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Speckknödel, Speckkloß

Speckknödel / Speckkloß

Speckknödel proklamieren eigentlich die Südtiroler als ihre Erfindung. Ich mach es kurz: Das ist sie nicht.

Wenn ich von echtem Speck rede, meine ich in erster Linie, den fetten Speck. Das Andere ist Schinken, egal, wie das Südtiroler aus Markenschutzrechten nennen.

Den Speck im Kloß gibt es in Frankreich, im Elsass genau so wie in Sachsen, Polen oder Russland. Ich mag jetzt nicht weiter gehen, denn auch in Amerika, Asien und Afrika ist der Speckkloß heimisch.

Speck ist Trockenfleisch aus Fett. Richtig hergestellt, ist dieses Fett äußerst bekömmlich und mürbe.

Gepökelter Speck ist in Fett gebundenes Wasser der ekligsten Darbietungsform . Darunter zählt leider auch der „moderne Pancetta“. Dieses Fett muss mit allen möglichen Würzmethoden, optisch ansprechend gestaltet werden. Das ist Fett, kein Speck!

Heute kümmern wir uns mal um zwei Arten:

Eine als Semmelknödel und eine als Kartoffelkloß.

Grundsätzlich ist anzumerken, dass wir gepökelte Fleischteile, praktisch das gesamte Westsortiment an Frisch- und Trockenfleisch, als wenig geeignet zum Braten ansehen. Erstens, weil das gebundene teure Wasser im Fett spritzt, die Küche versaut und Zweitens, Nitrit beim Braten einen abstoßenden Geschmack entwickelt.

Bei gepökeltem Speck sehe ich daher Anbraten als ungeeignet an. Deshalb braten wir die Zwiebel in reichlich Butter an, löschen das mit selbstgemachter Brühe ab und geben jetzt die gepökelten Speckwürfel zum aufkochen dazu. Nach dem Abkühlen geben wir in diesen Ansatz drei bis vier Eier, Petersilie, Schnittlauch und rühren das gut um, bis sich das Ei vollständig auflöst. Erst dann, geben wir das Knödelbrot hinzu, rühren um und lassen das eine halbe Stunde ziehen. Der Knödel wird mit feuchten Händen gerollt. Ich steche ihn mit einem Salatlöffel als Nocke ab.

Knödel werden am besten gedämpft. Kochen können Sie die auch in, wie gewohnt, siedendem Salzwasser.

Bei einer Nocke benötigen Sie zehn, bei einem Knödel, fünfzehn Minuten. Bei mir gewinnt regelmäßig die Energierechnung. Deshalb Nocken.

Sobald Sie über echten Speck verfügen, also fetten Rücken-, Keulen- oder Bauchspeck, der nicht gepökelt, ausreichend getrocknet und geräuchert ist, empfiehlt sich diese Methode:

Die Würfel dieses echten Speckes werden ausgelassen, Zwiebelwürfel hinzugefügt und das zusammen bis zu einem goldgelben Röstpunkt gebracht. Goldgelb heißt nicht Schwarz, liebe Hausfrauen! Die Farbe – Goldgelb kann mit der Zugabe von einem kleinen Stück Butter, besser erreicht werden. Bei Klößen wird jetzt gepresste, gekochte Kartoffel hinzugefügt. Etwas Ei und vielleicht auch Eigelb, dazu Dunst. Dieser Teig ist unkompliziert und sehr schnell fertig.

Bei Semmelknödel müssen Sie mit kalter Brühe aufgießen, gut drei bis vier Eier-, vielleicht Petersilie und Schnittlauch zugeben. Eine extra Fettzugabe ist nicht nötig.

Nocken sind in zehn-, Knödel und Klöße in fünfzehn Minuten fertig.

Die Schnellmethode ist interessant.

Rauchfleischscheiben zusammen mit Zwiebel und Butter kuttern und im Grill/Pfanne kurz anrösten. In einem Blender, Brühe, Ei, Petersilie, Schnittlauch, etwas Salz und Pfeffer mixen. Das Ergebnis in eine Schüssel geben, die gerillte Zwiebel samt Speck und Knödelbrot dazu, umrühren und dreißig Minuten warten.

Ein kleiner Tipp zum Dämpfen:

Wenn Sie einen passenden tiefen Teller in einem Topf legen und diesen mit Wasser untergießen, können Sie in einem dicht abgedeckten Topf, darin dämpfen.

Glauben Sie mir; das schmeckt hundert Mal besser als gekocht.

 

 

 

 

 

 

Käspressknödel

Käspressknödel

Käspressknödel sind Knödel, die an sich gebraten oder gegrillt werden. Sie werden allgemein geformt wie ein Beefsteak, das wir mal der Verwechslungsmöglichkeit halber, Hacksteak nennen.

