichtsurteil (1)
Pries der Propagandaminister die unendliche Geduld des Führers
Der mit der Schlächterei so lange gewartet
Und die Schurken mit Gütern und Ehrenstellen überhäuft hatte
In einer so meisterlichen Rede, daß
An diesem Tage nicht nur die Verwandten der Opfer
Sondern auch die Schlächter selber weinten.

3

Und als an einem andern Tage das größte Luftschiff des Reiches
In Flammen aufging, weil man es mit entzündbarem Gas gefüllt hatte (2)
Um das nicht entzündbare für Kriegszwecke zu sparen
Versprach der Luftfahrtminister vor den Särgen der Umgekommenen
Daß er sich nicht werde entmutigen lassen, worauf
Sich lauter Beifall erhob. Selbst aus den Särgen
Soll Händeklatschen gekommen sein.

4

Und wie meisterhaft ist die Propaganda
Für den Abfall und für das Buch des Führers!
Jedermann wird dazu gebracht, das Buch des Führers aufzulesen
Wo immer es herumliegt.
Um das Lumpensammeln zu propagieren, hat der gewaltige Göring
Sich als den größten Lumpensammler aller Zeiten erklärt und
Um die Lumpen unterzubringen, mitten in der Reichshauptstadt
Einen Palast gebaut
Der selber so groß wie eine Stadt ist (3)

5

Ein guter Propagandist
Macht aus einem Misthaufen einen Ausflugsort.
Wenn kein Fett da ist, beweist er
Daß eine schlanke Taille jeden Mann verschönt.
Tausende, die ihn von den Autostraßen reden hören
Freuen sich, als ob sie Autos hätten.
Auf die Gräber der Verhungerten und Gefallenen
Pflanzt er Lorbeerbüsche. Aber lange bevor es soweit war
Sprach er vom Frieden, wenn die Kanonen vorbeirollten.

6

Nur durch vortreffliche Propaganda gelang es
Millionen davon zu überzeugen
Daß der Aufbau der Wehrmacht ein Werk des Friedens bedeutet
Jeder neue Tank eine Friedenstaube ist
Und jedes neue Regiment ein neuer Beweis
Der Friedensliebe.

7

Allerdings: vermögen gute Reden auch viel
So vermögen sie doch nicht alles. Manchen
Hat man schon sagen hören: schade
Daß das Wort Fleisch allein noch nicht sättigt, und schade
Daß das Wort Anzug so wenig warm hält.
Wenn der Planminister eine Lobrede auf das neue Edelgespinst hält
Darf es nicht dabei regnen, sonst
Stehen seine Zuhörer im Hemd da.

8

Und noch etwas macht ein wenig bedenklich
Über den Zweck der Propaganda: je mehr es in unserem Land Propaganda
Desto weniger gibt es sonst.

Und das wir uns verstehen: Die Planabrechnung im Neuen Deutschland der DDR, war keine Propaganda. Das waren die Mitteilungen eines Zentralorgans an die Besitzer der Betriebe und des Landes. Der Rechenschaftsbericht, den Ihnen, die Firma, der Verband, der Verein und die Bank, jährlich zuschickt, falls Sie sich dort engagieren.

 

 

Ich weiß, die Welt ist voller "kluger Ratschläger" und Verleumder

Die Südtiroler Arbeiterpresse
Die Wenigsten haben die klassische Literatur konsumiert. In der DDR war das wenigstens Pflicht, wenn der Betreffende ein Kollektiv leiten sollte oder wollte. 
Ich kopiere aus dem Grund mal einen Beitrag von meinem Genossen Sascha und widerum damit einen von einem  Kader der DDR Philosophie:
 
Das ist scheinbar ein ziemlich langer Artikel, aber nicht annähernd so lang wie die "Vertagsklauseln" ihrer Energielieferanten in Vorbereitung einer "Privatisierung".

Eike Kopf: Russen als Pioniere des Menschheitsfortschritts

Viele Jahrzehnte lang hat sich der Philosoph Prof. Dr. phil. Eike Kopf mit den wissenschaftlichen Werken von Karl Marx und Friedrich Engels beschäftigt. Daß ihm dies nach nach der Annexion der DDR verwehrt blieb, lag daran, daß die BRD kein Interesse daran hatte, marxistische Wissenschaftler weiterhin zu beschäftigen, geschweige denn, Forschungen auf dem Gebiet des Marxismus-Leninismus zu unterstützen. Doch ein glücklicher Umstand machte es möglich, daß Prof. Kopf an seine langjährigen Forschungen anknüpfen konnte. Die VR China hatte sich beizeiten darum bemüht, dieses wertvolle Erbe aufzugreifen und war bereit, die in der Sowjetunion und in der DDR begonnenen Arbeiten an der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) fortzuführen. Und so arbeitete Prof. Kopf von 1997 bis März 2011 in der Marx-Engels-Abteilung des Büros für die Sammlung und Übersetzung der Werke von Marx, Engels, Lenin und Stalin beim Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas in Peking. Es sei in diesem Zusammenhang auch daran erinnert, daß es die VR China war, die zum 200. Geburtstag für den Begründer des wissenschaftlichen Weltanschauung, Karl Marx, ein Denkmal in Auftrag geben ließ, das am 5. Mai 2018 in offizieller Mission vom chinesischen Botschafter in der Stadt Trier eingeweiht wurde…
Für Kommunistenhasser, Sowjetfeinde und Faschisten ist dieses Denkmal heute allerdings immer noch ein Ärgernis, Grund zur Wut und Anlaß für hemmungslose Hetze. Gerade jetzt, wo es in der Ukraine, wie schon nach dem heimtückischen Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion 1941, um die Entnazifizierung und Entmilitarisierung der Ukraine geht. Und wie zu erwarten, lautete einer der ersten dümmlichen Kommentare zum Denkmal für Karl Marx:
„Das Denkmal für einen Kapitalistenschnorrer, Börsenspekulanten, Antisemiten und Rassisten… das Endresultat seines Geschmieres waren 100 Millionen Tote weltweit durch kommunistische Massenmörder und Verbrecher!“
Offenbar scheint auch gerade jetzt für die Nazis in ganz Europa eine Zeit gekommen zu sein, in der sie glauben, ihre sinnlose Zerstörungswut und ihren Haß an Denkmälern für die sowjetischen  Befreier vom Faschismus, für die Helden des  Großen Vaterländischen Krieges, auslassen zu müssen. Doch nun zum Beitrag von Prof. Kopf:

