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Giro 031221

Ein herrlicher Tag heute. Wir hatten 20 Grad auf dem Balkon. Was bleibt da? Eine kleine Giro, so lange es warm ist.

Also, bin ich ins Unterland eine Runde gefahren. Freitags fahre ich eigentlich nicht gern. Mir ist an diesem Tag zu viel Schwerlastverkehr unterwegs. Alle Fahrer wirken etwas unaufmerksam. Auf den Lenkern liegen die Handys und es wird eifrig getippt. Auto fahren, ist Nebensache.

Wie gewohnt, trinke ich in Laag im Jacky Pub einen doppio Macchiato. Zwei Euro für einen doppelten Kaffee! An der deutschen Autobahn hätte ich dafür 8€ gedrückt. Gut, dass mer aktuell nicht hin dürfen:-))

Für einem Giro nach Hause zu meinen 85-jährigen Eltern und Verwandten, der jetzt eigentlich nach zwei Jahren Gefängnis wieder mal fällig wäre, aber von den Besatzern nicht erlaubt wird, nehme ich eigentlich den Kaffee immer mit. In Thermoskannen. Es bleibt also nur der Weg, nach Hause zu grüßen. Eigentlich trifft man weder im Auto noch auf dem Moto, irgendeinen Menschen.

In dem Sinne, hoffen wir doch, unsere Angehörigen noch in diesem Zustand zu treffen. Das ist die uns, von Besatzern versprochene, Reisefreiheit in blühende Landschaften:-))

Ich erinnere mich gerade, diese blühenden Landschaften hat man 1933 auch den Insassen der KZ‘ s prophezeit. Heraus kam ein Freiflug in den Himmel und ein Plätzchen im Aschkasten, ah ne, im Olympiastadion auf der Aschbahn.

Übrigens: Auf der linken Seite der Verkleidung seht Ihr die Spuren meines Sturzes.

Ausfahrt 261121

Ausfahrt 261121

 

Die heutige Ausfahrt führte uns an den Gardasee. Da war es tatsächlich fast zehn Grad wärmer als bei uns hier.

Und nicht nur das.

Offensichtlich ist bei uns der Benzinpreis an die Temperatur gebunden. Benzin und Diesel waren auch zehn Cent niedriger.

Bisher dachte ich, der Benzinpreis ist an den Gaspreis gebunden.

Wir hatten auch eine Kontrolle von freundlichen Carabinieri. Ausweiskontrolle.

Wie wir wissen, befinden sich einige Gemeinden in Südtirol im Ausgangsverbot. Und schau. Am Gardasee wird das kontrolliert. Die Carabinieri aus Malcesine kennen uns Südtiroler.

Die Strecke von Riva nach Garda herrscht eine Geschwindigkeitsvorgabe von 50 km/h. Auf zwei Kilometern darf man dem Tod in die Augen schauen und 70 km/h fahren.

Durch die Ortschaften wurden wir laufend überholt, weil wir 50 km/h fuhren. Überholt wurden wir mit deutlich über 50 km/h; ich schätze, 70km/h und mehr. Die Überholer waren, und jetzt halten wir uns fest, ausnahmslos Frauen. Und jetzt kommt der Clou. Alle diese Überholer (-innen) fuhren einen Panzer. Das sind die Geräte, die sich an Fußgängerschutzstreifen schlecht bremsen lassen.

Waren es nicht die Frauen, die lautstark, die Sicherheit ihrer Kinder im Straßenverkehr forderten? Genau aus dem Grund, wurden so viele teure Blitzeinrichtungen gebaut. Natürlich für Ortsfremde.

Kleine Ausfahrt 061121

Heute bin ich über den Gampen nach Mezzolombardo und zurück über Salurn, Laag und Kaltern. Natürlich habe ich im Jacky Pub einen doppelten Macchiato im Freien getrunken. Eigentlich besuche ich gelegentlich Gaststätten oder Märkte, um für meine Bücher zu werben. Ich bin der Bettler, der dort seine Visitenkarten verteilt.

Auf dem Gampen fällt gerade der Schnee, der sich in den Baumkronen gesammelt hat. Die Tour ist also nicht einfach. Stellenweise gibt das eine geschlossene Schneedecke. 

Kaum hat man den Pass überwunden, wird es aber bedeutend freundlicher: 

 

Ausfahrt 301021

Eigentlich wäre heute ein verlängertes Wochenende. Zu den Zeiten haben wir in der Küche, Blut und Tränen geschwitzt. An so einem Tag kann ein Arbeiter in der Gastronimie umgehend lernen, dass unsere Mitbürger zu 80% das sind, was eine Riesenschlange kurz vor dem Schwanzende trägt. 

