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Auszug "Der Saisonkoch-Zweiter Monat"

Der Saisonkoch Zweiter Monat

Zwischenzeitlich habe ich alle Schnitzel geschnitten und gewalzt.
Würzen tu ich die gleich zusammen in einer großen Schüssel. Die
Schnitzel, die noch paniert werden sollen, belasse ich in der
Schüssel, während ich die Naturschnitzel mit etwas Öl vermenge
und in mein Kühlfach gebe. Alois wollte seine Kartoffeln schälen.
Ich habe ihm gesagt, dass es mir lieber wäre, wenn er alle
Kartoffeln als Pellkartoffeln dämpft. Alois findet das auch besser
und gibt mir ein Kompliment. In die zu panierenden Schnitzel gebe
ich jetzt etwas doppelgriffiges und einfaches Mehl, ein paar Eier
und rühre das Ganze um. Jetzt kann ich mit einer Hand, der linken -,
zügig die Schnitzel panieren. Ich frage Jürgen, ob er auf dem Spieß
noch Platz hat, weil ich darauf gleich die Nackenteile des Kammes
stecken will. Es ist noch Platz bei den achtzig Hähnchen, die schon
drauf stecken. Achtzig Hähnchen ergeben dreihundert zwanzig
Portionen, wenn sie geviertelt werden sollen. Bei unserem Personal
und auch bei dem Pistenpersonal, wird geviertelt- und bei unseren
Gästen, auf Wunsch, auch halbiert serviert. Dazu gibt es Pommes
oder auf Wunsch, Hauskartoffeln. Hauskartoffeln sind in etwa mit
Wedges zu vergleichen. Es sind gebackene Kartoffelspalten.
Italiener sagen dazu, Bratkartoffel. Für einen deutschen oder
österreichischen Gast, sind Bratkartoffeln, gebratene
Kartoffelscheiben. In Südtirol nennt man die, Röstkartoffeln.
Sobald man also, als Koch länderübergreifend arbeitet, möchte
man sich an die unterschiedlichen Namen recht schnell gewöhnen,
weil es sonst ein gewaltiges Chaos verursacht.
Unser Mittagsgeschäft ist vorbereitet und jetzt kommt das
Personal zum Essen. Die Gelegenheit ist günstig, um sich
vorzustellen, ein Gesundes Neues Jahr zu wünschen und etwas
auszuhorchen. Aus Galtür kommen genau, zwei Mitarbeiter. Eine
junge Kollegin geht als Bedienung und ein Kollege arbeitet am
Tresen. Alle anderen Mitarbeiter sind Ausländer, wie ich. Aus der
DDR ist eine Kollegin, die bereits nach Kappl ausgewandert ist. Sie
kommt aus Halle und ist eine gelernte Kellnerin. Ihrem Alter nach
zu urteilen, hat sie den Beruf nicht nach DDR - Kriterien gelernt.
"Hamm'mer ni" bedeutet also nicht, dass wir das Produkt nicht
mehr haben, sondern, dass wir das Produkt gegen Aufpreis
verkaufen. Fast wie zu Hause.
Alois bietet mir an, dass er mir die Beilagen für meine Hauptgerichte
mit macht. Ich lehne das ab, weil das für gewöhnlich einen irren
Stau, aber zumindest, zusätzlichen Stress verursacht. Wir sind
bereit zur Ausgabe. Ich öffne das Fenster für den Direktverkauf und
ruckzuck, stehen Kunden vor mir. Die Bestellungen der ersten
Kunden ähneln denen, die von den letzten Kunden abgegeben
werden. Man bestellt die komplette Karte. Die Grillhähnchen laufen
gut aber auch die Schnitzel. Aus dem Restaurant kommt der erste
Meter Bons. Die Kellner geben das per Fernbedienung ein. Die
Eltern bestellen ihren Kindern grundsätzlich Pommes.
Offensichtlich ist kein Geld und auch kein Wille da, den Kindern
eine vollwertige Speise zu bestellen. Erziehung ist ein Fremdwort
im Westen.

