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Fortsetzung Die neuen Spuren

Langsam aber sicher, muss Toni zugeben, mit der Ermittlung im Milieu, gar nicht so falsch zu liegen. Wahrscheinlich liegt die Spur doch in diesem Umfeld. Wenn jetzt noch Menschenhandel und Scheinhochzeiten dazu kommen, wird die Ermittlung für die Zwei zu umfangreich. Selbst Marco kann da nicht helfen. Die Frauen berichten jetzt bereits von Ukrainerinnen mit falschen Pässen. Das hat eine deutsche Mafia eingeführt. Offensichtlich reichen denen ihre Arme sehr tief in diesen Sumpf. Toni und Monika tun das erst Mal als Volksmund ab, obwohl das von den betreffenden Frauen selbst so geäußert wird. Ihre ersten Bezugspersonen wären Deutsche gewesen. Das Gleiche sagen auch die Frauen aus Polen, Ungarn, Rumänien und Jugoslawien. Das Thema ist den Zweien zu heiß. Sie wollen sich auf den Mord konzentrieren.

Die angesprochenen Hoteliers kommen aus ganz Südtirol. Das ist den Zweien auch viel zu groß. Sie müssen sich zwar der Spuren bedienen, können aber schlecht Ermittlungen gegen alle Genannten führen. Der Mord würde dadurch nie aufgeklärt werden. Sie versetzen sich in die Situation von Soltans Hinterbliebenen.

Sie konzentrieren sich jetzt auf Geldflüsse. Dort sehen sie die Hauptspur.

Toni gibt Oliwia und Emese die Weisung, die Mietabrechnung direkt zu kontrollieren. Damit müssen sich die Zwei dafür stark machen, Jolka und Danuta, auch Barbara, die Zahlungen weitgehend aus der Hand zu nehmen. Monika, Emese und Oliwia sollen Luca bei der Eintreibung unter die Lupe nehmen. Wem übergibt der das Standgeld? Das ist nicht einfach. Luca geht schwer zu verfolgen. Die anderen Frauen würden sofort merken, wenn eine der Beiden verschwindet. Ein gespielter Freier muss wieder zur Arbeit. Toni kennt einen aus seinem Büro. Patrick. Patrick bekommt den Auftrag, gelegentlich eine der Beiden Kolleginnen, als Freier abzuholen. Er muss sich etwas in der Nähe der Frauen aufhalten und abwarten, wann Luca kassieren kommt. Dann soll er Oliwia oder Emese in seine Wohnung mitnehmen. Zumindest soll dieser Eindruck entstehen. Die entführte Kollegin kann dann mit ihm, Luca verfolgen.

Toni ist noch etwas misstrauisch. Monika soll mit Abstand folgen und kontrollieren. Toni will verhindern, Luca das Abschütteln seiner Verfolger zu ermöglichen.

Der Tag ist damit erst mal geschafft. Bei der Sichtung der bisherigen Unterlagen, beschließen die Zwei, das Umfeld von Hannes genauer zu beschatten.

In der Bar von Hannes arbeiten zwei Angestellte. Manuel und Emil. Beide sind Einheimische. Emil ist der Sohn eines Ungarischen Saisonarbeiters und der Südtiroler Mutter. Der Ungarische Saisonarbeiter lebt nicht mehr hier. Emil lebt bei seiner Mutter als Ernährer der Kleinfamilie. Monika plant, Emese dort ins Spiel zu schicken. Emese bemerkte einmal nebenbei, Hannes würde an ihr etwas Gefallen finden. Sie glaubt, mit etwas körperlichen Einsatz, ihm und Emil etwas näher zu kommen. Oliwia wurde von ihren Kolleginnen bereits zu einer Heimfahrt eingeladen. Sie weiß noch nicht genau, was die Kolleginnen mit Heimfahrt meinen. Den Gardasee oder wirklich das zu Hause in Polen. Um das heraus zu bekommen, braucht sie noch ein oder zwei Tage. Sie weiß jetzt immerhin, ein Großteil ihrer Kolleginnen kommt aus den Nachbarorten ihrer Heimat. Darin sieht sie auch die kleine Gefahr, erkannt zu werden.

Die Nacht ist kurz. Kaum liegen die Zwei auf dem Aschbach im Bett, klingelt das Handy von Toni. Die Nachricht ist extrem traurig. Jolanda ist tot in ihrem Zimmer gefunden worden. Ihre Söhne haben sie gefunden, nachdem sie Viola verabschiedet haben.

Toni fährt mit dem Dienstauto, mit dem sie auch nach Hause gefahren sind. Das Wetter ist miserabel. Die Seilbahn fährt noch nicht.

Fortsetzung folgt

März 2016

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