Eike Kopf
Russen als Pioniere des Menschheitsfortschritts
Zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus am 8.5.2015
Am 8. (bzw. am 9. Moskauer Zeit) Mai 1945 endete mit der Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde in Berlin-Karlshorst in Europa der zweite Weltkrieg, den das Deutsche Reich begonnen hatte. Die Streitkräfte der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), deren Oberbefehlshaber Josif W. Stalin war, hatten daran den Hauptanteil. Diese weltgeschichtliche Leistung, zu der das bis 1941 okkupierte „zivilisierte“ bürgerliche Europa nicht die Kraft hatte, vollbrachten danach die von der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) vereinten Völker vom Bug bis zur Insel Sachalin, von der Karelisch-finnischen Halbinsel bis zum Kaukasus und Altai-Gebirge, allen voran Russen, Belorussen und Ukrainer, des ersten sozialistischen Landes der Erde. Es handelte sich um das größte Flächenland der Erde, in welchem im Oktober (November neuen Stils) 1917 mit der proletarischen Revolution die Welt erschüttert, und die neue Epoche des weltweiten Übergangs zu sozialistischen Gesellschaftszuständen eingeleitet worden war.
Ein Blick zurück in die Geschichte
Sehen wir kurz zurück: Unter Zar Alexander II. (1855-1881) waren angesichts der industriellen Zurückgebliebenheit gegenüber Großbritannien und Frankreich während der zwei Krimkriege ab 1861 mehrere Reformen durchgeführt worden: Abschaffung der Leibeigenschaft der Bauern (1861), Gewährung einer begrenzten Universitätsautonomie (1863), Einrichtung der Selbstverwaltung auf dem Lande (1864), Lockerung der Zensur (1865), Städteordnung mit Dreiklassenwahlrecht sowie Einführung der allgemeinen Wehrpflicht (1874). Rußland brachte im Kaukasus und in Mittelasien weitere muslimische Gebiete unter seine Herrschaft. 1877 kam es zum dritten Krimkrieg.
Wird die Krise zu einem neuen Wendepunkt in Europa?
In Briefen vom September 1877 und vom Februar 1878 ging Karl Marx auf den Krieg ein, wobei er meinte, daß diese „Krise … ein neuer Wendepunkt der europäischen Geschichte“ [1] sei. Friedrich Engels und er seien der Meinung, daß „die Niederlage der Russen die soziale Umwälzung in Rußland, deren Elemente massenhaft vorhanden, sehr beschleunigt haben würde und damit den Umschwung in ganz Europa“. [2] Im Russischen Reich wurden seit Mitte des 19. Jahrhunderts Eisenbahnen gebaut. Petersburg wurde so mit Moskau, Tula, Warschau, dem Ural, Kiew, Krementschuk, Charkow usw. enger verbunden. [3]
Sind die Produktionsverhältnisse schon reif für eine Veränderung?
Dennoch war die Produktion des Russischen Reiches – von kapitalistischen industriellen Zentren wie Petersburg, Moskau, abgesehen [4] – 1917 insgesamt gesehen ein Land der kleinen Warenproduktion. Engels hatte 1894 anläßlich der debattierten Frage, ob nicht die russische Dorfgemeinde eine günstige Grundlage für die Errichtung einer sozialistischen Gesellschaftsordnung sei, zu bedenken gegeben, es sei
„eine historische Unmöglichkeit, daß eine niedrigere ökonomische Entwicklungsstufe die Rätsel und Konflikte lösen soll, die erst auf einer weit höhern Stufe entsprungen sind und entspringen konnten. Alle von der Warenproduktion und dem Einzelaustausch entstandnen Formen der Gentilgenossenschaft haben mit der künftigen sozialistischen Gesellschaft dies eine gemein: daß gewisse Dinge, Produktionsmittel, im gemeinsamen Eigentum und gemeinsamer Nutzung gewisser Gruppen sind. Diese eine gemeinschaftliche Eigenschaft befähigt aber nicht die niedre Gesellschaftsform, die künftige sozialistische Gesellschaft, dies eigenste und letzte Produkt des Kapitalismus, aus sich zu erzeugen. Jede gegebne ökonomische Formation hat ihre eignen, aus ihr selbst entspringenden Probleme zu lösen; die einer andern, wildfremden Formation lösen zu wollen, wäre absoluter Widersinn. Und dies gilt von der russischen Gemeinde nicht minder als von der südslawischen Zádruga [5], von der indischen Gentilhaushaltung [6] oder jeder andern durch Gemeinbesitz an Produktionsmitteln gekennzeichneten Gesellschaftsform der Wildheit oder Barbarei.“ [7]
Massenhafte Empörung…
Das Russische Reich als Ganzes war zur Wende des 19. zum 20. Jahrhundert sozusagen historisch nicht „reif“ für den Übergang zur sozialistischen Gesellschaftsform. Aber die Weltgeschichte kennt nicht nur notwendige, sondern auch zufällige Zusammenhänge. [8] So führten der russisch-japanische Krieg 1904/05 und vor allem zehn Jahre später der erste Weltkrieg 1914-18 dazu, daß Massen russischer Arbeiter und vor allem Bauern von den Herrschenden auf die Schlachtfelder geschickt wurden, während Frauen und zum Kriegsdienst Untaugliche schwer im Hinterland arbeiten mußten. Die politisch Herrschenden erzeugten die massenhafte Empörung und militärischen Kräfte, die Ende Februar (alten Stils) 1917 zuerst den feudalen Zarismus und im Oktober 1917 (alten Stils) die bürgerliche Kerenski-Regierung zu stürzen imstande waren. „Normalerweise“ – vgl. oben Engels – war Rußland auch 1917 noch nicht für die proletarische oder sozialistische Revolution „reif“.
Was sind die Voraussetzungen für den Sieg der Revolution?
Der erste Weltkrieg sowie die Bürger- und Interventionskriege [9] führten dazu, daß der wirtschaftliche Wiederaufbau des Landes erst ab ca. 1920 [10] in Angriff genommen werden konnte – und zwar ohne die erhoffte Unterstützung durch siegreiche Arbeiterrevolutionen in industriell entwickelten Ländern Europas. Lenin hatte realistisch erkannt:
„Um zu siegen, um den Sozialismus zu schaffen und zu festigen, muß das Proletariat eine doppelte oder zweieinige Aufgabe lösen: ersten die ganze Masse der Werktätigen und Ausgebeuteten mitreißen durch seinen grenzenlosen Heroismus im revolutionären Kampf gegen das Kapital, sie mitreißen, sie organisieren, sie führen, um die Bourgeoisie niederzuwerfen und jeden Widerstand der Bourgeoisie vollständig zu brechen; zweiten die ganze Masse der Werktätigen und Ausgebeuteten sowie alle kleinbürgerlichen Schichten auf den Weg der Schaffung einer neuen gesellschaftlichen Bindung, einer neuen Arbeitsdisziplin, einer neuen Arbeitsorganisation, die das letzte Wort der Wissenschaft und der kapitalistischen Technik vereinigt mit dem Massenzusammenschluß bewußt arbeitender Menschen, die die sozialistische Großproduktion ins Leben rufen.