Gewürfelte Zwiebel wird in Öl oder Butter angeröstet, mit Brühe abgelöscht und nach dem Erkalten, mit Knödelbrot und Magerkäse (Graukäse, Harzer usw.) vermengt. Nach zwanzig Minuten ist der Knödel formbar. Nach dem Anrösten deckt man die Pfanne oder Bratplatte mit dem Knödel ab und läßt ihn noch etwas bei kleiner Flamme ziehen.

Der Knödel schmeckt gut zu brauner Butter und geriebenem Hartkäse. Sehr gut passt er zu Rohkostsalaten, Gurkensalat usw..

Ein kleiner Hinweis zu Ölen:

Ein Öl bekommt den bestimmten Namen, wenn mindestens zwanzig Prozent des Öles enthalten sind, dessen Bezeichnung es hat.

Grundsätzlich ist beim Braten und bei Hitzeanwendungen darauf zu achten, dass das Öl hitzebeständig ist. Kaltgeperesste Öle sind nicht hitzebeständig. Die geben bereits ab achzig Grad, giftige Benzole ab. Köche können davon ein Lied singen, weil das u.a. die Leber schädigt.

Öl zum Braten, muss ein raffiniertes Öl sein.

Kaltgepresste Öle sind ausnahmslos zur Kaltanwendung vorgesehen. Sprich; zum nachträglichen Ölen einer Speise.

Motorradstart Februar 2021

Motorradstart Februar 2021

Generell fahre ich das gesamte Jahr Motorrad in Südtirol und Umgebung.

Winters fahre ich alle Straßen, die geräumt und damit, erreichbar sind.

Selbstverständlich wird der Zweiradfahrer auch von Schnee oder Neuschnee überrascht in der Alpenregion.

Für diese natürlichen Umstände führe ich immer, ein Zentimeter dicke Seile im Gepäck mit. Die schlinge ich bei Bedarf um die Reifen und verknote sie Innen. Das sind dann meine Schneeketten.

In diesem Jahr überrascht uns natürlich ein „Jahrhundertwinter“. Davon gibt es viele, wenn wir BRD-Propaganda hören und sehen.

Heute bin ich also in die Garage gegangen, um mich auf die erste Tour vorzubereiten. Schade, dass ich das nicht gefilmt habe.

Nach der Ausgangssperre, die pünktlich mit dem guten Wetter einsetzte, kam das Scheißwetter und die Lockerung der Ausgangssperre.

Ich mache es kurz. Bei dem Geräusch des Motors und des Auspuffes, kamen mir unweigerlich die Tränen.

Ich frage mich eh seit geraumer Zeit, wieso gerade Motorradfahrer mit Maske, Kombi, Handschuhen, Stiefeln und Vollhelm, die immer genug Abstand zu Allem haben, eingesperrt werden, während halbnackte Radfahrer, die das Tüchlein um den Mund nicht tragen können wegen Herzinfarktgefahr, überall , ungestört, hustend und spuckend, rumkurtschen dürfen:-))

 

 

 

Gemüseklöße

Gemüseklöße

Die Vegetarier unter uns werden sich jetzt fragen, was das sein soll. Gemüse geht an sich für Klöße nicht zu binden und wenn, dann nur mit irgendwelchem Gensoja.

Man könnte jetzt Gemüse so lange kuttern oder mixen, bis es sich mit Knödelbrot oder Kartoffeln vermischen lässt. Das wäre die einfachste Variante, wenn wir Ei, Gewürz zugeben.

Die kompliziertere Variante ist die, geriebenes Gemüse zu verwenden. Ähnlich einem Grünen Kloß. In dem Fall müssen wir aber mit Stärke arbeiten und das Gemüse wie die grünen Klöße, brühen. Dabei ist zu beachten, dass wir das Gemüse vor dem Brühen mit Stärke versetzen und die kräftig einarbeiten. Ich würde Kartoffel- oder Weizenstärke benutzen. Würzen kann man das mit Muskat, etwas Zucker und Salz.

Die Sachsen würden jetzt einfach Kartoffeln und Gemüse zusammen reiben und das brühen. Das geht natürlich auch, bedarf aber sicher einer kleinen Stärkezugabe.

Interessant wäre vielleicht eine Variante mit Capelli di Angeli, also mit sehr dünnen, gekochten Suppennudeln. Bei dieser Variante würde ich das geriebene Gemüse vorher blanchieren (geht auch im Backofen oder Grill), abkühlen lassen und wie Knödel mit Ei, etwas Dunst und minimal Stärke ansetzen. In dem Fall, würde ich Wurzelgemüse bevorzugen.

Das passt natürlich auch hervorragend zu Salsa verde und den entsprechenden Abarten für Vegetarier.

Bei den Normalessern würde das zu Fleisch passen, das wenig Eigengeschmack besitzt.

 

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