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Ich weiß, die Welt ist voller "kluger Ratschläger" und Verleumder

Die Südtiroler Arbeiterpresse
Die Wenigsten haben die klassische Literatur konsumiert. In der DDR war das wenigstens Pflicht, wenn der Betreffende ein Kollektiv leiten sollte oder wollte. 
Ich kopiere aus dem Grund mal einen Beitrag von meinem Genossen Sascha und widerum damit einen von einem  Kader der DDR Philosophie:
 
Das ist scheinbar ein ziemlich langer Artikel, aber nicht annähernd so lang wie die "Vertagsklauseln" ihrer Energielieferanten in Vorbereitung einer "Privatisierung".

Eike Kopf: Russen als Pioniere des Menschheitsfortschritts

Viele Jahrzehnte lang hat sich der Philosoph Prof. Dr. phil. Eike Kopf mit den wissenschaftlichen Werken von Karl Marx und Friedrich Engels beschäftigt. Daß ihm dies nach nach der Annexion der DDR verwehrt blieb, lag daran, daß die BRD kein Interesse daran hatte, marxistische Wissenschaftler weiterhin zu beschäftigen, geschweige denn, Forschungen auf dem Gebiet des Marxismus-Leninismus zu unterstützen. Doch ein glücklicher Umstand machte es möglich, daß Prof. Kopf an seine langjährigen Forschungen anknüpfen konnte. Die VR China hatte sich beizeiten darum bemüht, dieses wertvolle Erbe aufzugreifen und war bereit, die in der Sowjetunion und in der DDR begonnenen Arbeiten an der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) fortzuführen. Und so arbeitete Prof. Kopf von 1997 bis März 2011 in der Marx-Engels-Abteilung des Büros für die Sammlung und Übersetzung der Werke von Marx, Engels, Lenin und Stalin beim Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas in Peking. Es sei in diesem Zusammenhang auch daran erinnert, daß es die VR China war, die zum 200. Geburtstag für den Begründer des wissenschaftlichen Weltanschauung, Karl Marx, ein Denkmal in Auftrag geben ließ, das am 5. Mai 2018 in offizieller Mission vom chinesischen Botschafter in der Stadt Trier eingeweiht wurde…
Für Kommunistenhasser, Sowjetfeinde und Faschisten ist dieses Denkmal heute allerdings immer noch ein Ärgernis, Grund zur Wut und Anlaß für hemmungslose Hetze. Gerade jetzt, wo es in der Ukraine, wie schon nach dem heimtückischen Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion 1941, um die Entnazifizierung und Entmilitarisierung der Ukraine geht. Und wie zu erwarten, lautete einer der ersten dümmlichen Kommentare zum Denkmal für Karl Marx:
„Das Denkmal für einen Kapitalistenschnorrer, Börsenspekulanten, Antisemiten und Rassisten… das Endresultat seines Geschmieres waren 100 Millionen Tote weltweit durch kommunistische Massenmörder und Verbrecher!“
Offenbar scheint auch gerade jetzt für die Nazis in ganz Europa eine Zeit gekommen zu sein, in der sie glauben, ihre sinnlose Zerstörungswut und ihren Haß an Denkmälern für die sowjetischen  Befreier vom Faschismus, für die Helden des  Großen Vaterländischen Krieges, auslassen zu müssen. Doch nun zum Beitrag von Prof. Kopf:

Eike Kopf
Russen als Pioniere des Menschheitsfortschritts
Zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus am 8.5.2015
Am 8. (bzw. am 9. Moskauer Zeit) Mai 1945 endete mit der Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde in Berlin-Karlshorst in Europa der zweite Weltkrieg, den das Deutsche Reich begonnen hatte. Die Streitkräfte der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), deren Oberbefehlshaber Josif W. Stalin war, hatten daran den Hauptanteil. Diese weltgeschichtliche Leistung, zu der das bis 1941 okkupierte „zivilisierte“ bürgerliche Europa nicht die Kraft hatte, vollbrachten danach die von der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) vereinten Völker vom Bug bis zur Insel Sachalin, von der Karelisch-finnischen Halbinsel bis zum Kaukasus und Altai-Gebirge, allen voran Russen, Belorussen und Ukrainer, des ersten sozialistischen Landes der Erde. Es handelte sich um das größte Flächenland der Erde, in welchem im Oktober (November neuen Stils) 1917 mit der proletarischen Revolution die Welt erschüttert, und die neue Epoche des weltweiten Übergangs zu sozialistischen Gesellschaftszuständen eingeleitet worden war.
Ein Blick zurück in die Geschichte
Sehen wir kurz zurück: Unter Zar Alexander II. (1855-1881) waren angesichts der industriellen Zurückgebliebenheit gegenüber Großbritannien und Frankreich während der zwei Krimkriege ab 1861 mehrere Reformen durchgeführt worden: Abschaffung der Leibeigenschaft der Bauern (1861), Gewährung einer begrenzten Universitätsautonomie (1863), Einrichtung der Selbstverwaltung auf dem Lande (1864), Lockerung der Zensur (1865), Städteordnung mit Dreiklassenwahlrecht sowie Einführung der allgemeinen Wehrpflicht (1874). Rußland brachte im Kaukasus und in Mittelasien weitere muslimische Gebiete unter seine Herrschaft. 1877 kam es zum dritten Krimkrieg.
Wird die Krise zu einem neuen Wendepunkt in Europa?
In Briefen vom September 1877 und vom Februar 1878 ging Karl Marx auf den Krieg ein, wobei er meinte, daß diese „Krise … ein neuer Wendepunkt der europäischen Geschichte“ [1] sei. Friedrich Engels und er seien der Meinung, daß „die Niederlage der Russen die soziale Umwälzung in Rußland, deren Elemente massenhaft vorhanden, sehr beschleunigt haben würde und damit den Umschwung in ganz Europa“. [2] Im Russischen Reich wurden seit Mitte des 19. Jahrhunderts Eisenbahnen gebaut. Petersburg wurde so mit Moskau, Tula, Warschau, dem Ural, Kiew, Krementschuk, Charkow usw. enger verbunden. [3]
Sind die Produktionsverhältnisse schon reif für eine Veränderung?
Dennoch war die Produktion des Russischen Reiches – von kapitalistischen industriellen Zentren wie Petersburg, Moskau, abgesehen [4] – 1917 insgesamt gesehen ein Land der kleinen Warenproduktion. Engels hatte 1894 anläßlich der debattierten Frage, ob nicht die russische Dorfgemeinde eine günstige Grundlage für die Errichtung einer sozialistischen Gesellschaftsordnung sei, zu bedenken gegeben, es sei
„eine historische Unmöglichkeit, daß eine niedrigere ökonomische Entwicklungsstufe die Rätsel und Konflikte lösen soll, die erst auf einer weit höhern Stufe entsprungen sind und entspringen konnten. Alle von der Warenproduktion und dem Einzelaustausch entstandnen Formen der Gentilgenossenschaft haben mit der künftigen sozialistischen Gesellschaft dies eine gemein: daß gewisse Dinge, Produktionsmittel, im gemeinsamen Eigentum und gemeinsamer Nutzung gewisser Gruppen sind. Diese eine gemeinschaftliche Eigenschaft befähigt aber nicht die niedre Gesellschaftsform, die künftige sozialistische Gesellschaft, dies eigenste und letzte Produkt des Kapitalismus, aus sich zu erzeugen. Jede gegebne ökonomische Formation hat ihre eignen, aus ihr selbst entspringenden Probleme zu lösen; die einer andern, wildfremden Formation lösen zu wollen, wäre absoluter Widersinn. Und dies gilt von der russischen Gemeinde nicht minder als von der südslawischen Zádruga [5], von der indischen Gentilhaushaltung [6] oder jeder andern durch Gemeinbesitz an Produktionsmitteln gekennzeichneten Gesellschaftsform der Wildheit oder Barbarei.“ [7]
Massenhafte Empörung…
Das Russische Reich als Ganzes war zur Wende des 19. zum 20. Jahrhundert sozusagen historisch nicht „reif“ für den Übergang zur sozialistischen Gesellschaftsform. Aber die Weltgeschichte kennt nicht nur notwendige, sondern auch zufällige Zusammenhänge. [8] So führten der russisch-japanische Krieg 1904/05 und vor allem zehn Jahre später der erste Weltkrieg 1914-18 dazu, daß Massen russischer Arbeiter und vor allem Bauern von den Herrschenden auf die Schlachtfelder geschickt wurden, während Frauen und zum Kriegsdienst Untaugliche schwer im Hinterland arbeiten mußten. Die politisch Herrschenden erzeugten die massenhafte Empörung und militärischen Kräfte, die Ende Februar (alten Stils) 1917 zuerst den feudalen Zarismus und im Oktober 1917 (alten Stils) die bürgerliche Kerenski-Regierung zu stürzen imstande waren. „Normalerweise“ – vgl. oben Engels – war Rußland auch 1917 noch nicht für die proletarische oder sozialistische Revolution „reif“.
Was sind die Voraussetzungen für den Sieg der Revolution?
Der erste Weltkrieg sowie die Bürger- und Interventionskriege [9] führten dazu, daß der wirtschaftliche Wiederaufbau des Landes erst ab ca. 1920 [10] in Angriff genommen werden konnte – und zwar ohne die erhoffte Unterstützung durch siegreiche Arbeiterrevolutionen in industriell entwickelten Ländern Europas. Lenin hatte realistisch erkannt:
„Um zu siegen, um den Sozialismus zu schaffen und zu festigen, muß das Proletariat eine doppelte oder zweieinige Aufgabe lösen: ersten die ganze Masse der Werktätigen und Ausgebeuteten mitreißen durch seinen grenzenlosen Heroismus im revolutionären Kampf gegen das Kapital, sie mitreißen, sie organisieren, sie führen, um die Bourgeoisie niederzuwerfen und jeden Widerstand der Bourgeoisie vollständig zu brechen; zweiten die ganze Masse der Werktätigen und Ausgebeuteten sowie alle kleinbürgerlichen Schichten auf den Weg der Schaffung einer neuen gesellschaftlichen Bindung, einer neuen Arbeitsdisziplin, einer neuen Arbeitsorganisation, die das letzte Wort der Wissenschaft und der kapitalistischen Technik vereinigt mit dem Massenzusammenschluß bewußt arbeitender Menschen, die die sozialistische Großproduktion ins Leben rufen.
Diese zweite Aufgabe ist schwieriger als die erste, denn sie kann keinesfalls durch den Heroismus eines einzelnen Ansturms gelöst werden, sondern erfordert den andauerndsten, hartnäckigsten, schwierigsten Heroismus der alltäglichen Massenarbeit. Diese Aufgabe ist aber auch wesentlicher als die erste, denn in letzter Instanz kann die tiefste Kraftquelle für die Siege über die Bourgeoisie und die einzige Gewähr für die Dauerhaftigkeit und Unumstößlichkeit dieser Siege nur eine neue, eine höhere gesellschaftliche Produktionsweise sein, die Ersetzung der kapitalistischen und der kleinbürgerlichen Produktion durch die sozialistische Großproduktion.“ [11]
Entwicklung der Produktivkräfte in Industrie und Landwirtschaft
Lenin empfahl dann ab ca. ½ Jahr später die Neue Ökonomische Politik, welche westlichen Unternehmen gestattete, auf sowjetischem Boden und mit sowjetischen Arbeitskräften und Rohstoffen zu produzieren und so zugleich die sowjetische Arbeiterklasse zu entwickeln. Auf jeden Fall wurde die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der gesamten Union einheitlich geführt. Für den 1. Oktober 1928 bis 1. Oktober 1933 – das war die Zeit der großen Weltwirtschaftskrise – wurde der erste Fünfjahrplan beschlossen und vorfristig erfüllt. Die NÖP wurde abgebrochen. Möglicherweise die hohe Produktivität großer Industrieunternehmen und Farmen in den USA und Westeuropa vor Augen, wurde vor allem ab 1929 zur Kollektivierung der Landwirtschaft und verstärkten Errichtung der Schwerindustrie übergegangen. Die materiellen und personellen Ressourcen aller Unionsrepubliken wurden ohne Unterschied der Herkunft, der Religion oder des Geschlechts gefördert und wechselseitig ausgetauscht. [12]
Warum können die Russen einen Krieg nicht gebrauchen?
Bis zum Überfall Deutschlands auf die UdSSR 1941 standen jedoch nur wenige Jahre zur Verfügung. Die UdSSR hatte in den folgenden 4 Kriegsjahren mehr als 20 Millionen Tote zu beklagen, von Verwundeten und Zerstörungen von Wohn- und Arbeitsstätten nicht zu reden. Der sowjetische Lyriker Jewgenij A. Jewtuschenko (geb. 1933) schrieb zwei Jahrzehnte nach Kriegsende ein ehrliches Gedicht:
„Meinst du, die Russen wollen Krieg? Befrag die Stille, die da schwieg
im weiten Feld, im Pappelhain, befrag die Birken an dem Rain,
dort, wo er liegt in seinem Grab, den russischen Soldaten frag!
Sein Sohn dir drauf die Antwort gibt: Meinst du, die Russen wolln,
meinst du, die Russen wolln, meinst du, die Russen wollen Krieg?
Der Kampf hat uns nicht schwach gesehn, doch nie mehr möge es geschehn,
dass Menschenblut, so rot und heiß, der bittren Erde wird zum Preis.
Frag Mütter, die seit damals grau, befrag doch bitte meine Frau. […]
Nicht nur für´s eigne Vaterland fiel der Soldat im Weltenbrand –
Nein, daß auf Erden jedermann in Ruhe schlafen kann.
Holt euch bei jenem Kämpfer Rat, der siegend an die Elbe trat,
was tief in unsrem Herzen blieb […]
Es weiß, wer schmiedet und wer webt, es weiß, wer ackert und wer sät,
ein jedes Volk die Wahrheit sieht: Meinst du, die Russen wolln,
meinst du, die Russen wolln, meinst du, die Russen wollen Krieg?“
Gut daß der Krieg in Europa schon im Mai 1945 zu Ende war!
Der deutsche Physiker Prof. Dr. Max Steenbeck, der von 1943 bis 1956 in der UdSSR arbeitete, erinnerte vor 50 Jahren in der Universität Jena während einer Feierstunde, die ich erlebte, daran, daß es günstig war – das kaiserlich-faschistische Japan kapitulierte erst Monate später [13] –, daß der Krieg für Deutschland im Mai zu Ende war. Die in den USA produzierten Atombomben sollten eigentlich über deutschen Großstädten abgeworfen werden. [14]
Haben die Deutschen etwas aus der Geschichte gelernt?
Der Bundespräsident Richard von Weizsecker hatte 1985 den 8. Mai 1945 als „Tag der Befreiung vom menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ bezeichnet. [15] Sein Nachfolger im Amt Joachim Gauck sagte dagegen auf der 50. Münchner Sicherheitskonferenz am 31. Januar 2014 über Deutschlands Rolle in der Welt, die BRD sei auf dem Weg zu einer „Form der Verantwortung, die wir noch nicht eingeübt haben“.
Die nebensächliche Rolle der anglo-amerikanischen Alliierten
Wenn auch die derzeitige Regierung Polens den Präsidenten der Russischen Föderation Wladimir W. Putin zur internationalen Gedenkveranstaltung anläßlich des 70. Jahrestages der Befreiung des faschistischen Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee am 29. Januar 2015 nicht einlud und auch keiner der Redner dort an die Leistung der Sowjetunion erinnert hat; wenn auch seit 2014 in den westlichen Massenmedien und durch Politiker der USA und der heutigen BRD der Eindruck erweckt wird, als habe vor allem die anglo-amerikanische Invasion ab 6. Juni 1944 dem zweiten Weltkrieg das Ende bereitet, so bleibt bei nüchterner Betrachtung des Kriegsverlaufs seit dem 1.September 1939 die Feststellung sachlich richtig: Die UdSSR ist der hauptsächliche Befreier Europas vom Hitlerfaschismus.
Die Sowjetunion – der Garant für den Frieden in Europa
In Würdigung dieses zivilisatorischen Beitrages wurden 1945 neben der UdSSR auch Belorußland und die Ukraine als Mitglieder der Organisation der Vereinten Nationen aufgenommen. Die UdSSR war außerdem bis zu ihrem Ende die stärkste Friedenskraft der Erde; Kriege als politische Mittel zur Durchsetzung von letzten Endes wirtschaftlichen Interessen wurden – von einzelnen Fällen abgesehen – erst danach wieder „normale“ Vorgänge.
Die Sowjetunion unterstützte die Volksdemokratien, anstatt sie auszubeuten…
Die UdSSR war der stärkste Verbündete von europäischen und asiatischen Volksdemokratien, die etwa ab 1948-1950 dazu übergingen, die ökonomischen Grundlagen sozialistischer Gesellschaftszustände zu schaffen, gewährte der nationalen Befreiungsbewegung in Asien, Afrika und Lateinamerika (darunter Kuba ab 1959!) sowie Verfolgten und Organisationen der Arbeiterbewegung aus industriell entwickelten kapitalistischen Ländern Unterstützung. Die dafür abgezweigten Milliarden Rubel standen selbstredend der inneren Entwicklung des ersten sozialistischen Staates der Erde nicht zur Verfügung.
Die Sowjetunion – Pionier des Menschheitsfortschritts
Die UdSSR war – wenn hier überhaupt ein Bild erlaubt ist – mit einer melkenden Kuh zu vergleichen, die selbst nicht ausreichend Futter hatte. Schließlich ist für immer die UdSSR der Pionier des Menschheitsfortschritts im 20. Jahrhundert. Auf ihrem Territorium wurde zum ersten Mal für Jahrzehnte16 praktisch der Beweis erbracht, daß die kapitalistische Gesellschaftsordnung nicht das Ende der Menschheitsgeschichte oder die beste aller Welten ist, daß – bei allen gemachten Fehlern – ein Gesellschaftstyp real möglich ist, in welchem die Menschen Eigentümer der grundlegenden Produktionsmittel, vielseitige Produzenten, Konsumenten und Verteidiger dieser Errungenschaften zugleich sind. Es geht diesbezüglich um eine lehrreiche Wechselwirkung von Theorie und Praxis.
Was kommt nach dem Kapitalismus?
Grundsätzlich sei daran erinnert, zu welchen allgemeinen Schlußfolgerungen und Orientierungen Engels und Marx bis Anfang 1848 über die neue Gesellschaft, welche die kapitalistische ablösen könnte, gelangt waren. In ihrer neuen, nämlich materialistischen Geschichtsauffassung, d.h. im Manuskript „Feuerbach“ der geplanten Sammelschrift „Die deutsche Ideologie“ hatten Engels und Marx 1845/46 geschrieben:
„Der Kommunismus ist für uns nicht ein Zustand, der hergestellt werden soll, ein Ideal [das Personen „visionär“ erdenken – E. K.], wonach die Wirklichkeit sich zu richten haben [wird]. Wir nennen Kommunismus die wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt. Die Bedingungen dieser Bewegung ergeben sich aus der jetzt bestehenden [kapitalistischen – E. K.] Voraussetzung. Übrigens setzt die Masse von bloßen Arbeitern massenhafte von Kapital oder von irgendeiner bornierten Befriedigung abgeschnittne Arbeitskraft – und darum auch der nicht mehr temporäre Verlust dieser Arbeit selbst als einer gesicherten Lebensquelle durch die Konkurrenz den Weltmarkt voraus. Das Proletariat kann also nur weltgeschichtlich existieren, wie der Kommunismus, seine Aktion, nur als ‚weltgeschichtliche‘ Existenz überhaupt vorhanden sein kann; weltgeschichtliche Existenz der Individuen, d.h. Existenz der Individuen, die unmittelbar mit der Weltgeschichte [die den Weltmarkt als Basis benötigt – E. K.] verknüpft ist.“ [17]
Das Kommunistische Manifest – für immer im Gedächtnis der Menschheit
Im Programm des Bundes der Kommunisten und damit der internationalen kommunistischen Bewegung, nämlich im „Manifest der Kommunistischen Partei“ vom Februar 1848, das seit Mitte 2013 Bestandteil des UNESCO-Verzeichnisses “Memory of the World (Gedächtnis der Menschheit)“ ist, heißt es hinsichtlich der neuen Gesellschaft:
„Wir sahen schon oben, daß der erste Schritt in der Arbeiter-Revolution die Erhebung des Proletariats zur herrschenden Klasse, die Erkämpfung der Demokratie ist. [18]
Das Proletariat wird seine politische Herrschaft dazu benutzen der Bourgeoisie nach und nach alles Kapital zu entreißen, alle Produktions-Instrumente in den Händen des Staats, d.h. des als herrschende Klasse organisirten Proletariats zu centralisiren und die Masse der Produktionskräfte möglichst rasch zu vermehren. [16] Es kann dies natürlich zunächst nur geschehen vermittelst despotischer Eingriffe in das Eigenthumsrecht und in die bürgerlichen Produktions-Verhältnisse, durch Maaßregeln also, die ökonomisch unzureichend und unhaltbar erscheinen, die aber im Lauf der Bewegung über sich selbst hinaus treiben und als Mittel zur Umwälzung der ganzen Produktionsweise unvermeidlich sind.
Diese Maaßregeln werden natürlich je nach den verschiedenen Ländern verschieden sein. Für die fortgeschrittensten Länder werden jedoch die folgenden ziemlich allgemein in Anwendung kommen können:
1) Expropriation des Grundeigenthums und Verwendung der Grundrente zu Staatsausgaben.
2) Starke Progressiv-Steuer. [19]
3) Abschaffung des Erbrechts.
4) Konfiskation des Eigenthums aller Emigranten und Rebellen.
5) Centralisation des Kredits in den Händen des Staats durch eine Nationalbank mit Staatskapital und ausschließlichem Monopol.
6) Centralisation alles Transportwesens in den Händen des Staats.
7) Vermehrung der Nationalfabriken, Produktions-Instrumente, Urbarmachung und Verbesserung der Ländereien nach einem gemeinschaftlichen Plan.
8-) Gleicher Arbeitszwang für Alle, Errichtung industrieller Armeen besonders für den Ackerbau.
9) Vereinigung des Betriebs von Ackerbau und Industrie, Hinwirken auf die allmählige Beseitigung des Gegensatzes von Stadt und Land. [20]
10) Oeffentliche und unentgeldliche Erziehung aller Kinder. [21] Beseitigung der Fabrikarbeit der Kinder in ihrer heutigen Form. Vereinigung der Erziehung mit der materiellen Produktion u.s.w., u.s.w.
Sind im Laufe der Entwicklung die Klassenunterschiede verschwunden, und ist alle Produktion in den Händen der associrten Individuen koncentrirt, so verliert die öffentliche Gewalt den politischen Charakter. Die politische Gewalt im eigentlichen Sinn ist die organisirte Gewalt einer Klasse zur Unterdrückung einer andern. Wenn das Proletariat im Kampfe gegen die Bourgeoisie sich nothwendig zur Klasse vereint, durch eine Revolution sich zur herrschenden Klasse macht, und als herrschende Klasse gewaltsam die alten Produktions-Verhältnisse aufhebt, so hebt es mit diesen Produktions-Verhältnissen die Existenz-Bedingungen des Klassengegensatzes der Klassen überhaupt, und damit seine eigene Herrschaft als Klasse auf. An die Stelle der alten bürgerlichen Gesellschaft mit ihren Klassen und Klassengegensätzen tritt eine Association, worin die freie Entwicklung eines Jeden, die Bedingung für die freie Entwicklung Aller ist.“ [22]
Es wird lange Kämpfe geben!
Diese programmatischen Auffassungen von 1848 wurden von Marx und Engels in den folgenden Jahren konkretisiert bzw. erweitert. In Auswertung der Herrschaft der Pariser Kommune 1871 erkannte Marx, daß der Übergang von der kapitalistischen zur sozialistischen (niedere Phase der kommunistischen) Gesellschaft wahrscheinlich nicht in kurzer Zeit zu realisieren ist, sondern
„daß sie, die Arbeiterklasse, lange Kämpfe, eine ganze Reihe geschichtlicher Prozesse [! – E. K.] durchzumachen hat, durch welche die Menschen wie die Umstände gänzlich umgewandelt werden.“ [23]
Der Sozialismus kommt nicht von allein!
Engels machte 1874 darauf aufmerksam, daß der Übergang zu einem neuen Zivilisationstyp selbst bei Vorhandensein entwickelter Industrie nicht von selbst eintritt, sondern eine bewußt und planmäßig handelnde politische Führung erfordert:
„Man muß den deutschen Arbeitern nachsagen, daß sie die Vorteile ihrer Lage mit seltnem Verständnis ausgebeutet haben. Zum erstenmal, seit eine Arbeiterbewegung besteht, wird der Kampf nach seinen drei Seiten hin – nach der theoretischen, der politischen und der praktisch-ökonomischen (Widerstand gegen die Kapitalisten) – im Einklang und Zusammen und planmäßig geführt. In diesem sozusagen konzentrischen Angriffe liegt gerade die Stärke und Unbesiegbarkeit der deutschen Bewegung. […] Es wird namentlich die Pflicht der Führer sein, sich über alle theoretischen Fragen mehr und mehr aufzuklären, sich mehr und mehr von dem Einfluß überkommener, der alten Weltanschauung angehöriger Phrasen zu befreien und stets im Auge zu behalten, daß der Sozialismus, seitdem er eine Wissenschaft geworden, auch wie eine Wissenschaft betrieben, d.h. studiert werden will.” [24]
Die Übergangsperiode  zum Sozialismus
Von grundlegender Bedeutung sind folgende Einsichten von Marx, die er beim kritischen Studium des Entwurf des Parteiprogramms für den Kongreß in Gotha 1875 notierte: Zu den notwendigen Voraussetzungen des Übergangs von der kapitalistischen zur sozialistischen Gesellschaft gehört, daß auf der Basis der im Zusammenhang mit dem Weltmarkt entwickelten Produktivkräften „alle Springquellen des genossenschaftlichen Reichtums voller fließen“ müssen. [25] „Zwischen der kapitalistischen und der kommunistischen Gesellschaft liegt die Periode der revolutionären Umwandlung der einen in die andre. Der entspricht auch eine politische Übergangsperiode, deren Staat nichts andres sein kann als die revolutionäre Diktatur des Proletariats.“ [26] Diese Übergangsperiode ist dann in der Arbeiterbewegung bis heute auch kurz als Sozialismus oder sozialistische Gesellschaft bezeichnet worden.
Die ungleichmäßige Entwicklung der Staaten
Wenn es in verschiedenen Regionen der Erde verschiedene geographische, historisch gewordene usw. Voraussetzungen gibt, dann ist es nicht verwunderlich, daß es verschiedene oder verschieden aussehende Formen des Übergangs von der kapitalistischen zur sozialistischen Gesellschaft gibt. Für Marx und Engels – das beweisen ihre Exzerpte und anderen Vorarbeiten – ist charakteristisch, daß sie zahlreiche Fakten studierten, bevor sie eine Schlußfolgerung formulierten. Engels schrieb im Januar:
„Unsere Ansichten über die Unterschiede zwischen einer künftigen, nichtkapitalistischen Gesellschaft und der heutigen, sind exakte Schlußfolgerungen aus den historischen Tatsachen und Entwicklungsprozessen und sind, wenn sie nicht im Zusammenhang mit diesen Tatsachen und dieser Entwicklung dargelegt werden, theoretisch und praktisch ohne Wert.“ [27]
Das ist noch immer zutreffend. Ebenso verhält es sich mit folgendem Hinweis von Engels aus dem Jahre 1890:
„Die sogenannte ‚sozialistische Gesellschaft‘ ist nach meiner Ansicht nicht ein für allemal fertiges Ding, sondern, wie alle andern Gesellschaftszustände, als in fortwährender Verändrung und Umbildung begriffen zu fassen. Kritischer Unterschied vom jetzigen Zustand besteht natürlich in Organisation der Produktion auf Grundlage des Gemeineigentums zunächst der Nation an allen Produktionsmitteln. Diese Umwälzung morgen am Tage durchzuführen – d. h. graduell sehe ich gar keine Schwierigkeiten. Daß unsre Arbeiter dazu fähig [sind], beweisen ihre vielen Produktiv- und Distributivgenossenschaften […] Allerdings fehlt es uns noch an Technikern, Agronomen, Ingenieuren, Chemikern, Architekten usw., aber schlimmstenfalls können wir uns diese kaufen“. [28]
Die DDR – ein hervorragendes Beispiel für Sozialismus
Noch während der Leipziger Herbstmesse 1989 respektierten Vertreter kapitalistischer Industriestaaten und Konzerne die internationale Leistungsfähigkeit der volkseigenen Kombinate (eine Art sozialistischer Konzerne, also integrierter Volkseigener Betriebe) und die pünktliche Bedienung der Kredite der DDR; hier waren massenhaft nach 1945 aus „armen Schluckern“ in Stadt und Land inzwischen bestens ausgebildete Fachleute und Führungspersönlichkeiten entstanden – um an Engels’ Vorstellung zu erinnern. 45 Jahre – das ist länger als die Existenzdauer der Weimarer Republik oder fast so lange wie des deutschen Kaiserreiches ab 1871 – existierten im Osten Deutschlands praktisch die antifaschistische und sozialistische staatliche Ordnung. Die dabei in einem relativ industriell entwickelten Land gemachten positiven wie negativen Erfahrungen in der Geschichte des deutschen Volkes auf „Stacheldraht, Mauer, Kinderkrippenplätze“ zu reduzieren, ist unseriös.
Warum erlitt der Sozialismus eine einstweilige Niederlage?
Der weltweite Übergang kapitalistischen und kolonialen zu sozialistischen Gesellschaftszuständen hat zweifelsohne 1989-1991 einen enormen Rückschlag erfahren, auf dessen Ursachen hier nicht näher eingegangen werden kann. Sie hängen wohl auch mit Engels oben zitierte Mahnung von 1874 zusammen:
„Es wird namentlich die Pflicht der Führer sein, sich über alle theoretischen Fragen mehr und mehr aufzuklären”.[29]
Welche Rolle spielt China im internationalen Weltprozeß?
1991 war jedoch mit dem Untergang der UdSSR und einer Reihe sozialistischer Länder die 1917 begonnene Epoche des praktischen Übergangs zum Sozialismus auf der Erde nicht beendet. Etwa 25% der derzeitigen Erdbevölkerung leben in sich entwickelnden sozialistischen Gesellschaftszuständen, allen voran China. In China wurde Ende 1911 bereits die Monarchie gestürzt und ab Januar 1912 die Republik ausgerufen. Die bürgerliche Nationale Volksbewegung (Kuomintang) unter Sun Yat-sen (1866-1925) schloß mit SowjetRußland einen Freundschaftsvertrag ab. In China riefen progressive Kräfte nach der russischen Oktoberrevolution dazu auf, von den Russen zu lernen.
War China „reif“ für den Übergang zum Sozialismus?
Die UdSSR unterstützte China im antijapanischen Krieg 1937-45. In Shanghai wurde 1921 die Kommunistische Partei Chinas gegründet, die ab 1927 unter Tschiang Kai-schek (1887-1975) blutig bekämpft wurde und sich deshalb ihre Rote Armee schuf. Im Antijapanischen Krieg kämpfte letztere zusammen mit der Armee der Republik China siegreich gegen die japanischen Okkupanten. Nach 1945 nahm Tschiang den Kampf gegen die KPCh wieder auf, in dessen Verlauf seine Truppen verloren und Mao Tse-tung am 1. Oktober 1949 in Beijing die Volksrepublik China ausrief. China war Mitte des 20. Jahrhunderts als größtes Entwicklungsland sozusagen historisch nicht „reif“ für den Übergang zur sozialistischen Gesellschaftsform.
Die traditionelle Zusammenarbeit Chinas mit der UdSSR
Mit diesem Neuen China schloß die UdSSR Anfang 1950 einen Freundschaftsvertrag. Der erfolgreiche Beginn der Entwicklung der Volksrepublik China in den 1950er Jahren ist ohne die sowjetische Hilfe schwer vorstellbar. 1957 konnte der 1. Fünfjahrplan (seit 1953) durch heroische Arbeitstaten seiner Werktätigen und Zusammenarbeit mit dem sozialistischen Lager erfolgreich erfüllt werden. Die UdSSR arbeitete allein 1957 an 135 großen Industrieobjekten mit und stellte über 10.000 Spezialisten für den Aufbau der chinesischen Industrie zur Verfügung. 8.000 chinesische Ingenieure, Techniker und Arbeiter waren zum Produktionspraktikum in der UdSSR. Der Anteil der Industrie an Gesamtbruttoproduktion erhöhte sich auf 52,8% und der Wert der Agrarproduktion auf 124%. Der Lohn der Arbeiter stieg um 42%, die Einkommen der Bauern um 30%.
Warum schlug China erneut den kapitalistischen Weg ein?
Nach negativen Erfahrungen mit Dorfkommunen und einer Kulturrevolution einen großen Sprung nach vorn in der gesamten gesellschaftlichen Entwicklung machen zu wollen, rang sich die KPCh ab 1978 dazu durch, sich einzugestehen, daß sich China im Anfangsstadium des Sozialismus befindet, einen Weg der Reformen und der Öffnung nach außen einzuschlagen, verschiedene Eigentumsformen an Produktionsmitteln zu gestatten, der Eigeninitiative und dem Wettbewerb in- und ausländischer sowie gemeinsamer Unternehmen auf den Märkten, reguliert durch die Regierung, breiteren Raum zu geben.
Die vier Grundprinzipien Chinas bei der „Neuen Ökonomischen Politik“
Der Substanz nach werden dadurch unter den zeitlichen, räumlichen, kulturellen und historischen Bedingungen Chinas die Hinweise Lenins zur NÖP erfolgreich praktiziert. Die KPCh beschloß auf ihrem 13. Parteitag 1987, an den vier Grundprinzipien festzuhalten: 1. am sozialistischen Weg, 2. an der demokratischen Diktatur des Volkes, 3. an der Führung des Landes durch die KPCh sowie 4. am Marxismus-Leninismus und den Ideen Mao Zedongs. Gleichzeitig wurde die Erkenntnis vom Anfangsstadium des Sozialismus, in dem sich China befindet, systematisch dargelegt. Durch Jahres- und Fünfjahrespläne konkretisiert sollen bis zum 100. Jahrestag der Gründung der KPCh 2021 eine Gesellschaft mit durchschnittlich bescheidenem Wohlstand und bis zum 100. Jahrestag der Gründung der VRCh 2049 die Modernisierung der Produktion so entwickelt werden, daß China dann auf der Mitte des Weges zu einem Industrieland befindet.
China auf dem Weg zur stärksten Wirtschaftsmacht der Erde