Diese zweite Aufgabe ist schwieriger als die erste, denn sie kann keinesfalls durch den Heroismus eines einzelnen Ansturms gelöst werden, sondern erfordert den andauerndsten, hartnäckigsten, schwierigsten Heroismus der alltäglichen Massenarbeit. Diese Aufgabe ist aber auch wesentlicher als die erste, denn in letzter Instanz kann die tiefste Kraftquelle für die Siege über die Bourgeoisie und die einzige Gewähr für die Dauerhaftigkeit und Unumstößlichkeit dieser Siege nur eine neue, eine höhere gesellschaftliche Produktionsweise sein, die Ersetzung der kapitalistischen und der kleinbürgerlichen Produktion durch die sozialistische Großproduktion.“ [11]
Entwicklung der Produktivkräfte in Industrie und Landwirtschaft
Lenin empfahl dann ab ca. ½ Jahr später die Neue Ökonomische Politik, welche westlichen Unternehmen gestattete, auf sowjetischem Boden und mit sowjetischen Arbeitskräften und Rohstoffen zu produzieren und so zugleich die sowjetische Arbeiterklasse zu entwickeln. Auf jeden Fall wurde die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der gesamten Union einheitlich geführt. Für den 1. Oktober 1928 bis 1. Oktober 1933 – das war die Zeit der großen Weltwirtschaftskrise – wurde der erste Fünfjahrplan beschlossen und vorfristig erfüllt. Die NÖP wurde abgebrochen. Möglicherweise die hohe Produktivität großer Industrieunternehmen und Farmen in den USA und Westeuropa vor Augen, wurde vor allem ab 1929 zur Kollektivierung der Landwirtschaft und verstärkten Errichtung der Schwerindustrie übergegangen. Die materiellen und personellen Ressourcen aller Unionsrepubliken wurden ohne Unterschied der Herkunft, der Religion oder des Geschlechts gefördert und wechselseitig ausgetauscht. [12]
Warum können die Russen einen Krieg nicht gebrauchen?
Bis zum Überfall Deutschlands auf die UdSSR 1941 standen jedoch nur wenige Jahre zur Verfügung. Die UdSSR hatte in den folgenden 4 Kriegsjahren mehr als 20 Millionen Tote zu beklagen, von Verwundeten und Zerstörungen von Wohn- und Arbeitsstätten nicht zu reden. Der sowjetische Lyriker Jewgenij A. Jewtuschenko (geb. 1933) schrieb zwei Jahrzehnte nach Kriegsende ein ehrliches Gedicht:
„Meinst du, die Russen wollen Krieg? Befrag die Stille, die da schwieg
im weiten Feld, im Pappelhain, befrag die Birken an dem Rain,
dort, wo er liegt in seinem Grab, den russischen Soldaten frag!
Sein Sohn dir drauf die Antwort gibt: Meinst du, die Russen wolln,
meinst du, die Russen wolln, meinst du, die Russen wollen Krieg?
Der Kampf hat uns nicht schwach gesehn, doch nie mehr möge es geschehn,
dass Menschenblut, so rot und heiß, der bittren Erde wird zum Preis.
Frag Mütter, die seit damals grau, befrag doch bitte meine Frau. […]
Nicht nur für´s eigne Vaterland fiel der Soldat im Weltenbrand –
Nein, daß auf Erden jedermann in Ruhe schlafen kann.
Holt euch bei jenem Kämpfer Rat, der siegend an die Elbe trat,
was tief in unsrem Herzen blieb […]
Es weiß, wer schmiedet und wer webt, es weiß, wer ackert und wer sät,
ein jedes Volk die Wahrheit sieht: Meinst du, die Russen wolln,
meinst du, die Russen wolln, meinst du, die Russen wollen Krieg?“
Gut daß der Krieg in Europa schon im Mai 1945 zu Ende war!
Der deutsche Physiker Prof. Dr. Max Steenbeck, der von 1943 bis 1956 in der UdSSR arbeitete, erinnerte vor 50 Jahren in der Universität Jena während einer Feierstunde, die ich erlebte, daran, daß es günstig war – das kaiserlich-faschistische Japan kapitulierte erst Monate später [13] –, daß der Krieg für Deutschland im Mai zu Ende war. Die in den USA produzierten Atombomben sollten eigentlich über deutschen Großstädten abgeworfen werden. [14]
Haben die Deutschen etwas aus der Geschichte gelernt?
Der Bundespräsident Richard von Weizsecker hatte 1985 den 8. Mai 1945 als „Tag der Befreiung vom menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ bezeichnet. [15] Sein Nachfolger im Amt Joachim Gauck sagte dagegen auf der 50. Münchner Sicherheitskonferenz am 31. Januar 2014 über Deutschlands Rolle in der Welt, die BRD sei auf dem Weg zu einer „Form der Verantwortung, die wir noch nicht eingeübt haben“.
Die nebensächliche Rolle der anglo-amerikanischen Alliierten
Wenn auch die derzeitige Regierung Polens den Präsidenten der Russischen Föderation Wladimir W. Putin zur internationalen Gedenkveranstaltung anläßlich des 70. Jahrestages der Befreiung des faschistischen Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee am 29. Januar 2015 nicht einlud und auch keiner der Redner dort an die Leistung der Sowjetunion erinnert hat; wenn auch seit 2014 in den westlichen Massenmedien und durch Politiker der USA und der heutigen BRD der Eindruck erweckt wird, als habe vor allem die anglo-amerikanische Invasion ab 6. Juni 1944 dem zweiten Weltkrieg das Ende bereitet, so bleibt bei nüchterner Betrachtung des Kriegsverlaufs seit dem 1.September 1939 die Feststellung sachlich richtig: Die UdSSR ist der hauptsächliche Befreier Europas vom Hitlerfaschismus.
Die Sowjetunion – der Garant für den Frieden in Europa
In Würdigung dieses zivilisatorischen Beitrages wurden 1945 neben der UdSSR auch Belorußland und die Ukraine als Mitglieder der Organisation der Vereinten Nationen aufgenommen. Die UdSSR war außerdem bis zu ihrem Ende die stärkste Friedenskraft der Erde; Kriege als politische Mittel zur Durchsetzung von letzten Endes wirtschaftlichen Interessen wurden – von einzelnen Fällen abgesehen – erst danach wieder „normale“ Vorgänge.
Die Sowjetunion unterstützte die Volksdemokratien, anstatt sie auszubeuten…