 

Auszug "Der Saisonkoch-Zweiter Monat"

Der Saisonkoch Zweiter Monat

Der Salatkoch stellt sich mit Jürgen und der Zweite,
mit Alois vor. Jürgen ist ein recht großer, fester Kollege, der mir
etwas hochdeutsch klingt. Ich sage ihm, dass er mit der
Voraussetzung schon mal die Annonce mit übernehmen kann. Er
sagt, er kommt aus Deutschland und möchte Saisonarbeit lernen.
Alois kommt aus der Grazer Gegend. Das ist schon mal ein ganz
schöner Weg nach Galtür. Er hätte in der Nähe eine Freundin und
deswegen ist er da.
Die Gerichte für das Tagesgeschäft sind einfache Imbisse. Abends
werden etwas festere Speisen angeboten. Menüs für Hausgäste
werden nicht gesondert gekocht, dafür aber ein oder zwei
Tagesgerichte. Insgesamt klingt das ziemlich übersichtlich und von
den Ansprüchen her, auch gemütlich. Wir verabreden uns für
Morgen, acht Uhr.
Kaum komme ich zur Chefin, fragt sie, ob wir uns einig geworden
sind. Der Ersatzkoch kommt auch morgen, hat sie gerade erfahren.
Sie legt mir gleich einen Vertrag hin. Das würde ziemlich streng
kontrolliert bei ihnen. Andreas fragt mich, ob wir noch einen Kaffee
zusammen trinken. Ich begrüße das Angebot, weil die Wirkung des
schon getrunkenen Kaffees, nachzulassen scheint. Andreas sagt, er
ist Deutscher und er hat sich in die Gegend verliebt. Rosi wird leicht
rot bei der Aussage. Ich befrage die Beiden nach der aktuellen
Lawinensituation und sie antworten mir, dass da im Moment nichts
zu befürchten ist. Wir verabreden uns auf acht Uhr, morgen Früh.
Jetzt steig ich schnell ins Auto, um noch rechtzeitig meinen lieben
Wolfgang und seine Maria zu erreichen. Ich muss unbedingt sehen,
wie der Laden läuft. Es ist Mittagszeit und auf den Straßen ist
schon erheblicher Betrieb. Der Parkplatz von Ischgl ist rappelvoll.
Im Ort staut es gewaltig. Man ist beim Einkaufen. Als Koch könnte
ich mir in Ischgl nicht mal eine Tüte Bonbons kaufen. Der Großteil
des ausländischen Personals geht meist in Landeck einkaufen. In
den Touristenhochburgen gibt es für das Personal wenig
Möglichkeiten. Meist werden die Kollegen beauftragt, Etwas
mitzubringen. Die beengten Verhältnisse in den Personalzimmern,
die Preise für Tanzveranstaltungen, Kaffee oder ein Stück Kuchen,
sind unerträglich und wirklich nur mobil zu ertragen. Und genau das
erlebe ich jetzt zu Mittag. Neben den Touristen, fährt jetzt das
Personal der Gegend zur Zimmerstunde, das Personal, welches frei
hat, in die Stadt oder zurück, die Neuanreisen in ihre Hotels, die
Eltern ihre Kinder abholen und die Frühstückskräfte nach Hause.
Der Weg nach Kappl dauerte entsprechend und ich habe den
Gasthof erst nach dem Mittagsgeschäft erreicht. Die Jungs waren
bereits auf Zimmerstunde und Wolfgang auch. Maria stand noch an
der Rezeption und war wirklich erfreut, mich relativ gesund wieder
zu sehen. "Der Verband ist aber ganz schön groß."
"Du müsstest mal den Schnitt sehen, der ist genäht worden und
sieht nicht wirklich gut aus."
"Aber, das Autofahren geht schon wieder."
"Ja. Ich muss auch etwas arbeiten, weil unsere Raten bezahlt
werden müssen. Wir wollen im Frühjahr fertig sein damit."
"Wir werden wahrscheinlich nie fertig mit unseren Raten. Es ist zu
viel."
"Hat sich schon Etwas ergeben mit der Versicherung und dem
Notstandsfond?"
"Nichts. Ich drehe fast durch. Die Schreiberei....es ist kaum zu
schaffen."
"Lass das doch den Hotelverband machen."
"Die tun auch nichts. Trinken wir einen Kaffee?"
"Ich bezahle. Ist Soltan noch da?"
"Die sind Alle kurz mal zu Hause. Nur Muchmat und Ali sind noch da.
Zum Glück. Die Zwei schmeißen das halbe Geschäft."