Dieser Kurs hat sich nun schon über 3½ Jahrzehnte als erfolgreich erwiesen. Die Volksrepublik China ist inzwischen im Begriff, hinsichtlich des BIP zur stärksten Wirtschaftsmacht der Erde zu werden; es ist das bevölkerungsreichste Land, es gehört zu den Spitzenreitern in der Weltraumforschung, der Kernenergie, der Länge der Autobahnen (4,46 Mio. km) und der Strecken von Eisenbahnen (110.000 km), der Hochgeschwindigkeitszügen (15.800 km), der erneuerbaren Energien, der Wiederaufforstung, der Armutsbekämpfung, der Sozialversicherung, der Wissenschaft und Technik, der medizinischen Betreuung, der Nutzung des Internets, es hat 2.116 Küstenhäfen und 202 zivile Flughäfen usw. usf.
Zusammenarbeit mit den ehemaligen sowjetischen Republiken
China initiierte seit Ende des 20. Jahrhunderts die freundschaftliche Zusammenarbeit mit der Russischen Föderation, Kasachstan, Kirgistans, Turkmeniens und Usbekistans sowie der ASEAN-Staaten; es unterstützt tatkräftig die Länder der südlichen Erdhalbkugel; es führt einen intensiven Handel mit den USA; es hat die Initiative zum Ausbau eines Wirtschaftsgürtels entlang der alten Seidenstraße und einer maritimen Seidenstraße des 21. Jahrhunderts, also zur vertieften Kooperation zwischen Ländern in Asien, Europa und Afrika ergriffen.
Der Marxismus-Leninismus in China
Auch die „theoretische Seite“, wie Engels 1874 formulierte, wird nicht vergessen: Die Bänder der seit 1975 erscheinenden Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) werden auf Beschluß der Führung der ca. 85 Millionen Mitglieder zählenden KPCh ins Chinesische übersetzt (24 Bände sind erschienen, 2 z. Z. im Verlag); es gibt seit Ende 2009 eine 10 Bände umfassende Ausgabe ausgewählter Manuskripte, Schriften und Briefe von Marx und Engels und eine 5 thematische Bände umfassende Lenin-Ausgabe; 2013 erschien ein drei Bände umfassendes großzügig gestaltetes Album mit Dokumenten, Fotos und Gemälden von Marx, Engels und Lenin; es gibt die 3. Auflage einer 4 Bände umfassenden Ausgabe Ausgewählter Schriften von Marx und Engels; soeben erschien die erste Gruppe einer Bibliothek von Einzelschriften des Marxismus; von einer auf 62 Bände geplanten Ausgabe der Dokumente der internationalen kommunistischen Bewegung von 1846 bis 1948 sind z.Z. (Anfang 2015) 50 Bände fertig. Es heißt in der Verfassung (1988):
„Im Jahre 1949 haben die Völker Chinas der verschiedenen Nationalitäten, geführt von der Kommunistischen Partei Chinas […] die Herrschaft des Imperialismus, des Feudalismus und des bürokratischen Kapitals gestürzt, den Sieg in der neudemokratischen Revolution errungen und die Volksrepublik China gegründet. Damit hat das chinesische Volk die Macht im Staat erobert und ist zum Herrn des Staates geworden.
Nach der Gründung der Volksrepublik China ist unsere Gesellschaft allmählich von der neuen Demokratie zum Sozialismus übergegangen. […] Beim wirtschaftlichen Aufbau sind große Erfolge erzielt worden. Es hat sich im wesentlichen ein unabhängiges, relativ vollständiges System der sozialistischen Industrie herausgebildet, die landwirtschaftliche Produktion hat sich deutlich erhöht, Erziehung, Wissenschaft und Kultur haben große Fortschritte gemacht. In der sozialistischen ideologischen Erziehungsarbeit wurden spürbare Ergebnisse erzielt. Der Lebensstandard der Volksmassen hat sich bedeutend verbessert.“
China – eine Hoffnung der Völker
In China wird nicht nur über Sozialismus nachgedacht, sondern auch praktisch für ihn – unter chinesischen Bedingungen – gearbeitet. Und Pionier auf diesem weltgeschichtlichen Weg waren die Völker der UdSSR – woran anläßlich des 70. Jahrestages der Befreiung des deutschen Volkes vom Hitlerfaschismus erinnert werden sollte.
Beijing, den 24.2.2015
Quellen und Anmerkungen:
[1] Marx an Friedrich Adolph Sorge, 27.9.1877. In: Karl Marx/Friedrich Engels: Werke. Dietz Verlag Berlin 1956 ff. (nachfolgend: MEW), Bd. 34, S. 296.
[2] Marx an Wilhelm Liebknecht, 4.2.1878. In: MEW, Bd. 34, S. 317.
[3] Siehe [Sigismund Ludwig Borkheim:] Russische Briefe. Eisenbahnen. In: Die Zukunft. Demokratische Zeitung.Berlin. 3. Jahrgang 1869. ((In Erfurt präzisieren!))
[4] Siehe W. I. Lenin: Die Entwicklung des Kapitalismus in Rußland. In: W. I. Lenin: Werke (nachfolgend: : LW), Bd. 1 (?), S. ((präzisieren!))
[5] südslawischen Zádruga°] Zádruga hießen auch in der Sozialistischen Republik Jugoslawien die landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften.
[6] Eine Beschreibung der indischen Gemeinde zitierte Marx im ersten Band des „Kapitals“ in MEW, Bd. 23, S.378/379.
[7] F. Engels: Nachwort (1894) zu „Soziales aus Rußland“. In: MEW. Bd. 18, S. 667/668.
[8] „Die Weltgeschichte wäre allerdings sehr bequem zu machen, wenn der Kampf nur unter der Bedingung unfehlbar günstiger Chancen aufgenommen würde. Sie wäre andrerseits sehr mystischer Natur, wenn ‘Zufälligkeiten’ keine Rolle spielten. Diese Zufälligkeiten fallen natürlich selbst in den allgemeinen Gang der Entwicklung und werden durch andre Zufälligkeiten wieder kompensiert. Aber Beschleunigung und Verzögrung sind sehr von solchen ‘Zufälligkeiten’ abhängig – unter denen auch der ‘Zufall’ des Charakters der Leute, die zuerst an der Spitze der Bewegung stehn, figuriert.” Marx an Ludwig Kugelmann, 17.4.1871. In: MEW. Bd. 33, S. 209.
[9] SowjetRußland musste gemäß Friedensvertrag von Brest-Litowsk vom 3. März 1918 erhebliche Reparationsleistungen an das Deutsche Reich leisten und die Unabhängigkeit Polens (das bis dahin russisches Gouvernement gewesen war), der Ukraine, Finnlands, Litauens, Lettlands, Estlands, Armeniens und Georgiens zugestehen. Damit mußte Rußland auf 25% seiner Bevölkerung und 75% seiner Schwerindustrie verzichten! 18 Staaten, darunter Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Japan, unterstützten die weißgardistischen Gegner der Sowjetregierung mit Waffen und Materialien und intervenierten auch selbst 1918-1920. Eine gewisse Erleichterung für die Sowjetregierung brachten die Revolutionen im November 1918 in Deutschland und Österreich-Ungarn, deren Monarchien gestürzt wurden. Das Deutsche Reich erklärte sich in der Verfassung von Weimar vom März 1919 als Republik. Am 16. April 1922 wurde während der im italienischen Genua stattfindenden Weltwirtschaftskonferenz zwischen dem Deutschen Reich, vertreten durch Außenminister Walther Rathenau, und der UdSSR, vertreten durch ihren Außenminister Grigori W. Tschitscherin, im Vorort Rapallo beschlossen, diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen aufzunehmen. Beide verzichteten auf Reparationszahlungen. Der Handel wurde nach dem Prinzip der Meistbegünstigung vereinbart.
[10] Die UdSSR war 1923 aus der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik, der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik, der Weißrussischen Sozialistischen Sowjetrepublik und der Transkaukasischen Sozialistischen Sowjetrepublik gegründet worden; am 31. Januar 1924 wurde ihre Verfassung angenommen und am 5. Dezember 1936 und am 7. Oktober 1977 erneuert. Am 26. Dezember 1991 zerfiel die Union in unabhängige Staaten.
[11] W. I. Lenin: Die große Initiative. (28.6.1919). In: LW, Bd. 29, S. 412/413. – Um vorzugreifen: Die zweite Aufgabe war selbst bis 1989 noch nicht gemeistert.
[12] Daher war die Entscheidung politischer Verantwortungsträger der einzelnen Sowjetrepubliken Ende 1991, unabhängige, autonome Staaten zu bilden, angesichts der historisch seit Anfang der 1920er Jahre als spezieller Bestandteil eines Gesellschafts- und insbesondere Wirtschaftsganzen vollzogenen Entwicklung katastrophal für die Masse der Bevölkerung und diente vor allem einer sich schnell etablierenden kapitalistischen Oberschicht, die für sich auf die Unterstützung des kapitalistischen Westeuropa setzte. Die Situation in der Ukraine ist dafür kennzeichnend. Andere ehemalige Sowjetrepubliken, vor allem in Mittelasien, begegnen dem etwa ein Jahrzehnt lang dauernden wirtschaftlichen und sozialen Niedergang in der von der Volksrepublik China vorgeschlagenen gegenseitig vorteilhaften Zusammenarbeit, die sich erfolgreich entwickelt und differenzierter sowie umfassender wird (Wirtschaftliche Shanghai-Kooperation).
[13] Japan hatte bereits 1931 den Nordosten Chinas okkupiert, womit gewissermaßen der zweite Weltkrieg begonnen hatte. Es begann – ein Jahr, nachdem in Spanien die spanischen Faschisten mit Unterstützung der deutschen und italienischen blutig die bürgerliche Volksfrontregierung zu beseitigen begonnen hatte – im Juli 1937, weitere große Gebiete Chinas zu besetzen und zu unterdrücken. Die Sowjetunion hatte mit der jungen Republik China einen Freundschaftsvertrag abgeschlossen. In diesem Sinne unterstützten bei Wuhan stationierte sowjetische Fliegerkräfte – neben US-amerikanischen – ab 1937 über dem Himmel von China den Kampf gegen die starke japanische Luftwaffe. Vom 22. bis 26. November 1943 trafen sich in Kairo US-Präsident Franklin D. Roosevelt und der britische Premierminister Winston Churchill mit dem chinesischen Generalissimus Tschiang Kaitschek und dessen Frau als Dolmetscherin, um die Ziele im Pazifikkrieg gegen Japan zu beraten. Der Vorsitzende des Rates der Volkskommissare der UdSSR, Generalissimus Josif W. Stalin unterzeichnete das Konferenzprotokoll anschließend.
[14] Das wären dann übrigens Städte gewesen, die laut Festlegung von Anfang 1945 auf Jalta in der sowjetischen Besatzungszone des besiegten Deutschlands gelegen hätten, aus der die UdSSR sich hätte ihre Reparationen entnehmen sollen.
[15] Richard von Weizsäcker hatte im Dezember 1983 als erster Regierender Bürgermeister von Berlin (West) die Deutsche Demokratische Republik (DDR) besucht und war dabei auch vom Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker empfangen worden, den er – dann in seiner Eigenschaft als Bundespräsident – auch im Herbst 1987 während des Staatsbesuchs Erich Honeckers bei Bundeskanzler Helmut Kohl in Bonn, der Hauptstadt der ehemaligen Bundesrepublik Deutschland (BRD), zum Gespräch empfing.
816] Die Kommune zu Paris, die erste praktische politische Herrschaft der Arbeiterklasse, existierte vom März bis Mai 1871, als sie dann mit Beistand der preußischen Truppen (die seit dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 vor Paris standen) blutig niedergeschlagen wurde.
[17] K. Marx/F. Engels: Die deutsche Ideologie. In: MEW. Bd. 3, S. 35/36.
[18] „Wir [bis] ist.°] Siehe F[riedrich] Engels: Das Fest der Nationen in London. (Zur Feier der Errichtung der französischen Republik, 22. Sept. 1792.). In: Rheinischen Jahrbücher zur gesellschaftlichen Reform. Herausgegeben von Hermann Püttmann. Zweiter Band. Belle-Vue, bei Constanz, Verlagsbuchhandlung zu Belle Vue. 1846, S. 3: „Die Demokratie, das ist heutzutage der Kommunismus. Eine andre Demokratie kann nur noch in den Köpfen theoretischer Visionäre existiren, die sich nicht um die wirklichen Ereignisse kümmern, bei denen nicht die Menschen und die Umstände die Prinzipien, sondern die Prinzipien sich selbst entwickeln. Die Demokratie ist proletarisches Prinzip, Prinzip der Massen geworden.“ – Vgl. Karl Marx/Friedrich Engels: Werke. Dietz Verlag Berlin 1956 ff. (nachfolgend: MEW). Bd. 2, S. 613.
[19] Starke Progressiv-Steuer.°] Siehe Friedrich Engels: Versammlungen in Elberfeld. In: Rheinische Jahrbücher zur gesellschaftlichen Reform. Hrsg. unter Mitwirkung Mehrerer von Hermann Püttmann. Erster Band. Darmstadt, 1845. Druck und Verlag von C. W. Leske, S. 61: „[…] eine allgemeine progressive Capitalsteuer“. – Vgl. MEW. Bd. 2, S. 548.
[20] Vermehrung [5 Zeilen weiter oben bis] Land.°] Siehe Friedrich Engels: Versammlungen in Elberfeld. A. a. O., S. 60: „Die zweite Maßregel wäre eine totale Reorganisation des Armenwesens, der Art, daß die sämmtlichen brodlosen Bürger in Colonien untergebracht würden, in welchen sie mit Agricultur- und Industriearbeit beschäftigt und ihre Arbeit zum Nutzen der ganzen Colonie organisirt würde.“ – Vgl. MEW. Bd. 2, S. 547.
[21] Oeffentliche [bis] Kinder.°] Siehe Friedrich Engels: Versammlungen in Elberfeld. A.a.O., S. 58: „Die erste würde eine allgemeine Erziehung aller Kinder ohne Ausnahme auf Staatskosten sein – eine Erziehung, welche für Alle gleich ist und bis zu dem Zeitpunkte fortdauert, in dem das Individuum fähig ist, als selbstständiges Mitglied der Gesellschaft aufzutreten.“
[22] [F. Engels/K. Marx:] Manifest der Kommunistischen Partei. London 1848, S. 15/16. – Vgl. MEW. Bd. 4, S.481/482.
[23] K. Marx: Der Bürgerkrieg in Frankreich. In: MEW. Bd. 17, S. 343.
[24] F. Engels: Ergänzung der Vorbemerkung von 1870 zu „Der deutsche Bauernkrieg“. In: MEW. Bd. 18, S. 516/517.
[25] K. Marx: Kritik des Gothaer Programms. In: MEW. Bd. 19, S. 21.
826] K. Marx: Kritik des Gothaer Programms. In: MEW. Bd. 19, S. 28.
[27] Engels an Edward Pease, 27.1.1886. In: MEW. Bd. 36, S. 429.
[28] Engels an Otto von Boenigk, 21.8.1890. In: MEW. Bd. 37, S. 447/448.
[29] Siehe Fußnote 23.
Prof. Dr. phil. Eike Kopf. Ausführliche Biographie: https://www.19lou.com/forum-89-thread-16039139-1-1.html
Nachwort: In ähnlicher Weise hatte auch Dr.Kurt Gossweiler die VR China eingeordnet. Immerhin ist es eine enorme Herausforderung, ein so riesiges Land mit einer Einwohnerzahl von 1,443 Milliarden Menschen (mit einer jährlichen Zuwachsrate von ca. 0,53%) auf einem Weg zu halten, der der gesamten Bevölkerung eine Existenzgrundlage bietet. Die Volksrepublik China ist jedoch entgegen westlicher Behauptungen kein „kommunistisches Land“, sondern befindet sich auf einem kapitalistischen Entwicklungsweg. Die hat Prof. Kopf anschaulich dargelegt. Man kann also davon ausgehen, daß der Marismus-Leninismus als wissenschaftliche Grundlage für die gesellschaftliche Entwicklung in China keine unerhebliche Rolle spielt. Davon zeugen auch solche kleinen Beispiel, wie die feierliche Übergabe des Karl-Marx-Denkmals in Trier und das strenge Verbot der Verbreitung solcher antikommunistischer Lügen, wie der im Westen bekannten Machwerke von A. Solzhenizyn. Bekanntlich hat sich die VR China auch bei der „militärischen Spezialoperation“ Rußlands in der Ukraine sehr zurückgehalten; gleichwohl verurteilt auch China den Faschismus in der Ukraine.
(Die Zweischenüberschriften wurden eingefügt – N.G.)