Die UdSSR war der stärkste Verbündete von europäischen und asiatischen Volksdemokratien, die etwa ab 1948-1950 dazu übergingen, die ökonomischen Grundlagen sozialistischer Gesellschaftszustände zu schaffen, gewährte der nationalen Befreiungsbewegung in Asien, Afrika und Lateinamerika (darunter Kuba ab 1959!) sowie Verfolgten und Organisationen der Arbeiterbewegung aus industriell entwickelten kapitalistischen Ländern Unterstützung. Die dafür abgezweigten Milliarden Rubel standen selbstredend der inneren Entwicklung des ersten sozialistischen Staates der Erde nicht zur Verfügung.
Die Sowjetunion – Pionier des Menschheitsfortschritts
Die UdSSR war – wenn hier überhaupt ein Bild erlaubt ist – mit einer melkenden Kuh zu vergleichen, die selbst nicht ausreichend Futter hatte. Schließlich ist für immer die UdSSR der Pionier des Menschheitsfortschritts im 20. Jahrhundert. Auf ihrem Territorium wurde zum ersten Mal für Jahrzehnte16 praktisch der Beweis erbracht, daß die kapitalistische Gesellschaftsordnung nicht das Ende der Menschheitsgeschichte oder die beste aller Welten ist, daß – bei allen gemachten Fehlern – ein Gesellschaftstyp real möglich ist, in welchem die Menschen Eigentümer der grundlegenden Produktionsmittel, vielseitige Produzenten, Konsumenten und Verteidiger dieser Errungenschaften zugleich sind. Es geht diesbezüglich um eine lehrreiche Wechselwirkung von Theorie und Praxis.
Was kommt nach dem Kapitalismus?
Grundsätzlich sei daran erinnert, zu welchen allgemeinen Schlußfolgerungen und Orientierungen Engels und Marx bis Anfang 1848 über die neue Gesellschaft, welche die kapitalistische ablösen könnte, gelangt waren. In ihrer neuen, nämlich materialistischen Geschichtsauffassung, d.h. im Manuskript „Feuerbach“ der geplanten Sammelschrift „Die deutsche Ideologie“ hatten Engels und Marx 1845/46 geschrieben:
„Der Kommunismus ist für uns nicht ein Zustand, der hergestellt werden soll, ein Ideal [das Personen „visionär“ erdenken – E. K.], wonach die Wirklichkeit sich zu richten haben [wird]. Wir nennen Kommunismus die wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt. Die Bedingungen dieser Bewegung ergeben sich aus der jetzt bestehenden [kapitalistischen – E. K.] Voraussetzung. Übrigens setzt die Masse von bloßen Arbeitern massenhafte von Kapital oder von irgendeiner bornierten Befriedigung abgeschnittne Arbeitskraft – und darum auch der nicht mehr temporäre Verlust dieser Arbeit selbst als einer gesicherten Lebensquelle durch die Konkurrenz den Weltmarkt voraus. Das Proletariat kann also nur weltgeschichtlich existieren, wie der Kommunismus, seine Aktion, nur als ‚weltgeschichtliche‘ Existenz überhaupt vorhanden sein kann; weltgeschichtliche Existenz der Individuen, d.h. Existenz der Individuen, die unmittelbar mit der Weltgeschichte [die den Weltmarkt als Basis benötigt – E. K.] verknüpft ist.“ [17]
Das Kommunistische Manifest – für immer im Gedächtnis der Menschheit
Im Programm des Bundes der Kommunisten und damit der internationalen kommunistischen Bewegung, nämlich im „Manifest der Kommunistischen Partei“ vom Februar 1848, das seit Mitte 2013 Bestandteil des UNESCO-Verzeichnisses “Memory of the World (Gedächtnis der Menschheit)“ ist, heißt es hinsichtlich der neuen Gesellschaft:
„Wir sahen schon oben, daß der erste Schritt in der Arbeiter-Revolution die Erhebung des Proletariats zur herrschenden Klasse, die Erkämpfung der Demokratie ist. [18]
Das Proletariat wird seine politische Herrschaft dazu benutzen der Bourgeoisie nach und nach alles Kapital zu entreißen, alle Produktions-Instrumente in den Händen des Staats, d.h. des als herrschende Klasse organisirten Proletariats zu centralisiren und die Masse der Produktionskräfte möglichst rasch zu vermehren. [16] Es kann dies natürlich zunächst nur geschehen vermittelst despotischer Eingriffe in das Eigenthumsrecht und in die bürgerlichen Produktions-Verhältnisse, durch Maaßregeln also, die ökonomisch unzureichend und unhaltbar erscheinen, die aber im Lauf der Bewegung über sich selbst hinaus treiben und als Mittel zur Umwälzung der ganzen Produktionsweise unvermeidlich sind.
Diese Maaßregeln werden natürlich je nach den verschiedenen Ländern verschieden sein. Für die fortgeschrittensten Länder werden jedoch die folgenden ziemlich allgemein in Anwendung kommen können:
1) Expropriation des Grundeigenthums und Verwendung der Grundrente zu Staatsausgaben.
2) Starke Progressiv-Steuer. [19]
3) Abschaffung des Erbrechts.
4) Konfiskation des Eigenthums aller Emigranten und Rebellen.
5) Centralisation des Kredits in den Händen des Staats durch eine Nationalbank mit Staatskapital und ausschließlichem Monopol.
6) Centralisation alles Transportwesens in den Händen des Staats.
7) Vermehrung der Nationalfabriken, Produktions-Instrumente, Urbarmachung und Verbesserung der Ländereien nach einem gemeinschaftlichen Plan.
8-) Gleicher Arbeitszwang für Alle, Errichtung industrieller Armeen besonders für den Ackerbau.
9) Vereinigung des Betriebs von Ackerbau und Industrie, Hinwirken auf die allmählige Beseitigung des Gegensatzes von Stadt und Land. [20]
10) Oeffentliche und unentgeldliche Erziehung aller Kinder. [21] Beseitigung der Fabrikarbeit der Kinder in ihrer heutigen Form. Vereinigung der Erziehung mit der materiellen Produktion u.s.w., u.s.w.
Sind im Laufe der Entwicklung die Klassenunterschiede verschwunden, und ist alle Produktion in den Händen der associrten Individuen koncentrirt, so verliert die öffentliche Gewalt den politischen Charakter. Die politische Gewalt im eigentlichen Sinn ist die organisirte Gewalt einer Klasse zur Unterdrückung einer andern. Wenn das Proletariat im Kampfe gegen die Bourgeoisie sich nothwendig zur Klasse vereint, durch eine Revolution sich zur herrschenden Klasse macht, und als herrschende Klasse gewaltsam die alten Produktions-Verhältnisse aufhebt, so hebt es mit diesen Produktions-Verhältnissen die Existenz-Bedingungen des Klassengegensatzes der Klassen überhaupt, und damit seine eigene Herrschaft als Klasse auf. An die Stelle der alten bürgerlichen Gesellschaft mit ihren Klassen und Klassengegensätzen tritt eine Association, worin die freie Entwicklung eines Jeden, die Bedingung für die freie Entwicklung Aller ist.“ [22]
Es wird lange Kämpfe geben!
