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Ausfahrt zum Tag der Republik

Die "Himmelfahrt" zum Tag der Republik führte mich heute auf die Mendel-Gampenrunde. Ehrlich gesagt, bereitet mir das Auf- und Absteigen vom Moto noch einige kleine Schmerzen. Das Standbein ist schließlich das Bein mit den Brüchen. Beim Auf- und Absteigen gibt es am Standbein eine leichte Drehung und die drückt bisweilen gewaltig. Dem entsprechend ähnelt das Auf- und Absteigen eher einer Kletterei. Außenstehende würden das vielleicht als ulkig ansehen. Nach so einer Runde muss ich aus der Garage mit meinen zwei Stöcken kriechen. Ich brauche fast einen Tag, um im Wohnzimmer wieder ohne Stöcke laufen zu können. Solche Ausfahrten kann ich bestenfalls, alle zwei Tage unternehmen.

Trotzdem wollen wir nicht vergessen, dass die Ausgangssperre maßgeblich Schuld an meinem Bruch ist. Motorradfahren erfordert tägliche Übung. Vor allem, wenn es darum geht, das Motorrad abzufangen. Das Eingesperrt sein, lähmt den Bewegungsapparat. Und das ist Gift, trotz der täglichen Stunden, die ich allein auf meinem Heimfahrrad verradele. Wenn ich bedenke, knapp sechshundert Tage a 15 bis 20 km...? Da bin ich schon fast durch Sibirien von hier aus.

Meine Fotoreihe beginne ich mal in der Töll. Viele Fotos habe ich nich tgeschossen heute. Weißhimmel.

Es braucht schon einige Bearbeitungen, um Hafling anständig zu erkennen.

Trotzdem unterliegt der Blick einer gewaltigen Täuschung. In St.Pauls habe ich das mal deutlich gemacht:

Sobald wir unter den Wolken stehen, bekommen wir auch blauen Himmel zu sehen. Und jetzt habe ich das Foto mal von der Mendel aus geschossen. Bei dieser Perspektive könnte man glauben, es wäre wirklich bedrohliches Wetter:

Das ist mit zwei Fotos schon fast ein Panorama:

Weitere Fotos, vor allem mit Blick auf die Brenta oder gar auf Meran vom Gampen aus, waren mir leider nicht möglich. Das Gedränge war einfach zu belastend. 

 

 

Ausfahrt zum Tag der Republik

Ausfahrt zum Tag der Republik

Als Migranten haben wir ja das Glück, zwei Tage der Republik feiern zu dürfen.

Zum Einen ist es der 2.Juni...:

Festa della Repubblica

...und zum Zweiten..am 07.10.:

Der Tag der Republik der DDR.

Allgemein sind wir am Tag der Republik zu einer Danksagung in Form einer kleinen Demo mit verschiedenen Rednern angetreten. Anschließend gingen Einige in Restaurants und andere auf einen Ausflug.

Mit der Visafreiheit, 1972, wurde natürlich auch das Nachbarland besucht. Je nach Entfernung war das die Volksrepublik Polen oder die Tschechische Republik. Kilometerlange Staus gab es auch schon zu DDR Zeiten. Und das waren garantiert keine Fußgängerstaus.

Unsereiner gab sich dem Böhmischen Knödel mit Gulasch hin. Auf dem Heimweg war der übliche Schmuggel angesagt. Bei mir als Koch und Liebhaber diverser Fischkonserven, waren das Dorschleber und Ölsardinen.

In Hotels und ähnliche Einrichtungen mussten wir nicht gehen. Um im Nachbarland preiswert zu übernachten, reichte es, in einer Gaststätte oder im Kaufhaus, Leute anzusprechen. Gastgeber und Freunde fanden sich ziemlich schnell. Die Freundschaften hielten oft sehr lange und beruhten auf Gegenseitigkeit.

Im Oktober sind wir oft noch mit dem Motorrad gefahren. Die beliebteste Runde war der Grenzübergang Oberwiesenthal auf dem Hinweg; der Rückweg führte uns entweder über Reizenhain, Zinnwald oder über Schmilka.

Generell lohnte sich ein Besuch über drei Tage. Es gab einen etwas erhöhten Tagessatz beim Umtausch. Mogeln konnte man auch; aber eben im Rahmen. Unsere Grenzer waren stets großzügig und freundlich. Das genaue Gegenteil durften wir erst nach der Annexion erfahren. Das wurde immer unter dem Hinweis versteckt, wir wären das ja gewohnt von unserem Regime. Eben das, waren und sind wir eben nicht gewohnt. Misshandlungen und Schikanen an Grenzen, haben wir erst mit dem Westen kennen gelernt. Sozusagen, all inklusive:-))

Große Runden sind ob des Bruches noch nicht möglich. Es wird sicher eine einfache Hausrunde. 