Übersetzung des Vorwortes:
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Ein ganz kurzer Kommentar von mir betreffs Verbündeter

Die Südtiroler Arbeiterpresse
Als Verbündte bezeichnen sich Vertreter von Nationen, deren Status - Kolonie ist:
USA, Kanda, Australien sind reine Kolonien und keine Staaten. Leider fällt in dieses Schema auch Israel und einige andere Nationen. 
Diese Kolonien sind Kolonien europäischer Kolonisten; kurz Kapitalisten. 
Die besetzenden Kapitalisten haben mittels Völkermord, fremdes Land besetzt, geplündert und annektiert.
Deren politische Ausstrahlung erfolgt nur über den Kanal der Besatzer. 
Demnach auch alle Äußerungen/Verträge usw. bezüglich von Bündnissen.
Natürlich haben diese Kreise mittels Un - Bildung versucht, ihren wahren Status zu verschleiern und zu leugnen. 
Ich sage es gern so, wie es wirklich ist:
Es gibt weder US-Amerikaner, noch Kanadier, Australier oder Israelis.
Das sind die Besatzer der jeweiligen Länder, die anderen Menschen bereits gehören oder gehörten.
Ein Einberufungsbefehl wird demnach nur an die Kinder/Anhänger der Besatzer erfolgen.
Die eigentlichen Besitzer der Länder, das inkludiert auch die DDR Bürger und sehr viele Europäer (als einzelne Nationen zu verstehen aber als Einheit der Arbeiter und Bauern), sind gut beraten, sich jetzt schon Gedanken zu ihrer Einheit und zum Widerstand zu machen. 
Denken Sie bitte daran, dass der Schlaue gewinnt. Die Taktik ist eine der Grundschulen der DDR-Erziehung. Reden Sie mit Ihren Genossen weltweit, welche Taktik sie anwenden und wie sie die, für sich gebrauchen können. Sie werden staunen, wie schnell die fallen.