Wir haben es Denen heute gleich getan und sind, wie Alle, an den Garda gefahren. Die Fotos reiche ich nach. Ich habe jetzt Hunger und bin etwas müde. Und was soll ich sagen? ein Stau; nirgends.

Zwei Drittel der Kneipen zu. Ein paar mit Gästen; das war's.

Leider, und das betone ich, konnte ich eine sehenswerte Regatta auf dem Garda nicht fotografieren. An unserem Heck hing ein zäher Stoßstangenküsser. Eine leichte Bremsung hätte den durch unser Auto befördert.

Eigentlich, und das ist schade, wollte ich mit dem Moto fahren. Ich spüre nix mehr von Schmerzen; nur mitunter einen leichten Druck, wenn ich es übertreibe. Bei uns waren es zum Start, zwei Grad. Und das hat mich abgehalten. Wegen der Autoschlange und dem bisweilen rücksichtslosen Inhalt von Ellbogenpolierern, befürchtete ich dabei Rutschmanöver. Und die kann ich im Moment, sehr schlecht, schmerzlos abfangen.

Der Blick von Masi di Vigo in Rchtung Monte Alto/Monte Corno

Fortsetzung Die Ermittlung

Der Abend ist gelaufen. Toni und Monika verabschieden sich von Marco. Marco möchte noch etwas überprüfen zu Hause. Sie verabreden sich für morgen im Büro.

Die Zwei schaffen die letzte Seilbahn. An der Tür hängt heute kein Beutel. Toni hatte nichts bestellt. Es ist noch etwas vom Vortag zu Hause.

Am Morgen fahren Beide wieder mit dem Motorrad. Sicherheitshalber nehmen sie Regenkombis mit. Eine Schlechtwetterfront wurde angekündigt.

Im Büro tragen sie alle Aussagen zusammen und beratschlagen den weiteren Weg. Das Telefon klingelt. Ein Hotelier ist dran. Die zwei Hilfskräfte sind schon angekommen. Gleichzeitig. Toni staunt. "Sind die geflogen?"

Tatsächlich. Die Kollegen wurden eingeflogen. Die erste Nacht verbrachten sie im Hotel.
"Die haben wir gestern erst bestellt", sagt Toni.

"Eine flotte Truppe", antwortet Monika.

In der folgenden Arbeitsbesprechung besprechen die Fünf, Milos, den Pole, im Hokus Pokus zu platzieren und Garbor, den Ungar, in Bozen im Hotel Sonnenuntergang zu beschäftigen. Dort arbeiten sowohl polnische als auch ungarische Kollegen. Bis auf Zwei, schlafen sowohl die Kolleginnen als auch die Kollegen in den Mietshäusern. Hannes hat sie vorübergehend in einer kleinen Wohnung für den Hausmeister in der St. -Vigilstraße untergebracht. Direkt im Zentrum der Ermittlungen.

Marco ist abends noch in der Stadt, Streife gefahren. Er hat die Trentiner-, die Schlachthof- und die Innsbrucker Straße abgefahren. Er nimmt sich vor, am kommenden Tag noch andere Straßen zu kontrollieren. Ihm kam vor, er hätte einige Kolleginnen Dareks an der Tankstelle gesehen und einige andere, vor einem Imbissbetrieb auf der Innsbrucker Straße. Monika ist bereit, morgen eine Streife mit zu fahren. Toni will eine Extratour fahren. Milos und Gabor ermitteln getrennt in den Mietshäusern.

Die Kollegen vereinbaren, eine Nachtschicht einzulegen. Monika fragt, ob sie ihren scharfen Fummel anziehen soll. "Die kennen dich bereits. Das würde uns verraten", sagt Marco. "Wir hätten gleich eine Kollegin aus Ungarn oder Polen mit anfordern sollen. Ich werde das heute nachholen."

"Die können wir aber nicht bei den Kollegen schlafen lassen", antwortet Toni.

"Nein. Die Kollegin bekommt ein Zimmer im Sonnenuntergang."

"Die hat es gut. Da werde ich morgen mal mit vorbei schauen", sagt Gabor.

"Die scharfen Ungarn wieder", scherzt Monika.

"Ich gehe auch mal nachschauen", sagt Milos.

"Sandwich?", fragt Monika.

"Bist du neidisch?", fragt Gabor zurück.

Gabor ist schon ein hübsches Bürschchen.

"Der bekommt sicher viel Trinkgeld beim Bedienen", sagt Toni. Toni kennt die Südtiroler Frauen.

Fortsetzung folgt

Sellajoch auf einer Wintertour

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