Kein Motorrad unterwegs

 

Auszug "Der Saisonkoch-Zweiter Monat"

Der Saisonkoch Zweiter Monat

"Wie war die Nacht? Schmerzen?"

"In der Nacht hatte ich keine, dafür aber nach dem Schuhe anziehen, erhebliche Schmerzen."

"Mir geht das auch so. Mit einem Schnitt schlage ich immer irgendwo an."

"Ich muss acht Uhr beim Arzt sein."

"Du hast Glück. Heute ist relativ wenig Verkehr."

Es deuten sich ein paar Erleichterungen an. Marlies kommt um die Ausgabe und gibt mir ein Küsschen auf die Wange. Womit habe ich das verdient?

"Dein Hirschgulasch gestern, war absolute Spitze. Ich hab welchen mit nach Hause genommen und wir haben das in Familie gegessen."

Offensichtlich war Marlies abends noch mal da. Ich frag nicht weiter.

Wenn Alfred ihr welchen mitgegeben hat, dürfte es reichlich Überhang gegeben haben.

Das Auto ist aufgetaut und wirklich, wohlig warm geworden. Die Methode gefällt mir. Alfred nimmt Alles mit rein und verabschiedet sich. Ich werde auch noch bedient.

Das Einzige, was noch etwas steif wirkt, ist die Lenkung samt Bremsen. Ich muss vorsichtig fahren. Dursun winkt mir hinterher.

Bereits auf der Hautstraße, geht das Auto wie gewohnt. Ich kann wieder einhändig fahren, um meine Hand etwas zu schonen. Es blutet nicht. Den Reschen runter bin ich fast allein. Nicht mal ein Lieferant war zu sehen. An den Rändern zum Fels, war es spiegelglatt. In den Felsen hingen Eiszapfen von zwei-drei Meter Länge. Wenn die kommen, wird's dunkel. Zum Glück ist hier kein Laster unterwegs. Bei den Kurven muss ich bisweilen meine zweite Hand mit benutzen. Es schmerzt noch. An der Schweizer Abfahrt in Richtung Sankt Moritz steht ein Auto und in Richtung Samnaun, keins. Die Orte wirken wie ausgestorben. Ich habe zumindest mit Personal gerechnet, das auf dem Weg zur Arbeit ist. Nichts. Die Disco in Pfunds, dunkel. Wie scheint, haben diese Feiertage wieder eindrücklich auf die Kreditkarten gewirkt.

An der Abfahrt zu Serfaus wird es dagegen erheblich bewegter. Heimreiseverkehr. Ich bin nicht mehr allein auf der Straße und werde schon wieder von vollgepackten SUV's mit Heck- und Dachgepäckträgern überholt. Mir fällt es schwer, den Scheibenwischer einzuschalten und dabei die Spur zu halten. Hinter diesen Traktoren bilden sich wahre Fontänen aus Salzwasser.

An den Tankstellen finden sich ein paar Handwerker ein, die gerade noch ein Frühstück nehmen bevor sie zur Arbeit gehen. Im Tunnel von Landeck ist schon zähfließender Verkehr. Alles Deutsche und ein paar Holländer. Ich halte einen großen Abstand wegen deren Gepäckträgern. In Zams komme ich eine dreiviertel Stunde zu zeitig an. Vor der Klinik steht ein kleiner Imbisswagen, der auch Kaffee führt. Der Betreiber ist ein Türke. Er kocht einen Kaffee..., ein Hochgenuss. Wir reden etwas zusammen und er verrät mir, dass sie als Familie diesen Stand betreiben. Er hat Frühschicht und geht danach einkaufen. In den Ferienzeiten helfen ihm seine Kinder und sonst, seine Frau und seine Mutter. Auf den Öffnungszeiten hat er von sechs Uhr bis zweiundzwanzig Uhr stehen. "Wer kommt denn zu Ihnen, wenn das Krankenhaus geschlossen hat?"

