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Giro 280622

Mein Giro von heute führte mich den Gampen rauf nach Male. Ab Male unterhalb von Madonna di Campiglio fuhr ich den Tonalepass. Von da ab bog ich ein auf den Gavia. In Bormio angekommen, fuhr ich in Richtung Stilfser Joch. Oben angekommen, bog ich ab zum Umbrailpass. Natürlich durfte ich mich kurz als Schweizer fühlen, weil ich über das Mustair zurück gefahren bin. Los gefahren bin ich 6 Uhr. Zurück war ich 13.30 Uhr. Die Straßen waren fast für mich allein. Unterwegs traf ich einige Radfahrer. Auf dem Gavia, der stellenweise eine echte Zumutung ist, nahm mein Gegenverkehr etwas zu. Die Motoristi in Richtung Tonale taten mir leid. Abwärts wäre ich diese Straße nicht gefahren. Die Straße zum Stelvio ist tadellos in Ordnung. Auch die Straße vom Umbrail. Der Tonale schien mir neu gemacht. Wenn ich mich recht entsinne, bin ich in diesem Jahr dort schon umgekehrt, weil da gebaut wurde. Ansonsten ist es wie überall: 50 Meter werden neu gemacht. Zwischendrinnen sind zwei bis zehn Kilometer, reinste Feldwege. Das erinnert mich etwas ans Mittelalter. Selbst DDR Straßen würden wir im Vergleich als Topstraßen bezeichnen. Eine traumhafte Entwicklung, die da.
In den kommenden Tagen werde ich natürlich Bilder der Tour reinstellen.

Foto-Giro

Ich komme gerade zurück von einer Foto-Giro. Ich habe heute ausnahmslos für Cover fotografiert. Das heißt, hochkant. Dafür bin ich die Mendel rauf und über das Brezer Joch, Profeis und Ulten, retour gefahren. Einen kleinen Stop habe ich eingelegt. Ich wollte mal paar Walderdbeeren fressen. Den rechten Fleck dafür kenne ich natürlich. Ein paar Senker habe ich mir für den Balkongarten mitgenommen. Die habe ich bereits gesetzt und gegossen. In der Ruffre gehe ich natürlich im Hotel Roen einen Kaffee trinken. Die Chefin habe ich uns gleich mal verewigt. 

 

Mich freut ganz besonders...

Eulenspiegel der Schlagzeilen

...auf dem Sachsenring das Motorradfahrer - Vorbild unserer Jugendzeit gesehen zu haben. Giacomo Agostini. Giacomo hat am 16. Juni Geburtstag und das Rennen von heute nehme ich natürlich zum Anlass, ihm zu seinem 80. Geburtstag zu gratulieren. 

Als Junger Sanitäter der DDR hatte ich natürlich die Gelegenheit, auf der MV Augusta von Giacomo durch Giacomo selbst, fotografiert zu werden. Natürlich wurde er zusammen mit mir fotografiert, bei dem wir Zwei zusammen stehen und er mich auf seine Maschine hievt.

Meine Mutter, ein Messie wie er im Buche steht, sucht schon eine Ewigkeit meine Unterlagen und auch diverse Fotos, die ganz sicher irgendwo bei ihr zu finden sind. Erst kürzlich hat sie mir solche Unterlagen geschickt. Sie dürfen mir glauben, Bilder aus glücklichen Zeiten bringen bisweilen Wasser; auch wenn es aktuell etwas knapp sein dürfte. 

