Skip to content

Eine kleine Leseprobe..aber nicht von mir..vom OberstKassad

Oberst Kassad Dokument 7399122

Der Oberst bestätigt die Verbrechen der USBesatzer. Die trauen sich wahrscheinlich, die ganze Welt zu vergiften. 

Die bulgarische Journalistin Dilyana Gaytandzhieva (einst weithin bekannt für ihre Untersuchungen, die den Plan zur Lieferung von Waffen aus Europa an ISIS und Al-Qaida-Kämpfer in Syrien und im Jemen aufdeckten) veröffentlichte Dokumente über amerikanische biologische Experimente an Menschen in Georgien und der Ukraine.

Dokumente enthüllen biologische Experimente der USA an verbündeten Soldaten in der Ukraine und in Georgien

Während die USA planen, ihre militärische Präsenz in Osteuropa zu verstärken, um „ihre Verbündeten vor Russland zu schützen“, enthüllen interne Dokumente, was amerikanischer „Schutz“ in der Praxis bedeutet.

Das Pentagon hat potenziell tödliche biologische Experimente an 4.400 Soldaten in der Ukraine und 1.000 Soldaten in Georgien durchgeführt. Laut den durchgesickerten Dokumenten müssen alle Todesfälle von Freiwilligen innerhalb von 24 Stunden (in der Ukraine) und 48 Stunden (in Georgien) gemeldet werden.

Beide Länder gelten als die treuesten US-Partner in der Region, auf ihrem Territorium wird eine Reihe von Pentagon-Programmen durchgeführt. Eines davon ist das Biological Engagement Program der Defense Threat Reduction Agency (DTRA) in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar, das die Erforschung biologischer Wirkstoffe, tödlicher Viren und antibiotikaresistenter Bakterien umfasst, die in der lokalen Bevölkerung untersucht wurden.

Projekt GG-21: „Alle Todesfälle von Freiwilligen werden sofort gemeldet“

Das Pentagon hat ein auf fünf Jahre angelegtes Projekt mit einer möglichen Verlängerung auf drei Jahre mit dem Codenamen GG-21 gestartet: Clear-footed and zoonotic infection among military staff in Georgia. Laut Projektbeschreibung sollen 1.000 Rekruten bei ihrer medizinischen Untersuchung im georgischen Militärkrankenhaus in Gori Blutproben entnommen werden. Die Proben werden auf Antikörper gegen vierzehn Krankheitserreger getestet:

Bacillus anthracis
Brucella
CCHF-Virus
Coxiella burnetii
Francisella tularensis
Hantavirus
Rickettsia-Spezies
FSME-Virus
Bartonella-Spezies
Borrelia-Spezies
Ehlrichia-Spezies
Leptospira-Spezies
Salmonella typhi
WNV

Das Volumen der Blutentnahme beträgt 10 ml. Die Proben werden auf unbestimmte Zeit beim NCDC (Lugar Center) oder USAMRU-G aufbewahrt, und Aliquots können für zukünftige Forschungszwecke an die WRAIR-Zentrale in den USA gesendet werden. Das Walter Reed Army Research Institute (WRAIR) ist das größte biomedizinische Forschungszentrum des US-Verteidigungsministeriums. Bluttestergebnisse werden den Studienteilnehmern nicht mitgeteilt.

Ein solches Verfahren kann nicht zum Tod führen. Dem Projektbericht zufolge werden jedoch „alle Todesfälle von Freiwilligen unverzüglich (normalerweise innerhalb von 48 Stunden nach Benachrichtigung des Hausarztes)“ dem georgischen Militärkrankenhaus und WRAIR gemeldet.

Die Blutproben der Soldaten werden im Lugar Center, einer vom Pentagon mit 180 Millionen Dollar finanzierten Einrichtung in der georgischen Hauptstadt Tiflis, gelagert und weiter analysiert.

In den letzten Jahren wurde das Lugar Center berüchtigt für kontroverse Aktivitäten, Laborvorfälle und Skandale im Zusammenhang mit dem Hepatitis-C-Programm des US-Pharmariesen Gilead in Georgia, bei dem mindestens 248 Patienten getötet wurden. Die Todesursache wird laut internen Dokumenten in den meisten Fällen als unbekannt angegeben.