Diese programmatischen Auffassungen von 1848 wurden von Marx und Engels in den folgenden Jahren konkretisiert bzw. erweitert. In Auswertung der Herrschaft der Pariser Kommune 1871 erkannte Marx, daß der Übergang von der kapitalistischen zur sozialistischen (niedere Phase der kommunistischen) Gesellschaft wahrscheinlich nicht in kurzer Zeit zu realisieren ist, sondern
„daß sie, die Arbeiterklasse, lange Kämpfe, eine ganze Reihe geschichtlicher Prozesse [! – E. K.] durchzumachen hat, durch welche die Menschen wie die Umstände gänzlich umgewandelt werden.“ [23]
Der Sozialismus kommt nicht von allein!
Engels machte 1874 darauf aufmerksam, daß der Übergang zu einem neuen Zivilisationstyp selbst bei Vorhandensein entwickelter Industrie nicht von selbst eintritt, sondern eine bewußt und planmäßig handelnde politische Führung erfordert:
„Man muß den deutschen Arbeitern nachsagen, daß sie die Vorteile ihrer Lage mit seltnem Verständnis ausgebeutet haben. Zum erstenmal, seit eine Arbeiterbewegung besteht, wird der Kampf nach seinen drei Seiten hin – nach der theoretischen, der politischen und der praktisch-ökonomischen (Widerstand gegen die Kapitalisten) – im Einklang und Zusammen und planmäßig geführt. In diesem sozusagen konzentrischen Angriffe liegt gerade die Stärke und Unbesiegbarkeit der deutschen Bewegung. […] Es wird namentlich die Pflicht der Führer sein, sich über alle theoretischen Fragen mehr und mehr aufzuklären, sich mehr und mehr von dem Einfluß überkommener, der alten Weltanschauung angehöriger Phrasen zu befreien und stets im Auge zu behalten, daß der Sozialismus, seitdem er eine Wissenschaft geworden, auch wie eine Wissenschaft betrieben, d.h. studiert werden will.” [24]
Die Übergangsperiode  zum Sozialismus
Von grundlegender Bedeutung sind folgende Einsichten von Marx, die er beim kritischen Studium des Entwurf des Parteiprogramms für den Kongreß in Gotha 1875 notierte: Zu den notwendigen Voraussetzungen des Übergangs von der kapitalistischen zur sozialistischen Gesellschaft gehört, daß auf der Basis der im Zusammenhang mit dem Weltmarkt entwickelten Produktivkräften „alle Springquellen des genossenschaftlichen Reichtums voller fließen“ müssen. [25] „Zwischen der kapitalistischen und der kommunistischen Gesellschaft liegt die Periode der revolutionären Umwandlung der einen in die andre. Der entspricht auch eine politische Übergangsperiode, deren Staat nichts andres sein kann als die revolutionäre Diktatur des Proletariats.“ [26] Diese Übergangsperiode ist dann in der Arbeiterbewegung bis heute auch kurz als Sozialismus oder sozialistische Gesellschaft bezeichnet worden.
Die ungleichmäßige Entwicklung der Staaten
Wenn es in verschiedenen Regionen der Erde verschiedene geographische, historisch gewordene usw. Voraussetzungen gibt, dann ist es nicht verwunderlich, daß es verschiedene oder verschieden aussehende Formen des Übergangs von der kapitalistischen zur sozialistischen Gesellschaft gibt. Für Marx und Engels – das beweisen ihre Exzerpte und anderen Vorarbeiten – ist charakteristisch, daß sie zahlreiche Fakten studierten, bevor sie eine Schlußfolgerung formulierten. Engels schrieb im Januar:
„Unsere Ansichten über die Unterschiede zwischen einer künftigen, nichtkapitalistischen Gesellschaft und der heutigen, sind exakte Schlußfolgerungen aus den historischen Tatsachen und Entwicklungsprozessen und sind, wenn sie nicht im Zusammenhang mit diesen Tatsachen und dieser Entwicklung dargelegt werden, theoretisch und praktisch ohne Wert.“ [27]
Das ist noch immer zutreffend. Ebenso verhält es sich mit folgendem Hinweis von Engels aus dem Jahre 1890:
„Die sogenannte ‚sozialistische Gesellschaft‘ ist nach meiner Ansicht nicht ein für allemal fertiges Ding, sondern, wie alle andern Gesellschaftszustände, als in fortwährender Verändrung und Umbildung begriffen zu fassen. Kritischer Unterschied vom jetzigen Zustand besteht natürlich in Organisation der Produktion auf Grundlage des Gemeineigentums zunächst der Nation an allen Produktionsmitteln. Diese Umwälzung morgen am Tage durchzuführen – d. h. graduell sehe ich gar keine Schwierigkeiten. Daß unsre Arbeiter dazu fähig [sind], beweisen ihre vielen Produktiv- und Distributivgenossenschaften […] Allerdings fehlt es uns noch an Technikern, Agronomen, Ingenieuren, Chemikern, Architekten usw., aber schlimmstenfalls können wir uns diese kaufen“. [28]
Die DDR – ein hervorragendes Beispiel für Sozialismus
Noch während der Leipziger Herbstmesse 1989 respektierten Vertreter kapitalistischer Industriestaaten und Konzerne die internationale Leistungsfähigkeit der volkseigenen Kombinate (eine Art sozialistischer Konzerne, also integrierter Volkseigener Betriebe) und die pünktliche Bedienung der Kredite der DDR; hier waren massenhaft nach 1945 aus „armen Schluckern“ in Stadt und Land inzwischen bestens ausgebildete Fachleute und Führungspersönlichkeiten entstanden – um an Engels’ Vorstellung zu erinnern. 45 Jahre – das ist länger als die Existenzdauer der Weimarer Republik oder fast so lange wie des deutschen Kaiserreiches ab 1871 – existierten im Osten Deutschlands praktisch die antifaschistische und sozialistische staatliche Ordnung. Die dabei in einem relativ industriell entwickelten Land gemachten positiven wie negativen Erfahrungen in der Geschichte des deutschen Volkes auf „Stacheldraht, Mauer, Kinderkrippenplätze“ zu reduzieren, ist unseriös.
Warum erlitt der Sozialismus eine einstweilige Niederlage?
Der weltweite Übergang kapitalistischen und kolonialen zu sozialistischen Gesellschaftszuständen hat zweifelsohne 1989-1991 einen enormen Rückschlag erfahren, auf dessen Ursachen hier nicht näher eingegangen werden kann. Sie hängen wohl auch mit Engels oben zitierte Mahnung von 1874 zusammen:
„Es wird namentlich die Pflicht der Führer sein, sich über alle theoretischen Fragen mehr und mehr aufzuklären”.[29]
Welche Rolle spielt China im internationalen Weltprozeß?