"Dort! Schau! Dort is ne Haltestelle."

"Und die bringt Ihnen die Gäste?"

"Joa. Hier muss Leute umsteigen und woartn."

Er verkauft auch ein paar Zeitungen und Lotto. Unsere italienischen Landsleute lassen die Lottoverkäufer gut leben. Ich hab nicht gedacht, dass das in Österreich auch so ist. Auf alle Fälle, lohnt sich so der Imbiss.

Ich hab jetzt den dritten Kaffee rein und sehe, wie mein Arzt kommt. Er kommt zu uns und bestellt sich einen Kaffee. Der Imbissbetreiber möchte den Kaffee von ihm nicht bezahlt haben. Man kennt sich gut. Der Arzt sagt zu mir, dass er seiner Familie oft hilft. Ein Kind von ihnen ist etwas behindert nach einem Unfall. Wir gehen zusammen in sein Behandlungszimmer und er betrachtet meinen Verband.

"Sie haben gearbeitet."

Auszug aus "Der Saisonkoch-Zweiter Monat"

Der Saisonkoch Zweiter Monat

Tag 32

 

Kurz nach Zwölf wecken wir vom Knallkörpergeräusch in unserer Nachbarschaft auf. Die Gäste von unserer Nachbarin feiern Neujahr und starten ihre Raketen und Knallkörper. Über Meran und in unserem Ort sehen wir ein herrliches Feuerwerk. Nach zehn Minuten hören wir, wie schon die ersten Fahrzeuge ankommen, um Gäste von Doris abzuholen. Die Feier scheint nicht lange zu dauern.

In der DDR gingen Silvesterfeiern bedeutend länger und die Feierlichkeiten waren wesentlich intensiver. Das lag einfach daran, dass in der DDR sämtliche Getränke und Speisen in der Gastronomie, erheblich preiswerter waren und kaum einen Unterschied zu den Ladenpreisen darstellten. Für DDR-Bürger war dem zu Folge, Kultur und Zusammensein, bedeutend erschwinglicher. Zum neuen Jahr erwartete den DDR- Bürger auch kein Entlassungsschein und schon gar keine unerschwingliche Versicherungsrechnung. Aus genau dem Grund, waren unsere Silvesterfeiern ausgelassen und echte Feierlichkeiten. Komischerweise konnten wir uns zum Neuen Jahr auch etwas vornehmen, ohne befürchten zu müssen, dass uns ein äußerer Umstand an der Umsetzung hindert. Genau das aber geschah Neunzehnhundertneunzig. In diesem Jahr wurden alle Wünsche im Juni umgeschrieben und in neunzig Prozent aller Fälle, durch äußere Umstände im Laufe des Jahres gebrochen. Diese Enttäuschungen wirken noch heute und bei sehr vielen unserer Mitbürger waren die Enttäuschungen und Misshandlungen so grob, dass sie sich das Leben nahmen oder mit falschen Medikamenten, umgebracht wurden. Allein in unserer Familie, waren es fünf Angehörige, die in der DDR noch leben würden. Einer unserer Väter wurde bei einer normalen Zuckerkrankheit auf Westmedikamente umgestellt und wir durften machtlos zusehen, wie er binnen einem halben Jahr, auf dreißig Kilogramm Körpergewicht zusammenfiel. Seine Frau, eine meiner Mütter, verstarb an Einsamkeit, weil wir Kinder uns das Geld woanders verdienen mussten. Ein Onkel, der in der DDR einen sicheren Behindertenarbeitsplatz als Beifahrer hatte, wurde entlassen. Er hatte in der DDR einen Arbeitsunfall. Dessen Arbeitsplatz wurde mit der Auflösung seines Betriebes, abgeschafft. Er lebte mit seiner Mutter, meiner Oma zusammen und sie sollten zusammen, von der gekürzten Rente unserer Oma leben. Beide legten sich vor den Gasherd und starben an Gasvergiftung. Unsere Familie hat damit mehr Opfer zu beklagen als kriegsgeschädigte Familien des Zweiten Weltkrieges, in dem wir als Familie, neben der Umsiedlung, auch ein Mitglied verloren. Zum großen Glück, hatte die DDR – Regierung unserer Familie, väterlicherseits, ein Gut mit Boden geschenkt, auf dem sich zu DDR - Zeiten gut auskommen ließ.