Das georgische GG-21-Projekt wird von DTRA finanziert und von US-Militärwissenschaftlern einer Spezialeinheit der US-Armee mit dem Codenamen USAMRU-G durchgeführt, die im Lugar Center arbeiten. In Georgien wurde ihnen diplomatische Immunität gewährt, um Bakterien, Viren und Toxine zu erforschen, ohne Diplomaten zu sein. Diese Einheit untersteht dem Walter Reed Army Research Institute (WRAIR).

Und jetzt kommt ein Satz, der uns ziemlich bekannt vor kommt:

Darüber hinaus liegen gemäß dem Abkommen zwischen den USA und der Ukraine Ansprüche Dritter wegen Tod und Körperverletzung in der Ukraine, die sich aus Handlungen oder Unterlassungen von Mitarbeitern der Vereinigten Staaten im Zusammenhang mit der Arbeit im Rahmen dieses Abkommens ergeben, in der Verantwortung der Ukraine.

Kleine Ausfahrt 240122-1

Heute hat es uns mal wieder an den Garda gezogen. Auffallend war die absolute Leere auf der Straße oder soll ich auf den Straßen sagen. Wir hätten heute einen Weltrekord aufstellen können. Selbst bei Telepass stand nicht ein Auto. Wir fuhren aber an gewaltigen LKW-Kolonnen vorbei. Wir sind in Riva eingefahren und haben den See in Garda verlassen. Der Dieselpreis hat sich erhöht. Bei uns ist er nur drei Cent höher als im Trentino. Der See war zu Mittag noch ziemlich neblig. Fotos waren leider kaum möglich. Joana hat uns mehrere während der Fahrt geschossen. Nach dem Aussortieren habe ich mal das Foto bearbeitet. Eins habe ich mit der Nikon in Richtung See geschossen. Das muss ich nachreichen.

Hühnchenoberschenkel in Zwetschgenrösterfond

Die sparsame Küche

Wir Alle kennen das leidige Thema: Hühnchenstreit an Tischen der Großfamilien. Die Verdiener bekommen das beste Stück.

Zum Glück ist das jetzt abgeschafft. Die etwas weniger Fleißigen dürfen jetzt auch Keule fressen. Ich betone "Fressen", weil die weniger Fleißigen meist mit dem größten Appetit gesegnet sind. Zum Glück können wir jetzt die Waden, sprich die Unterschenkel, in Afrika entsorgen. Bisweilen werden die auch als Delikatesse in Schnellimbissketten angeboten. Dort bringen sie auch den meisten Gewinn. Wir möchten bedenken, an Unterschenkeln ist der Knochenanteil besonders hoch. Er überschreitet die 50%-Marke. In Fleisch umgerechnet, ist dieses Geflügel mit Abstand am teuersten. Nachdem heute unsere hübschen Hühnchen meist schon im Jugendalter ihr Leben für uns geben, dürfen wir an der Wade nicht all zu viel Fleisch erwarten. Die Hühnchen scheinen zu oft vor dem PC zu sitzen. Oder, haben die etwa schon ein Handy?

Von unserer größten Genossenschaft der Geflügelzüchter, der Veroneser Aia, schmecken die Hühnchen natürlich am besten. Meinen wir. Leider müssen wir uns die bei unseren Österreichischen Handelsketten kaufen. Es sei denn, ich bin mit dem Moto mal am Garda oder in der Nähe Veronas. In der Hoffnung, unsere Hühnchen durften vor ihrem Ableben noch einmal den Brennerpaß sehen oder zumindest, eine Runde um den Garda kutschen, lassen wir uns heute deren zarte Oberschenkel schmecken. Nichts läßt sich vergleichen mit der Oberschenkel - Innenseite unserer hübchen Italienerinnen. Das ist eine Hühnchenrasse, die im Gegenteil zu unseren weiblichen Mitbürgern, recht anspuchslos ist.

Unsere nördlichen Nachbarn kochen eine ganz besondere Zutat, die mir ausgerechnet zu Truthahn und Hähnchen schmeckt. Die Zwetschgenröster. Zwetschgenröster sind eine Art Pflaumenmus, der aber als Konfit oder Konfitüre hergestellt wird. Jetzt könnten wir uns das extra noch Musen. Müssen wir aber nicht. Die Röster sind fertig abgeschmeckt. Ich rede von passend und gut gelungen.