1991 war jedoch mit dem Untergang der UdSSR und einer Reihe sozialistischer Länder die 1917 begonnene Epoche des praktischen Übergangs zum Sozialismus auf der Erde nicht beendet. Etwa 25% der derzeitigen Erdbevölkerung leben in sich entwickelnden sozialistischen Gesellschaftszuständen, allen voran China. In China wurde Ende 1911 bereits die Monarchie gestürzt und ab Januar 1912 die Republik ausgerufen. Die bürgerliche Nationale Volksbewegung (Kuomintang) unter Sun Yat-sen (1866-1925) schloß mit SowjetRußland einen Freundschaftsvertrag ab. In China riefen progressive Kräfte nach der russischen Oktoberrevolution dazu auf, von den Russen zu lernen.
War China „reif“ für den Übergang zum Sozialismus?
Die UdSSR unterstützte China im antijapanischen Krieg 1937-45. In Shanghai wurde 1921 die Kommunistische Partei Chinas gegründet, die ab 1927 unter Tschiang Kai-schek (1887-1975) blutig bekämpft wurde und sich deshalb ihre Rote Armee schuf. Im Antijapanischen Krieg kämpfte letztere zusammen mit der Armee der Republik China siegreich gegen die japanischen Okkupanten. Nach 1945 nahm Tschiang den Kampf gegen die KPCh wieder auf, in dessen Verlauf seine Truppen verloren und Mao Tse-tung am 1. Oktober 1949 in Beijing die Volksrepublik China ausrief. China war Mitte des 20. Jahrhunderts als größtes Entwicklungsland sozusagen historisch nicht „reif“ für den Übergang zur sozialistischen Gesellschaftsform.
Die traditionelle Zusammenarbeit Chinas mit der UdSSR
Mit diesem Neuen China schloß die UdSSR Anfang 1950 einen Freundschaftsvertrag. Der erfolgreiche Beginn der Entwicklung der Volksrepublik China in den 1950er Jahren ist ohne die sowjetische Hilfe schwer vorstellbar. 1957 konnte der 1. Fünfjahrplan (seit 1953) durch heroische Arbeitstaten seiner Werktätigen und Zusammenarbeit mit dem sozialistischen Lager erfolgreich erfüllt werden. Die UdSSR arbeitete allein 1957 an 135 großen Industrieobjekten mit und stellte über 10.000 Spezialisten für den Aufbau der chinesischen Industrie zur Verfügung. 8.000 chinesische Ingenieure, Techniker und Arbeiter waren zum Produktionspraktikum in der UdSSR. Der Anteil der Industrie an Gesamtbruttoproduktion erhöhte sich auf 52,8% und der Wert der Agrarproduktion auf 124%. Der Lohn der Arbeiter stieg um 42%, die Einkommen der Bauern um 30%.
Warum schlug China erneut den kapitalistischen Weg ein?
Nach negativen Erfahrungen mit Dorfkommunen und einer Kulturrevolution einen großen Sprung nach vorn in der gesamten gesellschaftlichen Entwicklung machen zu wollen, rang sich die KPCh ab 1978 dazu durch, sich einzugestehen, daß sich China im Anfangsstadium des Sozialismus befindet, einen Weg der Reformen und der Öffnung nach außen einzuschlagen, verschiedene Eigentumsformen an Produktionsmitteln zu gestatten, der Eigeninitiative und dem Wettbewerb in- und ausländischer sowie gemeinsamer Unternehmen auf den Märkten, reguliert durch die Regierung, breiteren Raum zu geben.
Die vier Grundprinzipien Chinas bei der „Neuen Ökonomischen Politik“
Der Substanz nach werden dadurch unter den zeitlichen, räumlichen, kulturellen und historischen Bedingungen Chinas die Hinweise Lenins zur NÖP erfolgreich praktiziert. Die KPCh beschloß auf ihrem 13. Parteitag 1987, an den vier Grundprinzipien festzuhalten: 1. am sozialistischen Weg, 2. an der demokratischen Diktatur des Volkes, 3. an der Führung des Landes durch die KPCh sowie 4. am Marxismus-Leninismus und den Ideen Mao Zedongs. Gleichzeitig wurde die Erkenntnis vom Anfangsstadium des Sozialismus, in dem sich China befindet, systematisch dargelegt. Durch Jahres- und Fünfjahrespläne konkretisiert sollen bis zum 100. Jahrestag der Gründung der KPCh 2021 eine Gesellschaft mit durchschnittlich bescheidenem Wohlstand und bis zum 100. Jahrestag der Gründung der VRCh 2049 die Modernisierung der Produktion so entwickelt werden, daß China dann auf der Mitte des Weges zu einem Industrieland befindet.
China auf dem Weg zur stärksten Wirtschaftsmacht der Erde
Dieser Kurs hat sich nun schon über 3½ Jahrzehnte als erfolgreich erwiesen. Die Volksrepublik China ist inzwischen im Begriff, hinsichtlich des BIP zur stärksten Wirtschaftsmacht der Erde zu werden; es ist das bevölkerungsreichste Land, es gehört zu den Spitzenreitern in der Weltraumforschung, der Kernenergie, der Länge der Autobahnen (4,46 Mio. km) und der Strecken von Eisenbahnen (110.000 km), der Hochgeschwindigkeitszügen (15.800 km), der erneuerbaren Energien, der Wiederaufforstung, der Armutsbekämpfung, der Sozialversicherung, der Wissenschaft und Technik, der medizinischen Betreuung, der Nutzung des Internets, es hat 2.116 Küstenhäfen und 202 zivile Flughäfen usw. usf.
Zusammenarbeit mit den ehemaligen sowjetischen Republiken
China initiierte seit Ende des 20. Jahrhunderts die freundschaftliche Zusammenarbeit mit der Russischen Föderation, Kasachstan, Kirgistans, Turkmeniens und Usbekistans sowie der ASEAN-Staaten; es unterstützt tatkräftig die Länder der südlichen Erdhalbkugel; es führt einen intensiven Handel mit den USA; es hat die Initiative zum Ausbau eines Wirtschaftsgürtels entlang der alten Seidenstraße und einer maritimen Seidenstraße des 21. Jahrhunderts, also zur vertieften Kooperation zwischen Ländern in Asien, Europa und Afrika ergriffen.
Der Marxismus-Leninismus in China
Auch die „theoretische Seite“, wie Engels 1874 formulierte, wird nicht vergessen: Die Bänder der seit 1975 erscheinenden Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) werden auf Beschluß der Führung der ca. 85 Millionen Mitglieder zählenden KPCh ins Chinesische übersetzt (24 Bände sind erschienen, 2 z. Z. im Verlag); es gibt seit Ende 2009 eine 10 Bände umfassende Ausgabe ausgewählter Manuskripte, Schriften und Briefe von Marx und Engels und eine 5 thematische Bände umfassende Lenin-Ausgabe; 2013 erschien ein drei Bände umfassendes großzügig gestaltetes Album mit Dokumenten, Fotos und Gemälden von Marx, Engels und Lenin; es gibt die 3. Auflage einer 4 Bände umfassenden Ausgabe Ausgewählter Schriften von Marx und Engels; soeben erschien die erste Gruppe einer Bibliothek von Einzelschriften des Marxismus; von einer auf 62 Bände geplanten Ausgabe der Dokumente der internationalen kommunistischen Bewegung von 1846 bis 1948 sind z.Z. (Anfang 2015) 50 Bände fertig. Es heißt in der Verfassung (1988):
