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Fortsetzung Die Motive

Am Morgen verabschieden sich die zwei frisch Verheirateten und Marco. Der Fall ruft zur Eile. Zuerst geht Marco ins Verhör. Toni soll etwas später dazu stoßen. Papa Lukas hat Monika drei Tage frei gegeben. Die Tage will Monika nutzen, Toni etwas Ordnung in seine Hütte zu bringen. An den Unterlagen kommt sie nicht vorbei. Die Neugierde lässt ihr keine Ruhe. Monika liest sich fest.

Toni ist mit der Seilbahn runter gefahren. Es regnet. Am Berg führt das regelmäßig zu kleineren Muren. Die schütten sehr viel Kies und Sand auf die Straße. Das ist Toni auf der schmalen Straße etwas zu gefährlich.

Im Meraner Büro angekommen, wird er bereits von Marco begrüßt. "Es gibt neue Erkenntnisse", sagt er. Der Unfall mit dem Motorradfahrer geht zu deren Lasten. Max, der schon das erste Vergehen gestanden hat, hat auch das zweite zugegeben. Sie hätten bei dem Motorradfahrer nur die Papiere gesucht, um die Nothilfe zu informieren. Nach dem Raub der Wertsachen und der Papiere, hätten sie einen Tag gewartet, ob ihn jemand findet. Tags darauf, sind sie mit dem Fahrrad hin gefahren, und haben die Nothilfe informiert. Die Spurensicherung fand deren Autospuren. Die Geständnisse waren also nur eine Geduldsfrage.

Auf die Frage, wie viel Geld und Wertsachen sie dem Motorradfahrer entnommen haben, kam die größte Lüge. Sie hätten bei ihm nur zwanzig Euro gefunden und die Papiere. Die haben sie wie die anderen, verkauft.

Fortsetzung folgt

Fortsetzung Die Motive

Monika verspricht Toni, ihm bei seinen Ermittlungen zu helfen. Toni verspricht sich Etwas davon. Monika hat sowohl reichlich Menschenkenntnis als auch ein sehr logisches Denkvermögen. Der Polterabend geht ziemlich lange. Alle freuen sich, diesen Anlass ganz in Familie zu feiern. Ein paar Hausgäste kommen neugierig gratulieren. Eigentlich reicht das, um es im Umfeld bekannt zu machen. Die Zwei haben die Hochzeit in Lana bestellt.

Am Morgen trifft sich die Familie. Alle sind nervös. Die Frauen haben jetzt schon feuchte Augen. Tonis Eltern warten in Lana. Die Hochzeit ist schnell beglaubigt. Nur die Familienangehörigen fotografieren etwas. Gemeinsam Essen, wollen die Gäste auf der Hütte. Flavio hat schon Etwas vorbereitet. Es gibt ein Ultner Spanferkel vom Grill. Das ist zusammen mit einem Ultner Lamm gekommen, das Flavio bestellt hatte. Das Lamm grillt er auch. Vielleicht haben die Gäste Appetit darauf. Den Rest wird er sicher an die anderen Gäste verkaufen. Die schleichen eh schon eine geraume Zeit um den Grill. Der Duft lässt sie nicht ruhen.

Trotzdem Keiner von der Hochzeit gesprochen hat, sind nahezu fünfzig Gäste zugegen. Marco lacht zusammen mit Lukas. "Südtiroler Verschwiegenheit", sagt Marco.

Frieda und Lukas übernehmen die Kosten. Sie streiten darüber gerade mit Waltraud und Walter. Die Einigung wird mit einem Selbstgebrannten begossen. Sie teilen sich die Kosten. Der Abend ist sehr schön. Vollziehen kann Toni die Ehe heute nicht mehr. Er ist schwer angetrunken. Monika tröstet ihn und sagt, "die Ehe hast du ja gestern schon so gut vollzogen."

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Fortsetzung Die Motive

Zwetschgenkuchen mit Streuseln. Toni schluckt bei dem Anblick. Der Kuchen ist mit Mürbeteig gebacken und noch warm. Das ganze Zimmer riecht nur nach diesem Kuchen.

"Morgen könnt ihr heiraten", sagt Mama Frieda. Lukas, der Papa, kommt und gratuliert schon. Er hat einen Hausbrand und fünf Gläser in der Hand. Toni staunt.

"So schnell?"

"Besser heute als nie", antwortet Lukas. Der freut sich riesig. "Monika wartet auf Dich schon zwei Jahre."

Marco wirkt etwas berührt von der Begegnung. Er hat feuchte Augen.

"Das Verhör morgen, musst du allein führen", sagt Toni zu Marco.

"Bei dem Register, können wir die Radfahrer auch einen Tag länger sitzen lassen bis zur gerichtlichen Anhörung."

"Wollt ihr gleich hier übernachten?", fragt Frieda.

"Gerne!", antwortet Marco.

Toni wird wahrscheinlich gar nicht mehr gefragt. Er ist überstimmt. Lukas gibt ihm zu verstehen, "du hast doch Monika gestern geheiratet."