Unsere Oberschenkel der Italienerinnen, reiben wir erst mit Öl ein, fast wie im Leben. Wir würzen nicht sparsam mit Salz und Pfeffer. Das Backblech des Grills behandeln wir wie ein Backblech und geben danach die Pflaumenröster drauf. Gut verteilen bitte. Auf die Pflaumenröster setzen wir die Parade der Oberschenkel. Der Rand eines Badesteges am Meer von Capri kann nicht schöner aussehen.

Das Geflügel grillt sich jetzt selbst. In der Zeit gehen Köche Eine rauchen. Nach der Halbzeit gehen wir zum Grill und drehen die zarten Oberschenkel unserer Italienerinnen, eine Runde durch die Pfaumenröster. Der Pflaumensaft läuft jetzt an den Oberschenkel - Außenseiten entlang. Nicht nur an der Innenseite. Die Haut soll wieder oben liegen. Italienerinnen möchten auch schön braun sein.

In fuffzig Minuten ist das fertig. Wie gesagt. In einem Grill mit einem KW. Für Energie haben wir damit um die zwanzig Cent zu drücken. Alle Achtung.

Zu Oberschenkel von Italienerinnen braucht es eigentlich keine Beilage. Joana kühlt mich immer etwas ab mit einem selbstgebackenem Brot. Mit Italienischer frischer Hefe und der richtigen Mischung, erhalten wir ein Haselnuss - Brot, das nicht nur flockig, sondern butterweich ist.

Eine Gyrosnachahmung

Die sparsame Küche

Witzigerweise bekommen wir im Großhandel die Schöpfe, deutsch - Kämme, oft für ein Spottgeld fast nachgeworfen. Angeblich, weil Keiner, Schopf nachfragt. Im Handel sieht das oft anders aus. 

Gyros, eine griechische Nationalspeise, gehört irgendwie zu meinen Lieblingsspeisen. Für arme Leute ist das neben Haschierten in allen Variationen, die Möglichkeit, Fleisch pur zu erleben. Aus dem Grund ist es ein Sonntagsessen der ausgefallenen Art und ein Festessen.

Gyros essen wir natürlich in einer klassischen Abwandlung statt mit Reis, mit Ofenkartoffeln. Für Gyros und für Ofenkartoffeln benötigen wir natürlich einen Grill. Den sollte jeder arme Haushalt haben. Es gibt Grills, die mit einem KW betrieben werden. Haben wir keinen Grill, müssen wir das in einer Pfanne oder in einem Topf nachempfinden. Bratpfannen sind wegen ihrer eher niedrigen Seiten, nur begrenzt zu empfehlen. Sie verursachen Fettspritzer, die sich in der gesamten Küche oder Kochecke leicht verteilen. Die Bewohner von Einraumwohnungen sollten sich vor dem Geschirr etwas in Acht nehmen.

Das Fleisch, in dem Fall - Schwein, am besten Schopf/Kamm, soll in recht dünne Scheiben, gegen die Faser geschnitten werden. So, wie in Italien - Schnitzel; scaloppine oder piccate. Wer das mit dem Messer nicht besonders gut hinbekommt, kann sich das Fleisch etwas anfrieren. Dadurch gelingt es leichter. Zum Anfrieren geben wir das Fleisch für rund vier Stunden in das Gefrierfach. Sollte das per Hand nicht funktionieren, könnte man sich eventuell mit einer Aufschnittmaschine retten.

Die einzelne Gewürzmischung überlassen wir Jedem selbst. Wer den typischen Geschmack dieses Gerichtes bevorzugt, ist vielleicht mit einer Gewürzmischung gut beraten. In Deutschland gibt es einen Gewürzhersteller, den selbst griechische Gastwirte dort bevorzugen. Ich nenne den Namen nicht, weil ich ein "Fuchs" bin. Die zahlen mir ja auch keine Werbung.

In einer Schüssel würzen wir das Fleisch und geben minimal Öl dazu. Damit verteilt sich das Gewürz etwas besser. Beim Würzen nehmen wir in diesem Fall, kein Salz. Salz zieht etwas die Flüssigkeit. Wir wollen aber grillen oder zumindest, das Grillen nachempfinden.

