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Nachtrag Ausfahrt 060721

Nachtrag - Ausfahrt 060721

Vor meinem Unfall habe ich natürlich noch ein paar Fotos geschossen. Meine Tour am Unfalltag ging von Meran nach Bozen, ins Eggental – die Via Carezza bis Vigo di Fassa, dann zur Marmolada und von dort bis Arabba.

Das Wetter und die Stimmung waren nicht schlecht. Es war schon reger Motorradverkehr und sehr viele Touristen aus Italien unterwegs.

Die Staumauer der Marmolada

Die Anfahrt in  Arabba

Die Auffahrt in Richtung Giau

...und ein kleiner Rückblick

Fortsetzung Der Druck wächst

In der Disco ist es nicht ganz wie früher. Es gibt etwas mehr Lichteffekte und die Musik ist fast schon zu laut. Mir fehlen etwas sie Fernsehstars vom DDR Fernsehen. Zwei Verbliebene geben dennoch ihre Show zum Besten. Sie begrüßen uns persönlich. Wir kennen sie noch von der Trasse und dem folgenden Zusammensein in der Küche. Horst, einer der Künstler, schwärmt heute noch von den Massen an Kaviar und feinem Lachs. Wir haben davon so viel gefressen, dass im gesamten Leben nie wieder ein brennender Appetit danach entstand.

Die Kundschaft der Bar hat sich mit der Wende gewaltig geändert. Bürger der DDR sind einfach keine mehr anzutreffen. Um uns herum lungern Snobs aus dem Westen und wedeln mit kleinen Scheinen um sich. Der Raum war gefüllt mit polnischen Nutten. Die lassen sich von diesem Klientel kaum beeindrucken. Ein paar Schweden zeigen kurz ihre Brieftasche und schon sitzen sämtliche Nutten bei ihnen auf dem Knie. In der einst schönsten Bar der DDR wird es uns stink langweilig.

„Das ist ein Puff“, grölte Kato. „Lass uns gehen!“

Wir fahren geschlossen zurück zwischen die Neubauten. Dort stehen noch zwei wirklich gute Kulturzentren mit Klubräumen und Gaststätten. Einheimische führen die Betriebe. Der kühle Charme der Betreiber als auch deren Musikangebot, laden uns zum Tanzen ein. ‚Mein Gott. Wie lange haben wir nicht mehr getanzt?‘, denk ich mir. Karin und Stafanie fangen an. Sie werden von Kato und Stefan abgeklatscht. Der Abend scheint doch noch lustig zu werden.

Die Preise bei dem Wirt sind erheblich ziviler als in der Bar. Der Wirt kommt zu uns und begrüßt uns. Ich traue meinen Augen kaum. Er ist unser ehemaliger Bäcker von der Trasse. Mario. Mario hat den passenden Nachnamen für einen Gastwirt. Hundertmark. Er bekommt sofort Tränen in den Augen vor Freude. „Sehen wir uns doch mal wieder! Damit hätte ich nie gerechnet, Karl. Was machst Du jetzt?“ Ich stelle ihm Joana vor und sage ihm, wir wären jetzt Hoteliers.

„Da könnt Ihr Euch auf Einiges gefasst machen!“

Die Worte Marios sollten sich später als richtig erweisen. Mario selbst wurde auch schon von Investoren bedroht.

„Wir gehen, wenn die kommen. Meine Familie ist schon so gut wie weg.“

„Wohin wollt ihr gehen?“

„Nach Norwegen.“

„Ein ganzes Volk wird von Besatzern vertrieben.“

„Von Kriegsverbrechern“, sagt Mario. Alle in der Runde nicken zustimmend.

„Bist Du Pächter hier?“

„Ja. Das ist jetzt angeblich eine Wohngenossenschaft. Die Chefs sind alle von Drüben. Meine Miete hat sich verzehnfacht.“

Fortsetzung folgt

Danksagung

Danksagung

Das erste Mal seit meiner Rentnertätigkeit als Autor, darf ich Tantiemen von über einhundert Euro monatlich einnehmen.

Dafür möchte ich mich bei meinen Lesern und den Käufern meiner Bücher recht herzlich bedanken.

Ich bitte sie aller herzlichst, möglichst viel Kritik bei Ihrem Händler/Onlinehändler zu hinterlassen, damit ich die zukünftigen Romane/Kurzgeschichten/Krimis entsprechend verbessern kann.

„Der Saisonkoch“ ist nach dem Kleinratgeber, „24 Eintöpfe“ mein Erstlingswerk. Sie werden selbst in den ersten drei Teilen des Saisonkochs eine Entwicklung feststellen, die in meinen Augen, in die positive Richtung weist.

Den kommenden, teils politischen Liebesroman „Joana“ Teil Eins, werde ich in diesem Monat fertig bekommen. Durch einen Sturz, den ich mir auf einer Fotoreise durch die Dolomiten zu zog, ergeben sich zwar aus medizinischen Gründen leichte Verzögerungen; aber die kann ich gerade noch so meistern.

„24 Eintöpfe“ unterziehe ich noch einiger Korrekturmaßnahmen. Wir haben noch ein paar Fehler entdeckt.

Dieser Basis - Ratgeber hilft Anfängern, aber auch recht fortgeschrittenen Heimköchen, tausende Eintöpfe von Gröstl bis Risotto, fachgerecht und kreativ, selbst herzustellen. Ich garantiere Ihnen damit einen fehlerfreien Genuss Ihres Wunschgerichtes. Im Rahmen der Verbesserungen wird das Buch mal zeitweise vom Verkauf zurück gezogen.