„Im Jahre 1949 haben die Völker Chinas der verschiedenen Nationalitäten, geführt von der Kommunistischen Partei Chinas […] die Herrschaft des Imperialismus, des Feudalismus und des bürokratischen Kapitals gestürzt, den Sieg in der neudemokratischen Revolution errungen und die Volksrepublik China gegründet. Damit hat das chinesische Volk die Macht im Staat erobert und ist zum Herrn des Staates geworden.
Nach der Gründung der Volksrepublik China ist unsere Gesellschaft allmählich von der neuen Demokratie zum Sozialismus übergegangen. […] Beim wirtschaftlichen Aufbau sind große Erfolge erzielt worden. Es hat sich im wesentlichen ein unabhängiges, relativ vollständiges System der sozialistischen Industrie herausgebildet, die landwirtschaftliche Produktion hat sich deutlich erhöht, Erziehung, Wissenschaft und Kultur haben große Fortschritte gemacht. In der sozialistischen ideologischen Erziehungsarbeit wurden spürbare Ergebnisse erzielt. Der Lebensstandard der Volksmassen hat sich bedeutend verbessert.“
China – eine Hoffnung der Völker
In China wird nicht nur über Sozialismus nachgedacht, sondern auch praktisch für ihn – unter chinesischen Bedingungen – gearbeitet. Und Pionier auf diesem weltgeschichtlichen Weg waren die Völker der UdSSR – woran anläßlich des 70. Jahrestages der Befreiung des deutschen Volkes vom Hitlerfaschismus erinnert werden sollte.
Beijing, den 24.2.2015
Quellen und Anmerkungen:
[1] Marx an Friedrich Adolph Sorge, 27.9.1877. In: Karl Marx/Friedrich Engels: Werke. Dietz Verlag Berlin 1956 ff. (nachfolgend: MEW), Bd. 34, S. 296.
[2] Marx an Wilhelm Liebknecht, 4.2.1878. In: MEW, Bd. 34, S. 317.
[3] Siehe [Sigismund Ludwig Borkheim:] Russische Briefe. Eisenbahnen. In: Die Zukunft. Demokratische Zeitung.Berlin. 3. Jahrgang 1869. ((In Erfurt präzisieren!))
[4] Siehe W. I. Lenin: Die Entwicklung des Kapitalismus in Rußland. In: W. I. Lenin: Werke (nachfolgend: : LW), Bd. 1 (?), S. ((präzisieren!))
[5] südslawischen Zádruga°] Zádruga hießen auch in der Sozialistischen Republik Jugoslawien die landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften.
[6] Eine Beschreibung der indischen Gemeinde zitierte Marx im ersten Band des „Kapitals“ in MEW, Bd. 23, S.378/379.
[7] F. Engels: Nachwort (1894) zu „Soziales aus Rußland“. In: MEW. Bd. 18, S. 667/668.
[8] „Die Weltgeschichte wäre allerdings sehr bequem zu machen, wenn der Kampf nur unter der Bedingung unfehlbar günstiger Chancen aufgenommen würde. Sie wäre andrerseits sehr mystischer Natur, wenn ‘Zufälligkeiten’ keine Rolle spielten. Diese Zufälligkeiten fallen natürlich selbst in den allgemeinen Gang der Entwicklung und werden durch andre Zufälligkeiten wieder kompensiert. Aber Beschleunigung und Verzögrung sind sehr von solchen ‘Zufälligkeiten’ abhängig – unter denen auch der ‘Zufall’ des Charakters der Leute, die zuerst an der Spitze der Bewegung stehn, figuriert.” Marx an Ludwig Kugelmann, 17.4.1871. In: MEW. Bd. 33, S. 209.
[9] SowjetRußland musste gemäß Friedensvertrag von Brest-Litowsk vom 3. März 1918 erhebliche Reparationsleistungen an das Deutsche Reich leisten und die Unabhängigkeit Polens (das bis dahin russisches Gouvernement gewesen war), der Ukraine, Finnlands, Litauens, Lettlands, Estlands, Armeniens und Georgiens zugestehen. Damit mußte Rußland auf 25% seiner Bevölkerung und 75% seiner Schwerindustrie verzichten! 18 Staaten, darunter Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Japan, unterstützten die weißgardistischen Gegner der Sowjetregierung mit Waffen und Materialien und intervenierten auch selbst 1918-1920. Eine gewisse Erleichterung für die Sowjetregierung brachten die Revolutionen im November 1918 in Deutschland und Österreich-Ungarn, deren Monarchien gestürzt wurden. Das Deutsche Reich erklärte sich in der Verfassung von Weimar vom März 1919 als Republik. Am 16. April 1922 wurde während der im italienischen Genua stattfindenden Weltwirtschaftskonferenz zwischen dem Deutschen Reich, vertreten durch Außenminister Walther Rathenau, und der UdSSR, vertreten durch ihren Außenminister Grigori W. Tschitscherin, im Vorort Rapallo beschlossen, diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen aufzunehmen. Beide verzichteten auf Reparationszahlungen. Der Handel wurde nach dem Prinzip der Meistbegünstigung vereinbart.
[10] Die UdSSR war 1923 aus der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik, der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik, der Weißrussischen Sozialistischen Sowjetrepublik und der Transkaukasischen Sozialistischen Sowjetrepublik gegründet worden; am 31. Januar 1924 wurde ihre Verfassung angenommen und am 5. Dezember 1936 und am 7. Oktober 1977 erneuert. Am 26. Dezember 1991 zerfiel die Union in unabhängige Staaten.
[11] W. I. Lenin: Die große Initiative. (28.6.1919). In: LW, Bd. 29, S. 412/413. – Um vorzugreifen: Die zweite Aufgabe war selbst bis 1989 noch nicht gemeistert.
[12] Daher war die Entscheidung politischer Verantwortungsträger der einzelnen Sowjetrepubliken Ende 1991, unabhängige, autonome Staaten zu bilden, angesichts der historisch seit Anfang der 1920er Jahre als spezieller Bestandteil eines Gesellschafts- und insbesondere Wirtschaftsganzen vollzogenen Entwicklung katastrophal für die Masse der Bevölkerung und diente vor allem einer sich schnell etablierenden kapitalistischen Oberschicht, die für sich auf die Unterstützung des kapitalistischen Westeuropa setzte. Die Situation in der Ukraine ist dafür kennzeichnend. Andere ehemalige Sowjetrepubliken, vor allem in Mittelasien, begegnen dem etwa ein Jahrzehnt lang dauernden wirtschaftlichen und sozialen Niedergang in der von der Volksrepublik China vorgeschlagenen gegenseitig vorteilhaften Zusammenarbeit, die sich erfolgreich entwickelt und differenzierter sowie umfassender wird (Wirtschaftliche Shanghai-Kooperation).