Den Topf bereiten wir vor wie ein Backblech. Das Backblech des Grills auch.

Die Schnitzelchen werden jetzt dicht aufeinander gelegt und gut angedrückt. Wie hoch Sie den Stapel legen, überlasse ich Ihnen. Drei bis vier Zentimeter - Höhe sind ideal.

Auf der Induktion geht das natürlich leicht zu braten. Andere Wärmequellen sind da bedeutend komplizierter. Im Grill geht es am besten.

Im Grill verwende ich Oberhitze. Auf der Induktionsplatte das Gegenteil. Abgedeckt wird der Topf nicht.

Nach der Färbung der Ober- bzw. Unterfläche, wird das ganze Teil gewendet. Dazu halbieren oder vierteln wir das nun entstandene Stück. Für diese Seite muss jetzt die Temperatur kurz etwas angehoben werden. Die Seite benötigt weniger Zeit. Wir wollen ja Fleisch und kein Stroh.

Idealerweise würden wir das mit einem Tomatenreis servieren, der ähnlich dem Risotto zubereitet wird. Statt mit Brühe, eben mit Tomatensugo.

Wir machen heute mal Ofenkartoffel dazu. Klassisch werden Ofenkartoffel, roh geteilt, gewürzt, geölt und im Ofen gegart.

In unserem Fall kann ich im Grill die Unterhitze nutzen und oben darüber, mit Oberhitze das Fleisch grillen. Wegen der recht kurzen Zubereitungsdauer des Fleisches, ist es vielleicht ratsam, gekochte Kartoffeln zu nutzen. Pellkartoffeln. Im Winter schälen wir uns die. Es sei denn, wir bekommen frische Kartoffeln aus dem Süden.

Statt die Kartoffeln zu grillen, müssen wir im Topf einen Backvorgang simulieren. Sprich; wir müssen mit Fett backen.

Dafür schneiden wir uns die Kartoffeln in Spalten, also nach italienischem Sprachgebrauch, in Bratkartoffeln. Diese Kartoffeln geben wir in den Topf, den wir mit mindestens zwei Zentimeter Fett befüllen und gut vorheizen. Das ist jetzt unsere Fritteuse. Eine Probe mit einem Stück kann nicht schaden. Beim Frittieren ist darauf zu achten, nicht zu viel auf ein Mal zu wollen. Dann geht das schief. Die Kartoffeln werden erst nach dem Backen gewürzt.

In einem Minikutter (Vorsatz für Mixstäbe) oder in der Kaffeemühle, fertigen wird uns das Würzsalz. Wir geben mal etwas Rosmarin und Pfeffer zum Salz.

Nach dem die Kartoffeln fertig gebacken sind, würzen wir die uns mit diesem Salz. Am besten, schwingend in einer Schüssel.

Die Sauce, ein Quark-Joghurt-Gemisch, würzen wir mit Salz, Knoblauch, etwas Zucker. Knoblauch nehme ich nur getrocknet in Form von Granulat. In Italien gibt es viele Hersteller/Genossenschaften, die Knoblauch getrocknet anbieten. Der Knoblauch ist lediglich etwas nachzumahlen oder mit Öl zu mixen. Getrockneter Knoblauch schmeckt garantiert besser als frischer.

Das Gyros schneiden wir uns jetzt in sehr dünne Streifchen ( Julienne in der Fachsprache) und servieren das zu der Sauce, die auch mit den Kartoffeln vorzüglich schmeckt.

Klassisch wird dazu ein Krautsalat serviert. Mir ist dieser Salat aber zu wenig gemürbt in der Gastronomie. Wahrscheinlich des Volumens wegen. Wem die Krautsalate zu wenig gemürbt sind, dem empfehle ich eben einen Salat aus Vinschger Sauerkraut.

Dafür braucht es nur Kümmelöl, Pfeffer, Salz und etwas Zucker. Die Olive, bitte, gibt es in Italien an jeder Hausecke.

Ob die aber Italienischen Ursprunges sind, überlasse ich ihrem Gefühl.

