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Ein wirklich kleiner Tipp zu meinen Eintöpfen

Die sparsame Küche

Bekanntlich sind viele Deutsche, Deutschstämmige, Franzosen und auch die Genießer unter uns, Saucenfans. Der Grundansatz für eine wirklich wohlschmeckende Sauce wird bei einem Eintopfgericht ohne jegliche Extrazutaten, besonders gut erfüllt. Die artgerechte Vielfalt der Zutaten. Nur, die Bindung fehlt.

Und genau ab dem Punkt, wird aus einem Eintopf- bisweilen ein Zweitopfgericht. Die Brühe (in der Fachsprache- Jus oder in den Alpen-Säftl) gießen wir jetzt über die Kante in ein zweites Gefäß. Die Brühe binden wir dann.

Die Methoden:

1- Wir binden ganz einfach mit einer Mehlschwitze (in der Fachsprache - Roux)

2- Wir binden mit einem Dunst (das ist doppelgriffiges Mehl aus Mais, Reis, Weizen usw.)

Diese Methoden erfordern ein aufkochen und Nachziehen

3- Wir binden mit Kartoffelflocken (bekannt als Püreezubereitung-ohne Milchzusatz)

4- Wir pürieren Bestandteile des Eintopfes und rühren das zurück

Sobald wir dem Eintopf, Sättigungsbeilagen wie Reis, Nudeln, Kartoffeln usw. zu gegeben haben und die zusammen mit dem Fleisch, Fisch usw. gebraten und gekocht haben, haben wir auch die passende Sauce in dem Saft. Bisweilen können wir auch mit Gewürzzugaben, den Geschmack noch etwas beeinflussen. Dieser Püreezubereitung können wir geschmacksgebende Pürees in Form von Wurzelgemüse, Pilzen usw. zusetzen. Das geht auch mit einer Frischezugabe. Zu beachten ist dabei, sobald diese Frischezugabe zugesetzt wird, ist der unmittelbare Verzehr, Pflicht. Das läßt sich einfach nicht lagern oder aufbewahren. Sollte die Sauce oder das Gericht mit Frischeanteil nicht aufgebraucht werden, muss Alles zusammen, noch einmal aufkochen. Dafür eignet sich bei kleineren Mengen auch eine Mikrowelle (abdecken nicht vergessen bitte).

 

 

Meine neuen Bücher sind angekommen

Leblos im Schnalser Stausee

Ich habe das Format 5,5 mal 8,5 probiert. Was soll ich sagen....? Das wird mein neues Format bei Amazon. Ein Taschenbuch, wie ich es mir wünschen würde. Zukünftig werde ich alle meine Bücher bei Amazon, die ich ohnehin in A5 schreibe, in diesem Format drucken. Wie gewohnt, lege ich den Hintergrund in Schwarz. Die schwarze Serie von KhBeyer, Der Saisonkoch. In dem Sinne, werde ich alle Bücher, inklusive dem redigierten und korrigierten Saisonkoch - Erster Teil, in dieses Format legen. Das dauert jetzt etwa eine bis zwei Wochen. Aktuell redigiere ich den Zweiten Monat. Nebenbei. Ich schreibe auch gerade "Die Saisonpause". Dazu richte ich gerade einen Handel auf WP ein. Dort gibt es von Amazon die signierten Bücher. Ich muss mich jetzt noch schlau machen, was die jeweiligen Sendungen kosten. Bisweilen hinterlege ich in diversen Läden, Tankstellen und Restaurants die signierten Bücher zum Verkauf. Dort gibt es die Bücher für den normalen Preis ohne Zustellung. Beachtet bitte, dass ich den Händlern natürlich ihren Aufwand bezahle und sie am Erlös beteilige.

In Italien kostet das Buch übrigens ein paar Cent weniger:

https://www.amazon.it/dp/B09NRQ1TG4

https://www.amazon.de/dp/B09NRQ1TG4

Natürlich können Sie es bei BoD erwerben:

https://www.bod.de/buchshop/leblos-im-schnalser-stausee-kh-beyer-9783752623307

Dort habe ich natürlich ein anderes Cover gefertigt.