Eigentlich war es mein Wunsch, auf meinen Blöggen, einen Buchladen einzurichten. Das hat sich mit dem Sturz etwas verzögert. Im Buchladen werde ich jene Leser - gratis, mit dem jeweiligen Probedruck des kommenden Werkes versorgen, die mich aktiv auf Fehler hinweisen.

Auf diesem Weg wird es uns gelingen, dieser Welt auch mal etwas Volksliteratur näher zu bringen.

Besonderen Dank möchte ich dem Team und den Lesern von BoD – Books on demand:

https://www.bod.com/

hinterlassen, die sich in diesem Monat als meine größten Fans heraus stellten.

Alle meine Geschichten werde ich unter dem Label: „Der Saisonkoch“ veröffentlichen. Erstens, weil der Handlungsraum überwiegend die Alpen umfasst und zweitens, die Handlungen im Zusammenhang mit Tourismus und  Gastronomie stehen.

Der Saisonkoch

KhBeyer

 

Mitteilung 150721

Mitteilung 150721

Alle Schwestern und Ärzte im Krankenhaus rieten mir, mit dem Rauchen aufzuhören. Das würde die Wundheilung beschleunigen.

Dem habe ich widersprochen mit dem Argument, ich könnte ja jene Kräuter mit rauchen, welche die Wundheilung beschleunigen. In meinen Augen sind das in erster Linie:

Brennnessel

Schafgarbe

Als Argument führte ich zudem an, daß sämtliche Naturvölker seit Millionen von Jahren, Heilkräuter rauchen. Und das hat denen geholfen.

Eine weitere Methode, die ich gern anwende ist, diese Kräuter mittels Alkohol in einen Auszug zu verwandeln. Ich nehme dafür Grappa oder Rum.

Den alkoholischen Auszug gebe ich mittels Sprühflasche/Zerstäuber zu meinem Tabak.

Das braucht etwa vier Stunden bis einen halben Tag, um so zu trocknen, damit ich es rauchen kann.

Entscheiden Sie, was die bessere Methode ist. Pillen/Spritzen oder diese.

Die besten Erfahrungen habe ich als Raucher mit meiner Methode gemacht.

Der Druck wächst

Wir einigen uns schnell auf eine kleine Hafenrundfahrt. Zu Kato kommt Stefan, der mir, Joana, Steffen und Karin sogleich einen russischen Kuss verpasste. Stefan ist einer meiner Zimmerkollegen von der Trasse und ein sehr guter Freund. Stefan lebt noch allein bei seiner Mutter. Stefans Mutter ist sehr schön aber geschieden. Ihr Mann, Stefans Vater, ist ausgewandert nach Norwegen. Als Werftarbeiter.

„Wohnst Du immer noch bei Mama?“, fragt Steffen.

„Tja. Mama lässt mich einfach nicht los.“

„Du badest also immer noch mit Mama zusammen?“

„Naja. Du weißt ja: Sie kocht gut, sie putzt gut und sie poliert gut.“

Joana und Karin lachen halblaut. Stefan ist ein hübscher Mann. Lockig, brünett. Wie seine Mama. Karin kennt auch Stefan etwas intimer. Sie hat uns gut versorgt an der Trasse. Stefan war ihr etwas zu spritzig und danach, oft nicht mehr zu gebrauchen.

„Bei Stefan konnte ich mir das Ausziehen sparen“, hat sie mal gesagt.

„Da sind wir ja zu einer stattlichen Truppe zusammen gekommen“, sage ich. „Das wird eine Spitzenausfahrt.“

„Deine Frau und Dein Sohn fehlen.“

„Wir sind geschieden. Joana ist meine neue Frau. Alex ist Lehrling bei mir.“

„Oh ja! Deine Britta vergesse ich nicht so schnell.“

Stefan hat mir an der Trasse gebeichtet, er hätte sich gelegentlich mal um Britta und ihre Freundin, Kerstin gekümmert, während ich weg war. Kerstin war unsere Nachbarin. Ihr Mann war ein kleiner Westfanatiker, recht primitiv, dem Alkohol zugeneigt und mit einer flotten Hand ausgerüstet. Dabei war er kein Handwerker, sondern ein Maulwerker. DDR Frauen haben solche Männer einfach verhungern lassen.

Im Nachhinein wird so manche Sünde gebeichtet. Freunden vergebe ich großzügig bei der Gelegenheit. Frei nach dem Spruch: „Die Muschi ist kein Stück Seife.“ In der DDR und an der Trasse sind wir zum Teilen erzogen worden. Und das funktioniert heute immer noch gut.

Unsere Hafenrundfahrt, bei der auch eine schöne Regatta zu beobachten ist, wollen wir eigentlich mit einem guten Krimsekt begießen. Die neuen Veranstalter wollen uns irgendein billiges Westgesöff für diesen Preis aufdrehen. Wir bedanken uns ablehnend herzlich. Es bleibt ganz zünftig bei Kubanischem Rum mit Vita Cola. Das Kälteschutzmittel im Wein aus ihren chlorierten Weinbergen können die im Westen selbst saufen. Dann wissen die wenigstens, warum die im Cabriolet, kurzärmelig, Ende September über die Alpen fahren können.

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