Leseprobe Die Saisonpause

Die Fahrt durch das junge Grün in Ostsachsen ist ein wirkliches Erlebnis. Weiden und kleine Seen, so weit das Auge reicht. Das Land ist flach und etwas sandig. Linden, Buchen und Kiefern bestimmen die Landschaft. Gelegentlich erkennen wir ein paar Kastanienbäume. Auch schöne, alte, ziemlich gerade gewachsene Eichen sind dabei. Die Dörfer wirken aufgeräumt und sauber. Das ist eine sehr schöne Hinterlassenschaft der DDR. Wir haben den Eindruck, das genossenschaftliche Erbe wird weiter gelebt. Das ist sicher nicht leicht bei den Besatzern. Denen sind Einzelbauern lieber. Die kann man eben maßlos erpressen und enteignen.

Wir kommen in Thiendorf an. Der Ort sieht aus wie neu gebaut. Wir waren Fünfundzwanzig Jahre nicht mehr hier. Überall stehen neue Hallen und Gewerbezentren. Die Bauernfamilien sind billige Arbeitskräfte. Die produzieren ihren Eigenbedarf an Lebensmitteln selbst.

Das zieht schon die alten, nach dem Krieg verurteilten Kriegsverbrecherfamilien an. Wir entdecken recht bekannte Namen. Natürlich gebe ich meine Kommentare dazu im Auto. Schließlich lebt unsere Familie da wegen dieser Familien. Wir sind praktisch die dritte Generation, die wegen dieser Familien das Land wechseln muss. Wir schämen uns für diese Verbrecher und dafür, dass ausgerechnet die, sich Deutsche nennen.

Im Ort von Herta angekommen, fällt unser erster Blick auf die Gastwirtschaft des Ortes. Geschlossen, leuchtet uns entgegen. Bei der Weiterfahrt sehen wir die ehemalige Schule. Die wurde zu einem Gemeindezentrum umgebaut. Was immer das bedeutet. Am ehemals kleinen Friedhof halten wir an und suchen das Grab unserer Oma. Neben ihr liegt unser Onkel. Der Bruder von unserem Vater und Ehemann von Herta. Die Gräber sind gut gepflegt. Herta scheint hier öfter vorbei zu schauen. Der Friedhof ist etwas gewachsen. Wir sehen reichlich Gräber von ziemlich jungen Menschen. Zwischen den einzelnen Weiden und Feldern stehen kleinere Wälder. Die gehören den Bauern seit der Bodenreform. Der Ort scheint ruhig und friedlich. Mutter bekommt feuchte Augen. Mich wundert das etwas. Mutter liebt das ländliche Leben eigentlich nicht, wie das von Vaters Familie gelebt wird. Irgendwie gibt es Spannungen zwischen ihr und Vaters Familie. Mutter hat uns das nie verraten, was der Grund dafür wäre. Eigentlich ist das ihre Sache. Ich habe mich bei Herta und ihrer Familie immer sehr wohl gefühlt. Wahrscheinlich hat deren Erziehung auf mich gewirkt. Die Kinder von Bauern bekommen eine ganz andere Freiheit zu spüren als städtisch aufgewachsene.

Bei der Anfahrt mit unserem Auto bemerke ich schon zweihundert Meter vor dem Gut, wie sich die Gardine zur Seite bewegt. Herta ist wie Oma. Aus dem Fenster kann sie die gesamte Straße einsehen. Irgendwie scheint ihr das die Zeit zu geben, die ersten Töpfe auf den Herd zu stellen. Kein Bauer empfängt seine familiären Gäste mit leeren Töpfen. Im Nu wäre das ein Ortsgespräch. Herta ist nicht die Einzige, die unsere Anfahrt durch das Fenster beobachtet. Wir werden ganz sicher, nach dem Betreten der Küche, von zahlreichen Nachbarn besucht.

Ich kann mit dem Auto bis an das Grundstück fahren. Das Tor ist noch geschlossen. Herta kommt gelaufen. Sie schaut, wer denn nun in dem Auto sitzt. Als sie uns erkennt, wirft sie die Hände über den Kopf. Ihre Laute sind jetzt mit einer Sirene vergleichbar. Der Dresdner Dialekt, der Gesang in ihrer Stimme, hat uns wirklich gefehlt.

cronjob