Rosenkohleintopf

Die sparsame Küche

Im Angesicht der kommenden Not in europäischen Haushalten, sehe ich mich veranlaßt, auf mein Buch: "24 Eintöpfe" aufmerksam zu machen. In diesem Buch lerne ich Ihnen nicht nur Eintöpfe, sondern:

Ratschläge zum
Umgang mit
Lebensmitteln,
Technik,
Energie
und
Reinigungsmitteln

Dementsprechend werde ich das Buch umbenennen und passend schreiben. Ein Eintopf muß nicht unbedingt eine Suppe sein. Selbst Pasta, Risotti und Geröstl sind Eintöpfe. Davon gibt es in der Arbeiterküche tausende Gerichte. Sie erhalten damit, auch als Ungeübter, die Möglichkeit, zu Hause mit sehr wenig Aufwand, sich und ihre Angehörigen schmackhaft zu bekochen.

Rosenkohleintopf

Rosenkohl ist ein Gemüse, das idealerweise nach dem ersten Frost am besten schmeckt. Er wird frisch und als Feinfrost angeboten. Mein Favorit ist die Feinfrostvariante.

Rosenkohl kocht man am besten wie Spargel, mit Salz und etwas Zucker. Für den Eintopf koche ich den Rosenkohl zusammen mit Kartoffelstücken. Nachdem beides weich ist, gebe ich etwas Butter und Muskat hinzu. Als Fleischzugabe eignet sich besonders ein klassisches Rippchen, das ich nach dem Anbraten, zusammen mit dem Rosenkohl und den Kartoffeln im Stück ansetze und erst nachträglich vom Knochen löse und fein schneide.

 

 

 

Fortsetzung Die Saisonpause

Die Saisonpause

Die Unterlagen auf dem Arbeitsamt waren nicht ordnungsgemäß. Mein Chef hat die Formulare falsch ausgefüllt. Das bedeutet, ich bekomme in diesem Monat kein Geld. Ganz sicher auch nicht in den kommenden zwei Monaten. Wir gehen noch Mal zusammen zur Gewerkschaft. Dort will man sich kümmern. Nach zwei Stunden Wartezeit bekomme gleich eine Standpauke von Erich, einem Gewerkschafter. Er kontrolliert unsere Abrechnung.

"Du musst das nächste Mal darauf achten, diese zwei Formulare, ausgefüllt, mit zu bekommen."

Er zeigt sie mir die Formulare.

"Im kommenden Jahr können die Formulare schon wieder etwas anders aussehen. Du musst die Nummer verlangen."

"Und was fehlt sonst noch?"

"In dem Formular muss stehen, das Arbeitsverhältnis wurde wegen Saisonende beendet."

"Das Formular füllt aber nicht der Arbeitgeber aus."

"Den ihr Verband ist nicht viel besser. Die tun so, als müssten sie das bezahlen."

"Du hast Recht. Wir haben das bezahlt."

"Es ist Dein Geld und das Deiner Kollegen."

"Kann ich das noch ändern?"

"Du musst Deinen Chef erwischen und das neu schreiben lassen."

"Der liegt sicher schon im Urlaub."

"Dann bekommst Du so lange keine Geld."

Die Auskunft hebt unsere Urlaubsstimmung ungemein.

"Wir werden also beschissen nach Strich und Faden."

"Mit Neuen probieren die das immer", sagt Erich.

"Haben wir es nur mit Verbrechern zu tun?"

"Es gibt Ausnahmen."

"Leider habe ich bis jetzt noch keine Ausnahme getroffen. Kannst Du mir sagen, welche Firmen ehrlich sind?"

"Das könnte ich schon. Nur, nützen wird es Dir wenig."

"Warum?"

"Weil unsere Einheimischen die Firmen kennen."

"Das heißt, wenn ich eine Stelle bekomme, ist das ein Betrieb, der von Einheimischen gemieden wird."

"Besser kann ich es nicht sagen, Karl. Ihr müsst morgen noch einmal kommen. Dann sind die Unterlagen fertig."

"Eine Woche Urlaub ist schon mal weg. Wegen der Meldung zur Arbeitslosigkeit. Mach Dir einen schönen Tag, Erich."

"Du musst noch abrechnen bei mir."

Ich gebe Erich unseren Jahresbeitrag und die Bearbeitungsgebühr. Die Urlaubskasse wird schmaler.

Kaum sind wir zu Hause, klingelt es an unserer Haustür. Der Postbote steht unten und will mir ein Einschreiben übergeben. Ich soll unterschreiben.