[13] Japan hatte bereits 1931 den Nordosten Chinas okkupiert, womit gewissermaßen der zweite Weltkrieg begonnen hatte. Es begann – ein Jahr, nachdem in Spanien die spanischen Faschisten mit Unterstützung der deutschen und italienischen blutig die bürgerliche Volksfrontregierung zu beseitigen begonnen hatte – im Juli 1937, weitere große Gebiete Chinas zu besetzen und zu unterdrücken. Die Sowjetunion hatte mit der jungen Republik China einen Freundschaftsvertrag abgeschlossen. In diesem Sinne unterstützten bei Wuhan stationierte sowjetische Fliegerkräfte – neben US-amerikanischen – ab 1937 über dem Himmel von China den Kampf gegen die starke japanische Luftwaffe. Vom 22. bis 26. November 1943 trafen sich in Kairo US-Präsident Franklin D. Roosevelt und der britische Premierminister Winston Churchill mit dem chinesischen Generalissimus Tschiang Kaitschek und dessen Frau als Dolmetscherin, um die Ziele im Pazifikkrieg gegen Japan zu beraten. Der Vorsitzende des Rates der Volkskommissare der UdSSR, Generalissimus Josif W. Stalin unterzeichnete das Konferenzprotokoll anschließend.
[14] Das wären dann übrigens Städte gewesen, die laut Festlegung von Anfang 1945 auf Jalta in der sowjetischen Besatzungszone des besiegten Deutschlands gelegen hätten, aus der die UdSSR sich hätte ihre Reparationen entnehmen sollen.
[15] Richard von Weizsäcker hatte im Dezember 1983 als erster Regierender Bürgermeister von Berlin (West) die Deutsche Demokratische Republik (DDR) besucht und war dabei auch vom Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker empfangen worden, den er – dann in seiner Eigenschaft als Bundespräsident – auch im Herbst 1987 während des Staatsbesuchs Erich Honeckers bei Bundeskanzler Helmut Kohl in Bonn, der Hauptstadt der ehemaligen Bundesrepublik Deutschland (BRD), zum Gespräch empfing.
816] Die Kommune zu Paris, die erste praktische politische Herrschaft der Arbeiterklasse, existierte vom März bis Mai 1871, als sie dann mit Beistand der preußischen Truppen (die seit dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 vor Paris standen) blutig niedergeschlagen wurde.
[17] K. Marx/F. Engels: Die deutsche Ideologie. In: MEW. Bd. 3, S. 35/36.
[18] „Wir [bis] ist.°] Siehe F[riedrich] Engels: Das Fest der Nationen in London. (Zur Feier der Errichtung der französischen Republik, 22. Sept. 1792.). In: Rheinischen Jahrbücher zur gesellschaftlichen Reform. Herausgegeben von Hermann Püttmann. Zweiter Band. Belle-Vue, bei Constanz, Verlagsbuchhandlung zu Belle Vue. 1846, S. 3: „Die Demokratie, das ist heutzutage der Kommunismus. Eine andre Demokratie kann nur noch in den Köpfen theoretischer Visionäre existiren, die sich nicht um die wirklichen Ereignisse kümmern, bei denen nicht die Menschen und die Umstände die Prinzipien, sondern die Prinzipien sich selbst entwickeln. Die Demokratie ist proletarisches Prinzip, Prinzip der Massen geworden.“ – Vgl. Karl Marx/Friedrich Engels: Werke. Dietz Verlag Berlin 1956 ff. (nachfolgend: MEW). Bd. 2, S. 613.
[19] Starke Progressiv-Steuer.°] Siehe Friedrich Engels: Versammlungen in Elberfeld. In: Rheinische Jahrbücher zur gesellschaftlichen Reform. Hrsg. unter Mitwirkung Mehrerer von Hermann Püttmann. Erster Band. Darmstadt, 1845. Druck und Verlag von C. W. Leske, S. 61: „[…] eine allgemeine progressive Capitalsteuer“. – Vgl. MEW. Bd. 2, S. 548.
[20] Vermehrung [5 Zeilen weiter oben bis] Land.°] Siehe Friedrich Engels: Versammlungen in Elberfeld. A. a. O., S. 60: „Die zweite Maßregel wäre eine totale Reorganisation des Armenwesens, der Art, daß die sämmtlichen brodlosen Bürger in Colonien untergebracht würden, in welchen sie mit Agricultur- und Industriearbeit beschäftigt und ihre Arbeit zum Nutzen der ganzen Colonie organisirt würde.“ – Vgl. MEW. Bd. 2, S. 547.
[21] Oeffentliche [bis] Kinder.°] Siehe Friedrich Engels: Versammlungen in Elberfeld. A.a.O., S. 58: „Die erste würde eine allgemeine Erziehung aller Kinder ohne Ausnahme auf Staatskosten sein – eine Erziehung, welche für Alle gleich ist und bis zu dem Zeitpunkte fortdauert, in dem das Individuum fähig ist, als selbstständiges Mitglied der Gesellschaft aufzutreten.“
[22] [F. Engels/K. Marx:] Manifest der Kommunistischen Partei. London 1848, S. 15/16. – Vgl. MEW. Bd. 4, S.481/482.
[23] K. Marx: Der Bürgerkrieg in Frankreich. In: MEW. Bd. 17, S. 343.
[24] F. Engels: Ergänzung der Vorbemerkung von 1870 zu „Der deutsche Bauernkrieg“. In: MEW. Bd. 18, S. 516/517.
[25] K. Marx: Kritik des Gothaer Programms. In: MEW. Bd. 19, S. 21.
826] K. Marx: Kritik des Gothaer Programms. In: MEW. Bd. 19, S. 28.
[27] Engels an Edward Pease, 27.1.1886. In: MEW. Bd. 36, S. 429.
[28] Engels an Otto von Boenigk, 21.8.1890. In: MEW. Bd. 37, S. 447/448.
[29] Siehe Fußnote 23.
Prof. Dr. phil. Eike Kopf. Ausführliche Biographie: https://www.19lou.com/forum-89-thread-16039139-1-1.html
Nachwort: In ähnlicher Weise hatte auch Dr.Kurt Gossweiler die VR China eingeordnet. Immerhin ist es eine enorme Herausforderung, ein so riesiges Land mit einer Einwohnerzahl von 1,443 Milliarden Menschen (mit einer jährlichen Zuwachsrate von ca. 0,53%) auf einem Weg zu halten, der der gesamten Bevölkerung eine Existenzgrundlage bietet. Die Volksrepublik China ist jedoch entgegen westlicher Behauptungen kein „kommunistisches Land“, sondern befindet sich auf einem kapitalistischen Entwicklungsweg. Die hat Prof. Kopf anschaulich dargelegt. Man kann also davon ausgehen, daß der Marismus-Leninismus als wissenschaftliche Grundlage für die gesellschaftliche Entwicklung in China keine unerhebliche Rolle spielt. Davon zeugen auch solche kleinen Beispiel, wie die feierliche Übergabe des Karl-Marx-Denkmals in Trier und das strenge Verbot der Verbreitung solcher antikommunistischer Lügen, wie der im Westen bekannten Machwerke von A. Solzhenizyn. Bekanntlich hat sich die VR China auch bei der „militärischen Spezialoperation“ Rußlands in der Ukraine sehr zurückgehalten; gleichwohl verurteilt auch China den Faschismus in der Ukraine.
(Die Zweischenüberschriften wurden eingefügt – N.G.)

Übersetzung des Vorwortes:
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