Als Junge Sanitäter durften wir schon damals weit vor der Absperrung sitzen. Begleitet wurden wir grundsätzlich von erfahrenen Sanitätern. Damals wurde noch ohne Sturzraum gefahren und die Unfälle landeten immer vor unseren Stützpunkten. Auf diese Art durften wir bei Zeiten lernen, welche körperliche Schäden allein mit Geschwindigkeit verursacht werden. Offene Knochenbrüche, Schlüsselbeinbrüche und gerissene Bauchdecken waren dabei die glimpflichsten Unfälle. Die damaligen Bell - Helme hatten ihre Unterkanten noch sehr weit unten. Schlüsselbeinbrüche und die damit notwendigen Rucksackverbände, konnte jeder Junger Sanitäter der DDR umgehend anlegen. Leider wird das heute, selbst im Krankenhaus - Meran, schwer unterschätzt. Mein Schlüsselbeinbruch ist falsch zusammen geheilt. Eben, weil kein Rucksackverband angelegt wurde. Dafür habe ich aber sechs Protokolle allein über Drogenkonsum und Alkohol unterschrieben. Mit der Erkenntnis, schlechte Leberwerte mit dem ausgesprochenem Verdacht, Alkoholiker zu sein. Das Protokoll meines Mageninhaltes: Kaffee - musste ich natürlich auch unterschreiben. Ebenso die Blutwertetests. Ohne Alkohol und ohne Rucksackverband. Ziehen wir die fehl geschlagenen Verdachtsprotokolle ab, bleiben wir bei einer nicht fachgerechten Behandlung des Schlüsselbeinbruchs und der Illusion, in Freiheit zu leben.

Nebenbei sehe ich gerade den Film Johnny English, wie er mit seinen Hoden einen dreißig Kilo-Stein abschleppt. In unserem Alter, können wir uns den Dreißig - Kilo - Stein sparen:-))

 

 

Giro 170622

Ich komme gerade von einer Giro zurück. Die Giro führte mich heute den Nigerpass hinauf. Das ist immerhin eine der schlechtesten Straßen Südtirols. Zurück bin ich durch das Eggental. Die Ochsen sind auch wieder reichlich unterwegs. Ochsen sind die, die in den Bergen die Kurven nicht fahren können. Und jetzt mal in Deutsch, ihr Ochsen: Linkskurven in verdeckten Kurven fährt man auf der Mitte der rechten Spur. Sobald der Fahrer auf dem Mittelstrich rumkurvt und Gegenverkehr hat, hängt er im Kühlergrill des entgegen kommenden Busses. Ein Motorradfahrer wird in etwa so breit wie ein Auto in einer Kurve. Das Gerät muss ja schließlich reingelegt werden. Wenn Ihr Ochsen das nicht könnt, bitte ich Euch, das zu Hause im Garten zu probieren. Am besten, Ihr fangt mit einem Fahrrad an. Witzigerweise können das die meisten Radfahrer bis auf wirklich wenige Ausnahmen. Natürlich sind die Ochsen auch mehrspurig unterwegs. Die holen vor Kuren extra aus, damit sie ihre Ochsenkollegen auch wirklich treffen. Wie wärs denn, wenn Ihr Deutschen und Österreichischen Ochsen Euch untereinander in die Kiste kurvt? Natürlich könnt Ihr Euren Dreck, der dann auf der Straße liegt, auch von den Entsorgungsfirmen aus dem Reich wegräumen lassen. Wer hat schon gern die Reste von vergammeltem Ochsenfleisch auf der Straße  und in seinem Müllbeutel liegen? Ihr seid die, die dafür verantwortlich sind, wenn die Pässe geschlossen werden. 

Ich glaube, mir ist heute fast ein Cover für einen Krimi gelungen

 

 

 

Kleiner Giro 140622

Der kleine Giro von Heute führte uns den Gampen rauf nach Mezzolombardo und zurück. Es war reger Lastverkehr. Das ergibt unzählige Staus wegen kleinster Baustellen, die unbedingt in der Saison fällig sind. Joana hatte das schon nach dieser kleinen Giro satt. Trotzdem bleibt festzuhalten, wir haben, außer ein paar Motorradgruppen aus dem Norden und der Schweiz, kaum touristischen Verkehr wahr genommen. Die Restaurants, welche Arbeitermenüs anbieten, waren zu Mittag voll besucht. Von Handwerkern. Dagegen sind alle anderen Restaurationen inklusive unserer Imbissbetriebe, leer. Nix pommes. Nix Würstele. Nix Schnitzel. Die Kleinstbetriebe leiden. Unzählige Restaurants haben geschlossen. Sie werden nie wieder öffnen. Wir reden von einem Kahlschlag, der seines Gleichen sucht. Von wegen, Dienstleistungsgesellschaft.