 

Schöner Gruß vom Colonel - übersetzt

https://colonelcassad.livejournal.com/7607255.html

Nazi-Böse hinter Deutschlands reichsten Unternehmen

Während des Ersten Weltkriegs verdiente der deutsche Textilmagnat Günter Quandt Millionen mit der Lieferung von Militäruniformen und Ausrüstung an die Armee des Deutschen Reiches. Kurz nach diesem Krieg, als weltweit der Elektrifizierungsboom begann, übernahm er die Kontrolle über einen der größten Batteriehersteller der Welt. Und nach einiger Zeit erwarb er die Unternehmen der Firma, die einer der wichtigsten Hersteller von Waffen und Munition in Deutschland war. Aber das war nur der Anfang. Quandt erlangte durch seine Geschäfte mit den Nazis enormen Reichtum und Macht. (Derzeit kontrolliert die Quandtov-Dynastie den BMW-Autokonzern - Ca. InoSMI). Quandts Geschichte, erzählt in David de Jongs Nazi Billionaires: A Dark History of Germany's Wealthiest Dynasties, weckt Entsetzen und Angst.

Es ist allgemein bekannt, dass viele dynastische deutsche Unternehmen ihre Position Nazi-Sympathien und sogar vorsätzlicher Beteiligung am Nazi-Böse verdanken. De Jong untersuchte die Geschichte der fünf größten Industriellen, die Adolf Hitlers Machtübernahme finanzierten, in entsetzliche Verbrechen verwickelt waren und aus ihren blutigen Investitionen Milliarden einnahmen. Das sind der bereits erwähnte Quandt, der Autobauer Ferdinand Porsche, Richard Kaselowski von der OetkerGroup-Unternehmensgruppe (der größte deutsche Konzern, der im Zweiten Weltkrieg Lebensmittel an die aktive Bundeswehr lieferte - ca. InoSMI), der Finanzier August von Fink und der Industrielle Frederick Schnippen. Yongs Buch beschreibt die Verbrechen dieser deutschen Magnaten zugunsten des Nazismus und die Nachkriegsoperationen, um sie zu vertuschen. Es erzählt auch

Die ersten Episoden von Quandts Zusammenarbeit mit dem Nationalsozialismus reichen bis in die frühen 1920er Jahre zurück. Als Quandt zu dieser Zeit mit seiner Frau Magda die USA besuchte, wurden sie von einem gewissen Kurt Lüdke angesprochen, einem glühenden deutschen Nationalisten, der Spenden für die junge, finanziell angeschlagene Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) sammelte. Vom Antisemiten Henry Ford abgelehnt, hoffte er, Quandt auf die Seite der Nationalsozialisten zu bringen. Quandt weicht aus, aber Magda tendiert zu den Nazis. Als sich das Ehepaar 1929 mit einer großzügigen finanziellen Abfindung scheiden ließ, stand sie bereits in regem Kontakt mit den deutschen Nationalsozialisten. Magda schluckte Hitlers Buch „Mein Kampf“ förmlich und trat der NSDAP bei, wo sie für ihren späteren Ehemann Joseph Goebbels, den späteren Leiter der Propagandaabteilung der NSDAP, arbeitete. Quandt, der Magda und Goebbels weiterhin freundschaftlich verbunden blieb, geriet unter deren Einfluss. Wie viele in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg begann er zu glauben, dass nur Juden und Kommunisten für alle Übel des Landes verantwortlich seien.

Der Zweite Weltkrieg und die von Hitler begangenen Gräueltaten wären ohne die Millionen, die Quandt und andere Industrielle für die Ausrüstung von Hitlers Sturmtruppen bereitstellten und die ihm den Sieg bei den Wahlen 1933 sicherten, kaum möglich gewesen. Im Gegenzug machten diese plutokratischen Industriellen riesige Gewinne, als er den Krieg in Europa begann. In der Tat gab es in der Nazi-Armee eine unersättliche Nachfrage nach Uniformen, Munition, Jägern und Batterien für Torpedos und Raketen. Die Leute, die Hitlers Aufstieg zur Macht finanzierten, verkauften ihm jetzt militärische Ausrüstung und Waffen.

