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Die einen Kriegsverbrecher werden zum....

....Oberst befördert, die anderen- zu einem Ritter geschlagen. Letzteres hatte schon zum Nürnberger Prozess eine deutlichen Vorteil gezeigt. Die Orden für Massen- und Völkermord haben den Hängevorgang erheblich beschleunigt.

Wie wir aus dem Columbo-Krimi, "Das Aschenpuzzle" wissen, bleiben die Orden erhalten, während der schäbige Rest, biologisch abbaubar, verheizt wird. Wollen wir hoffen, dass unsere Kinder und Enkel nicht mit der Asche dieses Abschaums berieselt werden.

 

Ausflug 030122

Gestern war ich mal mit dem Motorrad auf dem Reschen. Im unteren Vinschgau war es ziemlich kalt bei meinem Start um Zwei. Ab Schlanders wurde es wärmer. Am wärmsten war es meiner Meinung nach in Laas und Eyrs. Der Verkehr war um diese Zeit erträglich. In Richtung Reschen musste ich einen LKW überholen und zurück, auch einen. Unsere italienischen Gäste fuhren wie immer in Vierer - bis Sechsergruppen. Auf dem kleinen See wurde Eis gelaufen. Auf dem großen- habe ich nichts bemerkt. Das Eis ist ein sehr gutes Spiegeleis. Oben ging ein recht frischer Wind  aus der Richtung Inntal. 

Ein paar Handyfotos hab ich gemacht. 

Leseprobe Der Saisonkoch - Zweiter Monat

Der Saisonkoch Zweiter Monat

Die Flüge in und von diesem Urlaub waren vergleichbar mit Gefängnistransporten, so eng saßen wir. Zehn Stunden voller Qualen für ein paar Tage Urlaub in Westkultur. Wir hatten uns vorgenommen, das nie wieder zu tun.

Insgesamt war der Urlaub vor Ort recht nett. Der schlimmste Eindruck für uns war das direkte Kennenlernen der anderen Deutschen samt ihren Kontrollorganen auf den Flugplätzen. Die unglaubliche Überheblichkeit, gepaart mit einer Dummheit, die uns so - fremd ist. Wir bekamen das auch umgehend gesagt von unseren Gastgebern. Sie meinen, wir DDR - Bürger wären wesentlich zugänglicher und freundlicher als die Westdeutschen. Alfred und Marco aus Nauders bestätigen uns das immer aufs Neue.

Kaum sind wir da, begrüßt uns schon Dursun mit "Gesundes Neues Jahr, Ihr Beiden!"

"Gleichfalls; auch Deiner Familie, Dursun."

"Danke. Wie war de Feier?"

"Beschissen, wie immer."

"Haschte ni gefeiert?"

"Wir feiern das ni, Dursun."

"Ah, okay; alles kloar."

Marlies rennt gerade bei ihrem Frühstücksservice. "Guten Morgen", kommt ihr gerade so über die Lippen und schon ist sie weg. Ihr Neujahrsmorgen ist praktisch schon der erste Dauerlauf im Neuen Jahr. An Feiertagen hat sie etwas mehr zu tun, weil sie die Brötchen und Backwaren selbst aufbacken muss. Marco bezieht sie als Gefriersortiment. Die gefrorenen Teiglinge sind etwas angebacken und müssen noch, rund fünfzehn Minuten lang, fertig gebacken werden. Die Methode hat sich in den letzten Jahren immer mehr durchgesetzt und sie entlastet auch etwas die örtlichen Bäckereien. Marlies kommt zurück und wünscht uns ein Gesundes Neues Jahr, was wir ihr natürlich auch wünschen. Marco ist noch nicht da und wir beschließen, nach einem Schluck Kaffee, ins Zimmer zu gehen. Im Foyer herrscht, bis auf ein paar Frühstücksgäste, Totenstille.

Unser Zimmer ist recht warm aber riecht etwas muffig. Joana öffnet kurz das Fenster zum Lüften und geht schon mal ins Bad, sich frisch machen.

"Willst Du glei los machen?"

"Ja. Nach'm duschen."

"Ich schmeiß mich noch ne Stunde hin."

"Stell Dir 'n Wecker."