Heute dürfen wir also ein paar Bilder erwarten, die hoffentlich etwas besser werden als das.

Gratulation zum 72.DDR Geburtstag

Gratulation zum 72.DDR Geburtstag

 
 
 
 
 
 
 
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Allen DDR Bürgern gratuliere ich zu ihrem Geburtstag heute. Ich bin nicht der Einzigste:

https://ddr-kabinett-bochum.blogspot.com/2021/10/unser-feiertag-ist-der-7-oktober.html

 

https://www.demvolkedienen.org/index.php/de/t-brd/5880-magdeburg-kaempferische-demonstration-gegen-tag-der-deutschen-einheit

http://cleo-schreiber.blogspot.com/2021/10/vor-und-nach-72-jahren-harry-popow.html

VOR UND NACH 72 JAHREN… – Harry Popow

VOR 72 JAHREN…

Leseprobe aus „AUSBRUCH AUS DER STILLE. Persönliche Lebensbilder“ anlässlich des 72. Jahrestages der Gründung der DDR am 07. Oktober 1949

Der Autor wurde 1936 in Berlin-Tegel geboren, wuchs in der DDR auf, arbeitete als Militärjournalist im Dienstgrad Oberstleutnant in der NVA und betätigt sich heute als Blogger, Buchrezensent und Autor. Er ist seit 1961 glücklich verheiratet.

Jetzt kommt noch der Jürgen:

..mit dem:

»Einheitsfrontlied«

»Und weil der Mensch ein Mensch ist,

Drum braucht er was zum Essen, bitte sehr!

Es macht ihn ein Geschwätz nicht satt,

Das schafft kein Essen her.

 

Drum links, zwei, drei!

Drum links, zwei drei!

Wo dein Platz, Genosse, ist!

Reih dich ein in die Arbeitereinheitsfront,

Weil Du auch ein Arbeiter bist.

Und weil der Mensch ein Mensch ist,

Drum hat er Stiefel im Gesicht nicht gern.

Er will unter sich keinen Sklaven sehn

Und über sich keinen Herrn.

Drum links, zwei, drei!

Drum links, zwei drei!

Wo dein Platz, Genosse, ist!

Reih dich ein in die Arbeitereinheitsfront,

Weil Du auch ein Arbeiter bist.

Und weil der Prolet ein Prolet ist,

Drum wird ihn kein anderer befrein.

Es kann die Befreiung der Arbeiter nur

Das Werk der Arbeiter sein.

Drum links, zwei, drei!

Drum links, zwei drei!

Wo dein Platz, Genosse, ist!

Reih dich ein in die Arbeitereinheitsfront,

Weil Du auch ein Arbeiter bist«.

Bertolt Brecht, 1934.

Gesungen von Ernst Busch 1971.

Anlässlich des uns bevorstehenden Republikgeburtstages,

...habe ich mir einmal vorgenommen, meinen Freunden hier in Südtirol, unsere Geschichte etwas näher zu bringen. 

https://gedankenzurzeit.com/2021/01/26/war-die-ddr-ein-extrem-freies-land/

Zitat vom Bücherfreund:

"

Gab es da Maskenzwang, obwohl es keine Übersterblichkeit gibt?

Gab es da Reisebeschränkungen im 15 km Radius?

Gab es da Ausgangssperren?

Gab es da Kontaktverbote, die zur Vereinsamung der älteren Generation führt?

Gab es da gesperrte Spielplätze und geschlossene Kindergärten und Schulen, was der Entwicklung der Kinder schadet?

Gab es dort Arbeitslose oder Kurzarbeiter, was zu Existenzängsten führt?

Ich muss mal die Gesetzeslage der DDR studieren. Es ist ja bekannt, dass dort die Gesetze auch eingehalten wurden."

Neben den Beiträgen, werden sich meine Südtiroler Freunde sicher gern anschauen wollen, wie unsere Behausungen und unsere Umgebung so aussahen. Dazu recherchiere ich bisweilen und kann meinen verehrten Lesern die Ergebnisse präsentieren.

Natürlich gibt es auch ein heimatverbundenes, lyrisches Foto.

 

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