Jetzt weiß Toni, woher der Wind weht. Abgemacht ist abgemacht. Jetzt kommt er nicht mehr weg ohne einen erheblichen Verlust seines guten Rufes.

Der Zwetschgenkuchen ist ein Gedicht. Der Kaffee könnte etwas besser sein. Toni bestellt um auf Kakao.

Frieda schaut etwas misstrauisch.

"Mir drückt etwas der Bauch", entschuldigt sich Toni kleinlaut. Monika weiß, Toni trinkt Filterkaffee. Und genau mit dem, haben Südtiroler kein glückliches Händchen.

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Fortsetzung Die Motive

"Über unsere Pilze sind die Trottel auch gefahren", jammert Marco. Er hält einen schönen Steinpilz in der Hand, den die Radfahrer teilweise zermatscht haben.

Vor der Hütte Monikas sehen sie von Weitem, hunderte Fahrräder.

"Naturschutz pur", lästert Marco. Toni sieht einen Riesensteinpilz und läuft hastig hin.

"Du stehst in einem Scheißhaufen, Toni", ruft Marco.

Toni schaut auf seinen Schuh.

"Das hätte ich eigentlich sehen müssen. Hier liegt eine ganze Papierfabrik."

"Es fehlt nur Butterbrotpapier", scherzt Marco.

"Jetzt weißt du wenigstens, was unsere Kühe und Schafe krank macht."

"Nicht nur die!", antwortet Marco aufgeregt. "Da kannst du auch blind werden bei am Anblick von so einem fetten, rosa Hintern."

"Das Schnitzel hast du dann umsonst gegessen."

Die Unterhaltung lässt die Zwei den Weg vergessen. Schon stehen sie vor der Hütte in einem Meer aus herum liegenden Fahrrädern.

"Wenn wir hier ohne Beinbruch durchkommen, dürfen wir unserem lieben Herrgott danken."

Auf dem etwas entfernten Hubschrauber Landeplatz, steht ein Hubschrauber der Bergrettung. Sie verfrachten gerade ein Unfallopfer.

"Die zählt Keiner bei uns", lacht Toni. "In den Nachrichten kommen fast nur Motorradopfer vor."

"Ist ja logisch. Die sind auch bedeutend mehr als Autofahrer."

Monika bedient gerade Gäste am Buffet. Ihr Papa löst sie ab als er Toni sieht. Alle setzen sich ins Stübchen. Hier herrscht eine herrliche Ruhe. Gegen die Lautstärke vor dem Haus, ist das eine wirkliche Erholung. Monikas Papa kommt mit Kaffee und Strudel in der Hand. Die Mama bringt aus der Küche einen Extrakuchen.

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Fortsetzung Die Motive

Mit der Technik wird es zwar leichter, einen Täter zu finden. Aber nur, wenn die Fahnder an die Speicher heran kommen. Die Speicher sollten vielleicht an Stellen verbaut werden, an die nur Profis in einer Werkstatt heran kommen. Die Freiheit des Rasens wird zwar etwas eingeschränkt, dafür erhöht sich aber die Sicherheit. Für Radfahrer ist das fast schon unmöglich, das Speichermedium zu verstecken.

Im Falle der Testfahrer benötigen die Zwei dringend wieder die deutschen Kollegen. Die müssen heraus bekommen, welche Routen die Testfahrer zurück gelegt haben. Eigentlich benötigen sie das nur für den Abgleich der Spuren.

Trotzdem rücken wegen der Spuren, die Radfahrer in den dringenden Tatverdacht.

Den Radfahrern hat Marco den Spurenbefund mitgeteilt.

Deren Raum für Ausreden, wird kleiner. Marco plant wieder eine Einzelbefragung.

Die zwei Kommissare besprechen einen Schlachtplan. Die Auswertung der vorhandenen Spuren zeigen schon konkrete Verdächtige im Fall Alfred. Bei den Radfahrern sind sie fast am Ziel. Das ergibt sich bei der kommenden Befragung und dem Abgleich der Spuren mit den Aussagen. Wenn jetzt keine neuen Spuren und Motive hinzu kommen, können sie den Fall fast als geklärt ansehen.

"Wie wäre es mit einer kleinen Wanderung zur Boxerhütte", fragt Toni seinen Kollegen.

"Die frische Luft wird uns gut tun. Danach verhören wir die Deutschen."

"Willst Du das wirklich noch heute tun oder bis morgen warten?"

"Naja. Es sind noch ein paar Beweise unterwegs."

An ihnen fährt gerade eine Gruppe Mountainbiker vorbei. Die sprechen auch Deutsch. Keiner fährt auf dem Weg. Alle reißen fleißig die Grasnarbe auf. Dabei geben sie Laute ab, wie "Jeeh!" und "Geil!" Toni zweifelt schon langsam an deren Zurechnungsfähigkeit.

"Sind die frisch entlassen worden?"

"Klingt so."

Die Zwei lachen laut.

Fortsetzung folgt

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