Zu jedem Neujahr gehen mir diese Gedanken durch den Kopf und meine Joana übt sich in gemeinsamen Mitgefühl. Es gibt also keinen Grund für uns, ein Neujahr unter diesen Bedingungen zu feiern.

Ritten September 2014

Beschreibung "Joana" Teil zwei

Der Saisonkoch Zweiter Monat

Beschreibung Zweiter Teil

Die Stellenbewegung des Ersten Teiles setzt sich im Zweiten fort. Dazu kommt die Bewerbungsphase für die Sommersaison. Dafür investieren Sie ihre gesamte Freizeit. Auf Deutsch: Saisonkräfte haben keine Freizeit.

Es existiert nur Arbeit und Schlafen.

Angereichert wird das durch Arbeitsunfälle und Pannen, die Sie einfach nicht bezahlen können.

Abstecher nach Hause zu Trauerfeiern und Ähnlichem, müssen Sie mit Kündigungen erzwingen. Für diese Zeit haben Sie keinerlei Versicherung und Verdienst. Bei den Unternehmerfamilien dürfen Sie aber beobachten, wie sie ihre Angehörigen und Freunde des Ortes, geschlossen und intensiv betrauern. Das Recht steht ihnen als Saisonkraft nicht zu. Selbst die Arbeitslosenversicherungen streichen Ihnen die erste Woche der Arbeitslosigkeit. Angeblich als Ausgleich für Urlaub; den Sie nie bekommen haben.

Ihre doppelten Arbeitstage kennt kein einziger Gesetzgeber und vor allem, keine Rentenkasse.

Schon Marx machte uns auf den Diebstahl von Mehrwert aufmerksam. Im Fall von Saisonkräften, beträgt der Diebstahl genau einhundert Prozent. Und wehe, Sie sagen das!

Ihre Arbeitszeit beginnt in Saisonbetrieben in aller Regel zwischen Sieben und Acht Uhr. Den Betrieb verlassen Sie frühestens zweiundzwanzig Uhr. Es gibt vielerorts eine Art Mittagspause bzw. Nachmittagsruhe, die Sie entweder für den Arbeitsweg benötigen oder in ihrem Bett verbringen. Sie treten ja eine zweite Schicht an. Bei Verkäuferinnen z.b., ist das Teil der Arbeitszeit. Bei Saisonkräften nicht.

Die Leibeigenschaft diverser Vorgängerzeiten, war im Gegensatz zur Saisonarbeit, himmlisch.

Das Traurigste an unserem Beruf ist, dass Ihnen Ungelernte, durch Erbschaft und andere Glückszustände zu Besitz Gekommene, Ihren Beruf neu lernen möchten. Dabei haben diese Leute Null Ahnung vom Kochen, geschweige von den richtigen Rohstoffen. Dümmlinge versuchen, Ihnen Ihre Bildung und ihre Kenntnisse aus zureden. Sie werden behandelt wie Dreijährige.

In allen Teilen versuche ich, Ihnen das etwas lustig zu vermitteln. Gut ausgebildete Fachleute sind sozusagen umgeben von Aufschneidern und völlig ahnungslosen Besitzern, Bürokräften und Betreibern. Häufiges Lachen und Auslachen hilft ihnen, diese Schmach zu überleben.

Der Grundsatz der DDR: "Erst der Meisterbrief und dann der eigene Betrieb" wird hier im gesamten Tourismus durch "Ich habe das Geld und dann darf ich" ersetzt. Genau auf diesem Niveau läuft der gesamte Tourismus ab.

Bewerbungsgespräche führen mich auch nach Südtirol und in den Alpenbereich. Die Saisonarbeiter kennen die Alpen- und Touristikhochburgen besser als deren Betreiber und Besucher.

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