"Du bist wohl zu schnell gefahren?", fragt mich Toni, unser Postbote.

"Ich könnte mich nicht erinnern."

Den Umschlag öffnen wir in der Wohnung. Darin ist ein Bündel vorgedrucktes Papier. Gelegentlich erkenne ich eine Handschrift. Ehrlich gesagt, ich kann das Kauderwelsch nicht lesen, geschweige verstehen.

Joana sieht sich das Papier an; blättert und blättert, liest und liest das zweite Mal.

"Du bist gestoppt worden", ist ihre Feststellung nach der Literatur.

Leseprobe Der Saisonkoch - Zweiter Monat

Der Saisonkoch Zweiter Monat

Tag 36

 

 

Es ist Samstag und wir wecken nicht durch den Wecker auf, sondern vom Lärm am Hotel. Ein Bus mit relativ jungen Leuten ist angekommen. Mit dem Blick aus dem Fenster, sehen wir, es sind holländische Gäste. Wir hören Dursun, wie er "Pst" zischt und sehen ihn danach heftig gestikulieren. Wahrscheinlich hat Alfred die Personalzimmer bewusst so platziert, dass wir mit unseren Gästeanreisen aufwecken. Ich glaube, Alfred hat diese Gäste schon gestern Abend erwartet. Aus dem Grund steht Dursun auch schon in der Tür. Die Anreisenden hätten sonst läuten und etwas warten müssen. Es kann auch sein, der Busfahrer hat wie üblich, schon vorher angerufen.

Von den Anreisenden macht keiner irgendwelche Anstalten, Türen und Behälter, leise zu betätigen. Im Gegenteil. Wir hören jedes Wort und jede Handlung. Am lautesten gehen sie mit den Skiern und den Taschen um. Bei Einigen denke ich, sie sind schon in Skischuhen ankommen. Sie trampeln laut. Schlagbohrmaschinen klängen dagegen wie Haarföne. Joana und ihre Kolleginnen werden sich über den Zustand des Foyers freuen. Eigentlich führt Dursun die Skigäste direkt in den Skiraum. Dort können sie die Ski, Skischuhe und die gesamte Skiausrüstung deponieren. Offensichtlich gibt es so viele Diebstähle bei den restlos, ehrlichen Westeuropäern untereinander, dass sich Keiner dieser Anreisevariante bedient. Dursun soll ihnen Alles auf die Zimmer schleppen. Marlies wird für Dursun heute ein Extrafrühstück vorhalten müssen.

Wir trinken gemeinsam Kaffee und erzählen uns, was wir so am Vortag erlebt haben.

Köche sind im Allgemeinen, ziemlich viel gewöhnt. Aber es sind Schilderungen Joanas dabei, die selbst mir den Kaffeegeschmack verderben können. Ein Bad war bis an die Decke mit Dünnschiss bespritzt, ein anderes, mit Kotze verstopft und in einem Zimmer, waren selbst die Betten mit diesen Garnituren versehen. Manchmal denke ich mir, selbst Krankenhäuser können, kein, so ein Aufkommen an Stuhl - und Magenproben aufweisen wie Hotels. Man könnte fast davon ausgehen, die gesunden Menschen liegen im Krankenhaus und die kranken, im Hotel. Unsereiner würde sich zu Tode schämen, so ein Zimmer zu hinterlassen. Ahu hat Joana gestern erzählt, sie musste ein Zimmer putzen, welches von einem Hund oder soll ich Kalb sagen, vollgeschissen wurde. Offensichtlich hat dieser Riesenhund auch noch im Bett geschlafen und von hübschen Hündinnen geträumt. Ein menschlicher Mitbewohner war jedenfalls nicht anwesend in dem freien Bettplatz. Ich wüsste jedenfalls kein Beispiel, bei dem ein DDR - Urlauber, jemals so ein Zimmer hinterlassen hätte. Nicht mal unsere Bauarbeiter waren zu solchen Zimmerhinterlassenschaften fähig, wenn sie am Abend davor ein Saufgelage abgehalten hatten. Offensichtlich ist in der neuen kapitalistischen Gesellschaft die Hemmschwelle soweit gesunken, dass sich selbst Tiere eher schämen als unsere Mitbürger. Anders, jedenfalls, kann ich mir das nicht erklären. 

Joana war etwas spazieren bei uns