Quandt sichert sich 1933 einen Sitz im Aufsichtsrat von Daimler-Benz und steigt bald neben der Textilindustrie in die Rüstungsproduktion ein. Er wurde ein Schlüssellieferant der deutschen Luftwaffe - der Luftwaffe. Der Porsche-Autoingenieur, der der SS angehörte, telegrafierte unmittelbar nach der Wahl Hitlers an den Führer, er und seine Leute würden "ihren Willen und ihre Fähigkeiten dem deutschen Volk zur Verfügung stellen". Seine Firmen produzierten moderne Panzer, V-1-Raketen und andere Waffensysteme. 1934 erhielt er von Hitler den Auftrag, das Volksauto Volkswagen zu entwickeln. August von Fink, der ein Finanzimperium erwarb, zu dem die Bank Merck Finck und die Versicherungsgesellschaften Allianz und Münchener Rück gehörten, glaubte, dass "Gott den Führer gesandt hat, um das deutsche Volk zu retten". Kasselowski, heiratete die verwitwete Schwiegertochter des Gründers der Oetker-Gruppe und wurde Geschäftsführer des Unternehmens, hatte ein Porträt Hitlers in seinem Büro. Er verschenkte signierte Exemplare von Mein Kampf an neue Mitarbeiter. Das Unternehmen war der Hauptlieferant von Lebensmitteln für die Front. (Sein Stiefsohn, Rudolf August Eetker, der das Unternehmen leitete und es nach Kaselovskys Tod bei einem Luftangriff im Jahr 1944 zu einem bekannten Namen machte, war ein ehemaliger SS-Offizier und ein glühender Nazi). Frederick Flinck profitierte von der Versorgung mit den besten Stahlsorten für den Bedarf der Kriegsindustrie, erwarb mehrere Bergwerke und Schwerindustrien und war der führende Hersteller von Maschinengewehren im Reich. Das Unternehmen war der Hauptlieferant von Lebensmitteln für die Front. (Sein Stiefsohn, Rudolf August Eetker, der das Unternehmen leitete und es nach Kaselovskys Tod bei einem Luftangriff im Jahr 1944 zu einem bekannten Namen machte, war ein ehemaliger SS-Offizier und ein glühender Nazi). Frederick Flinck profitierte von der Versorgung mit den besten Stahlsorten für den Bedarf der Kriegsindustrie, erwarb mehrere Bergwerke und Schwerindustrien und war der führende Hersteller von Maschinengewehren im Reich. Das Unternehmen war der Hauptlieferant von Lebensmitteln für die Front. (Sein Stiefsohn, Rudolf August Eetker, der das Unternehmen leitete und es nach Kaselovskys Tod bei einem Luftangriff im Jahr 1944 zu einem bekannten Namen machte, war ein ehemaliger SS-Offizier und ein glühender Nazi). Frederick Flinck profitierte von der Versorgung mit den besten Stahlsorten für den Bedarf der Kriegsindustrie, erwarb mehrere Bergwerke und Schwerindustrien und war der führende Hersteller von Maschinengewehren im Reich.

Alle fünf wurden während des „Arisierungsprogramms“, wie die illegale Übernahme jüdischer Unternehmen von 1933 bis Kriegsende genannt wurde, reich. Quandt baute sein Konglomerat aus und eignete sich viele wertvolle jüdische Geschäfte an. Porsche kaufte Anteile an seinem jüdischen Mitbegründer und Chefingenieur, der der „Rassenbelästigung“ beschuldigt wurde, weil er mit einer nichtjüdischen Frau ausgegangen war. Von Fink plädierte für „eine schrittweise Rassensäuberung des so stark jüdisch geprägten Finanzgewerbes (Bankwesen). Er übernahm die Leitung der Berliner Dreyfus-Bank und einiger Rothschild-Geschäftsimperien in Österreich. Finck beraubte regelmäßig jüdische Bankiers und unterschätzte ihr Vermögen, aber nach dem Krieg wagte er es zu behaupten, er habe in gutem Glauben gehandelt, um Juden vor den Nazis zu schützen.

Flicks Maschinengewehrfabrik war eines der vielen Geschäfte, die er den Juden wegnahm. Rudolf August Eetker erwarb eine bedeutende Kunstsammlung. Im Jahr 2013 veröffentlichte die Oetker-Gruppe im Rahmen einer öffentlichen Propagandakampagne eine scheinbar maßgeschneiderte, verdrehte Geschichte über ihre Beziehung zu den Nazis. 2017 kündigte das Unternehmen sogar an, Experten mit der Untersuchung der Oetker-Sammlung zu beauftragen, angeblich um gestohlene Kunst ihren rechtmäßigen Eigentümern zurückzugeben.

Alle diese deutschen Magnaten nutzten die Sklavenarbeit von Juden und anderen Gefangenen. IG Farben, Siemens, Daimler-Benz, BMW, Krupp und andere von Quandt und Flick kontrollierte Unternehmen waren die größten Nutzer von Zwangsarbeitern, die der deutschen Wirtschaft auf Anfrage bei den Reichsbehörden zur Verfügung standen. Die Oetker-Gruppe hat in ihren Fabriken in großem Umfang auf Zwangsarbeit zurückgegriffen. Porsche setzte Tausende von französischen Zivilisten und anderen Gefangenen in seinem Volkswagen-Produktionskomplex ein. Ab Juni 1941 verlor Deutschland im Verlauf des Krieges jeden Monat 60.000 Soldaten. Sie mussten gefüllt werden. Aufgrund des daraus resultierenden Arbeitskräftemangels startete Nazi-Deutschland bereits Anfang 1942 das weltweit größte Zwangsarbeitsprogramm. Etwa 20 Millionen Menschen aus 26 Ländern, die überwiegende Mehrheit aus Polen und der Sowjetunion musste in deutschen Fabriken und Konzentrationslagern arbeiten. Der amerikanische Sklavenhandel, der zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert 12 Millionen afrikanische Sklaven nach Amerika verkaufte, verblasst im Vergleich zu solch einem monströsen Unterfangen.

Mindestens 2,5 Millionen Häftlinge und Häftlinge starben an den entsetzlichen Arbeits- und Lebensbedingungen. Sie wurden aus Konzentrationslagern in Lager direkt neben den Fabriken verlegt, wo sie geschlagen, ausgehungert und gezwungen wurden, unter extremen Wetterbedingungen zu arbeiten. Sie arbeiteten ohne jeglichen Schutz mit gefährlichen und schädlichen Materialien, wurden durch Blei vergiftet und erlitten schwere Verbrennungen. Wenn das Glied einer so unglücklichen Person in den Mechanismus fiel, zogen sie die Leiche heraus und ließen sie im Auto. Schwangere Frauen wurden gezwungen, ihre Kinder bei der Geburt zu verlassen und sofort nach der Geburt wieder zu arbeiten. Aber die Ermittler der NS-Kriegsverbrechen haben ihre Aufmerksamkeit nie auf diese industrielle Sklaverei gerichtet.

Mächtigen Industriellen wurde vorgeworfen, von Nazi-Verbindungen profitiert zu haben, aber keine Sklavenarbeit eingesetzt zu haben, und die meisten von ihnen verbrachten nicht mehr als ein paar Jahre im Gefängnis. Josiah Dubois, leitender Anwalt im IB-Farben-Fall bei den Nürnberger Prozessen, nannte ihre Strafen sogar „so milde, wie es Hühnerdiebe normalerweise bekommen.“ Die längste im IG-Farben-Prozess verhängte Strafe war beispielsweise acht Jahre Gefängnis (was er voll gedient) an Otto Ambros, Leiter des Chemiewaffenausschusses im Kriegsministerium und Leiter der Produktion in den Konzentrationslagern Buna-Monowitz und Auschwitz Flick erhielt 1947 sieben Jahre, wurde aber 1950 amnestiert. Office of Strategic Services (OSS ), Vorgänger Die CIA verfolgt Quandt seit 1941 und stellte fest, dass er "

Seit Beginn des Kalten Krieges im Jahr 1947 haben sich die Prioritäten von Präsident Harry Truman von der Bestrafung Deutschlands auf die Sicherung seines wirtschaftlichen Aufschwungs verlagert. Die amerikanische Besatzung wich der deutschen Selbstverwaltung. Kriegsverbrecher und Nazi-Sympathisanten wurden deutschen Gerichten übergeben. Die Strafen waren gering, weil die Deutschen ihre Landsleute nicht für das verurteilen wollten, was sie im Wesentlichen selbst taten. Die Wahrheit wurde geopfert. Während die Nazi-Industriellen ihre Archive räumten, organisierten die USA 1950-1951 eine Reihe von Begnadigungen, auch für Flick. Es gab einen Koreakrieg, also brauchte Amerika Deutschland und seine Industrie.

Die fünf im Buch erwähnten deutschen Dynastien gaben offen zu: Ja, sie waren begeisterte Nazis, aber ... sie wurden gezwungen, der Partei beizutreten. Kaselowski und Flick beispielsweise tourten als Mitglieder von Himmlers Freundeskreis durch Dachau und trugen zu dessen rassistischem Lebensborn-Programm bei, indem sie „rassentaugliche Kinder" von ihren Eltern entwöhnten. Persönlich betreut von Himmler – Anm. von Inosmi). Sie alle entkamen jedoch einer schweren Bestrafung. Und ihre Erben taten wenig, um die Verbrechen hinter dem Reichtum ihrer Familienclans anzuerkennen.
De Jong setzt diesem Schweigen seine profunde Recherche entgegen.