Joana ist schon wieder im Arbeitstrance. Die Zimmermädchen haben im Neuen Jahr ganz sicher reichlich zu tun. Und das beschäftigt sie natürlich schon jetzt. Neben der Zimmer- und Badwäsche mit den entsprechenden Spuren, ist auch die Tisch- und Küchenwäsche fällig. Vom Haus und den Toiletten möchte ich nicht schweigen. Das wird praktisch die erste Kotzübung des Neuen Jahres. Das überstehen nur die Härtesten ohne Appetitsverlust. Bei den Zimmermädchen können wir heute sicher Personalessen sparen. Vom Nachtbuffet ist noch eine Menge übrig. Ich hab es im Kühlhaus gesehen.

Kurz vor Acht, klingelt unser Wecker. Joana hat mich nicht geweckt und es riecht auch nicht nach Kaffee. Unser Zimmer ist jetzt etwas frisch, um nicht kalt zu sagen. Dafür ist der muffige Geruch weg. Im Bad riecht es nach Joanas Parfüm. Meinen Kaffee werde ich hier im Bad trinken. Hier ist es schön warm.

Im Personalraum sitzen alle Kollegen. Wir wünschen uns ein Gesundes Neues Jahr. Einige küssen sich untereinander. Marco sieht etwas verbraucht aus heute. "Wie lange hast Du gestern gefeiert?", frage ich ihn.

"Du meinst, heute!"

"Wann bist Du ins Bett?"

"Gerade eben. Kurz, bevor Du gekommen bist."

"Wer war die Glückliche?"

"Schau Dich um. Das siehst Du sicher."

'Naja', denk ich mir. `Die sehen alle recht zufrieden aus.`

"Meinst Du Alle?"

Marco kann sich kaum halten vor Lachen.

"Schön wär's."

Wenn ich so genau hin schaue, sieht Mira etwas glücklicher aus als ihre Kolleginnen. Ich frage Marco nicht. Das ist seine Sache. Marco kann bei den Kolleginnen nichts falsch machen. Sie sind alle schön und wunderschön. So wunderschön, wie meine Joana. Viele Zimmermädchen neigen wegen ihrer Arbeit etwas zur Hyperaktivität, die sich im freizeitlichen Zusammenleben schwer bremsen lässt. Marco dürfte damit gut zurecht kommen. Als Koch muss Unsereiner schon auch ein Spur Hyperaktivität besitzen. "Was hattest Du Gestern als Galamenü, Marco?"

Ausflug 020122

Gestern bin ich mal eine Runde gefahren. Eine kleine Warmlaufrunde. Die hat mich über Kaltern nach Laag geführt und von dort zurück. 

Am meisten freute ich mich über die Unmengen an Südtirolern, die einem Spaziergang in der Sonne fröhnten. Ich habe keine Fotos geschossen, weil ich natürlich vermeiden möchte, irgendeinen Südtiroler zu kompromiteren, der vielleicht unter Quarantäne steht oder Ähnlichem.

Ich bemerkte einen regen Verkehr von unseren südlichen Freunden. Selbst reichlich Motoristi bin ich begegnet. Damit schon mal ein herzlicher Gruß an die Motorradfreunde, die ich verkehrsbedingt, nicht grüßen konnte bei unserer Begegnung.

In dem Sinne, wünsche ich uns in diesem Jahr wirklich erlebnisreiche Touren und heile Knochen.

Bei mir klappt das Auf- und Absteigen wieder in alter Gewohnheit; dazu, völlig schmerzlos. Hier sei noch mal ein Dank an das gute Team in Brunneck gerichtet, die mir das edle Stück Metall eingesetzt haben. Natürlich gilt der Dank auch den vielen Schwestern, Fahrern und Lastenträgern des Weißen Kreuzes. 

In den kommenden Monaten werde ich wieder langsam auf mein Ursprungsgewicht zurück (-fallen). Die tägliche Motorradgymnastik wird mich dabei gut unterstützen. Ob ich es in diesem Jahr wieder ins Leder schaffe, lasse ich mal offen. Meine "Ausmaße" lassen mich das etwas skeptisch sehen.

Wandern, in dem Sinne, habe ich wegen der Verknickung im Schnalstal, noch nicht wieder in mein Genesungsprogramm aufgenommen. Radfahren auf dem Hometrainer hingegen schon. Vielleicht unternehme ich in der frühen Pilzsaison die ersten Wanderversuche. 

Und nun ein kleiner Gruß nach Profeis:

 

 

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