(c) Janet Levy

https://inosmi.ru/20220510/natsizm-254094908.html - Zink
https://www.americantinker.com/articles/2022/05/the_nazi_evil_behind_germanys_wealthiest_companies.html - Original in Englisch

Dazu, glaub ich, braucht es keine Bilder

Wir haben heute nicht nur den Feiertag...

Die Südtiroler Arbeiterpresse

...zum Tag der Befereiung in der DDR. Nein! Heute vor genau einhundert Jahren, wollten die USFaschisten einer alten Gewohnheit nachgehen. Klauen und Massenmorden. Schließlich fand ja die aller erste Generalprobe an den Ureinwohnern Amerikas statt. Dafür wurden die verantwortlichen Familien bis heute nicht gehangen. Von einer Enteignung ganz zu schweigen. Man lese, dass sich dieses Gesindel grundsätzlich mit Diebstahl schadlos hielt. Offensichtlich ist das in den Kreisen, nicht nur eine Gewohnheit, sondern die Quelle ihres stinkfaulen, strotzdummen Daseins.

https://russia-insider.com/en/us-army-invaded-russia-exactly-100-years-ago-russians-remember/ri24498

Die 8000 Mann starke Expeditionstruppe, Unterstützung der Weißen Bewegung und die ernsthaftesten Absichten – vor genau 100 Jahren, am 15. August 1918, erklärte das US-Außenministerium offiziell den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Russland, woraufhin die Amerikaner in Wladiwostok von Bord gingen. Dies markierte den Beginn der umfassenden Intervention der Entente-Länder in einem Land, das bereits im Bürgerkrieg versunken war. Das Material von RIA deckt die Erinnerungen ab, die das ausländische Militärpersonal im Fernen Osten hinterlassen hat.

„Die Nation existiert nicht“

Unmittelbar nach der Oktoberrevolution schloss Sowjetrußland an der Ostfront einen Waffenstillstand mit Deutschland und zog sich tatsächlich aus dem Krieg zurück. Die Entente-Länder nahmen es buchstäblich mit Feindseligkeit wahr. Unter dem Vorwand der Unzulässigkeit der Machtübernahme im ehemaligen Kaiserreich durch die  „deutschfreundliche Partei“ bereiteten sich die Westmächte darauf vor, in einem bereits vom Bürgerkrieg erfassten Russland einzugreifen.

Die Ukraine, Bessarabien und die Krim lagen im französischen Einflussbereich. England behielt sich das Recht für  „Kosaken- und Kaukasusregionen“ , Armenien, Georgien und Kurdistan vor. Die USA, die in den ersten Jahren der Sowjetmacht neutral blieben, erklärten sich daraufhin bereit, Großbritannien und Frankreich bei  der „Erkundung“  der russischen Primorje zu helfen. Die Amerikaner wollten zwei Hasen mit einer Klappe schlagen – um Zugang zu den reichen Ressourcen des Fernen Ostens zu erhalten und um zu verhindern, dass sich Japan – das ebenfalls  „die Haut des noch nicht getöteten Bären teilen“  – dort verschanzt.

Ohne die tschechoslowakische Legion und Interventionisten wäre es bereits 1918 ohne großes Blut geendet. Die Führer der Weißen Bewegung gewährten den Amerikanern, Engländern, Franzosen und Japanern Zugeständnisse und versprachen, die imperialen Schulden zu bezahlen. Tatsächlich gaben sie Ausländern die Kontrolle über russisches Territorium“.

 

Sie standen nicht auf Zeremonien mit der lokalen Bevölkerung, die die roten Partisanen unterstützte. Im russischen staatlichen historischen Archiv des Fernen Ostens  wurden „Akten über die gefolterten und erschossenen Bauern in den Jahren 1918-1920 im Bezirk Olginsky aufbewahrt“ . Hier ist ein Auszug aus diesem Dokument:  „Nachdem die Amerikaner die Bauern I. Gonevchuk, S. Gorshkov, P. Oparin und Z. Murashko gefangen genommen hatten, begruben sie sie lebendig, weil sie Verbindungen zu örtlichen Partisanen hatten.

Und sie erledigten die Frau des Partisanen E. Boychuk wie folgt: Sie stachen ihren Körper mit Bajonetten und ertränkten ihren Körper in einer Müllgrube. Sie verstümmelten den Bauern Bochkarev mit Bajonetten und Messern bis zur Unkenntlichkeit: Seine Nase, Lippen und Ohren waren abgeschnitten, sein Kiefer herausgerissen, sein Gesicht und seine Augen mit Bajonetten gestochen worden, sein ganzer Körper war verstümmelt worden zerschneiden. In der Nähe des Bahnhofs Sviyagino wurde der Partisan N. Myasnikov auf die gleiche brutale Weise gefoltert – nach Aussage eines Augenzeugen hackten sie ihm zuerst die Ohren ab, dann seine Nase, Hände, Beine und dann hackten sie ihn lebendig in Stücke . “

Wer da in etwa Dinge erkennt, die den heutigen gleichen, ist ein fauler Lügner. Nun wissen Sie auch, warum ausgerechnet Sowjetische/Russische Medien in Europäischen Faschistenkreisen verboten werden.

 

Heute vor 116 Jahren....

Eulenspiegel der Schlagzeilen

...ein Zitat aus den Stalinwerken von 1906:

DIE INTERNATIONALE KONTERREVOLUTION

 

Das heutige Rußland erinnert in vieler Hinsicht an das Frankreich der Zeiten der großen Revolution. Diese Ähnlichkeit kommt u. a. darin zum Ausdruck, dass sich bei uns wie damals in Frankreich die Konterrevolution breit macht und, da es ihr in den eigenen Grenzen zu eng ist, ein Bündnis mit der Konterrevolution anderer Staaten eingeht - sie nimmt allmählich internationalen Charakter an. In Frankreich schloss die alte Regierung ein Bündnis mit dem Kaiser von Österreich und dem König von Preußen, rief deren Truppen zu Hilfe und leitete eine Offensive gegen die Volksrevolution ein. In Rußland schließt die alte Regierung ein Bündnis mit dem deutschen und dem österreichischen Kaiser - sie will deren Truppen zu Hilfe rufen und die Volksrevolution in Blut ertränken.

Schon vor einem Monat waren bestimmte Gerüchte im Umlauf, dass „Rußland“ und „Deutschland“ Geheimverhandlungen führen (siehe „Sewernaja Semlja“[70] Nr. 3). Hiernach verbreiteten sich die Gerüchte immer hartnäckiger. Jetzt aber ist es dahin gekommen, dass die Schwarzhunderterzeitung „Rossija“ [71] direkt erklärt, an der jetzigen schwierigen Lage „Rußlands“ (d. h. der Konterrevolution) seien die revolutionären Elemente schuld. Das Blatt erklärt: „Die kaiserlich deutsche Regierung legt sich über diese Lage vollauf Rechenschaft ab, und sie hat deshalb eine ganze Anzahl entsprechender Maßnahmen unternommen, die nicht verfehlen werden, zu den gewünschten Resultaten zu führen.“ Diese Maßnahmen bestehen, wie sich herausstellt, darin, dass „Österreich“ und „Deutschland“ sich rüsten, „Rußland“ Truppen zu Hilfe zu schicken für den Fall, dass die russische Revolution Erfolge erzielen sollte. Dabei haben sie bereits aus diesem Anlass Vereinbarungen getroffen und beschlossen: „Unter bestimmten Voraussetzungen könnte ein aktives Eingreifen in die inneren Angelegenheiten Rußlands zwecks Unterdrückung oder Einschränkung der revolutionären Bewegung als erwünscht und nützlich erscheinen...“

Wie sich doch die Zeiten gleichen. Auch die kriminellen Hetzschrittmacher sind die gleichen:-))

Und vor 102 Jahren das Gleiche:

EIN NEUER FELDZUG DER ENTENTE
GEGEN RUSSLAND

"Prawda" Nr. 111 und 112,
25. und 26. Mai 1920.

 

 

Es steht außer Zweifel, dass der Feldzug der polnischen Pans gegen die russischen Arbeiter und Bauern eigentlich ein Feldzug der Entente ist. Es handelt sich nicht nur darum, dass der Völkerbund, der von der Entente gelenkt wird und dem Polen angehört, den Feldzug Polens gegen Rußland offenbar gebilligt hat. Es handelt sich vor allem darum, dass Polen ohne Unterstützung der Entente nicht imstande gewesen wäre, seinen Überfall auf Rußland zu organisieren, dass vor allem Frankreich und dann auch England und Amerika die Offensive Polens auf jede Weise mit Waffen, Bekleidung, Geld und Instrukteuren unterstützen. Die innerhalb der Entente bestehenden Meinungsverschiedenheiten in der polnischen Frage ändern nichts an der Sache, denn sie betreffen nur die Formen der Unterstützung Polens, nicht aber die Unterstützung an und für sich. Auch der diplomatische Notenwechsel Curzons mit Genossen Tschitscherin [99] und die groß aufgemachten Artikel der englischen Presse gegen die Intervention ändern nichts an der Sache, denn mit diesem ganzen Rummel verfolgt man nur einen Zweck: naiven Politikern Sand in die Augen zu streuen und mit dem Gerede von einem Frieden mit Rußland das schmutzige Werk, die von der Entente organisierte faktische bewaffnete Intervention, zu verschleiern.

Die anderen Versuche folgen noch. Nur, um zu bweisen, dass es Europäische Faschisten und Völkermörder bereits seit einigen hundert Jahren gibt:-)) Wir reden von deren Tradition und Geruch.