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Auszug aus Der Saisonkoch Zweiter Teil

Der Saisonkoch Zweiter Monat

Zunächst müssen wir ermitteln, wer zu Hause ist. Wir rufen also Alle an. Mein Sohn ist gerade auf Wintersaison. Ein Besuch ist zwecklos. Er arbeitet so lange wie ich. Die Münchner sind nicht zu Hause. Die Mailänder sind da. Beide. Caio und Uschi freuen sich, mal wieder Etwas von uns zu hören. Eigentlich sind die Zwei um diese Zeit Ski fahren. Caio ist schon pensioniert und Uschi muss nicht arbeiten gehen. Sie arbeitet trotzdem in einem Büro. Halbtags als Übersetzerin. Wir fragen sie, ob wir ihnen Etwas mitbringen sollen aus Südtirol. "Speck und Käse", ist die Antwort. Also, abgemacht. Wir fahren nach Mailand. Dort waren wir schon eine Ewigkeit nicht mehr.

Vorher lege wir uns noch Etwas hin. Müde nach Mailand zu fahren, wäre wirklich zu viel Stress.

Wir nehmen wieder reichlich Kaffee und Wasser mit. Auf der Autobahn A4 von Verona bis Mailand ist manchmal mit fürchterlichen Staus zu rechnen.

Für gewöhnlich kürzen wir etwas ab. Die Abkürzung ist aber auch nicht ohne Hindernisse.

Von Affi bis Peschiera des Garda gibt es eine Superstrada, mit der wir schon einige Kilometer sparen können.

Kaum sind wir in Bozen auf der Autobahn, dürfen wir feststellen, dass donnerstags ein ziemlich reger Schwerverkehr unterwegs ist. Auf der rechten Seite der zweispurigen Autobahn bewegt sich ein Zug aus Lastkraftwagen. Wir fahren praktisch einspurig bis Affi. Affi wirkt wie ein Tor in eine hellere Welt. Das Etschtal erstreckt sich von Nord nach Süd. In dem Tal ist es erst ab Mittag wirklich hell.

Wir biegen in Affi ab und fahren parallel zum Gardasee nach Peschiera. Ab hier wird der Verkehr erheblich dichter. Diese Umgehung ist sehr beliebt.

Wir waren wirklich lange nicht da und müssen die Auffahrt auf die Autobahn etwas suchen.

Ab jetzt ist es nicht mehr all zu schwer. Generell fahren wir immer die Via Monza ab, die uns direkt vor die Haustür von Uschi führt. Dabei passieren wir den großzügig angelegten Kreisverkehr vor dem sehr schönen Hauptbahnhof. Der erinnert mich immer an den wirklich schönen Kasaner Bahnhof in Moskau. Man könnte meinen, beide Bahnhöfe wurden von einem Baumeister konstruiert.

Wir erinnern uns gerade, als wir das erste Mal hier waren. Wir mussten Uschi anrufen und ungefähr beschreiben, wo wir stehen. Im Grunde waren wir schockiert von der Art des Verkehrs. Radfahrer, Rollerfahrer, Fußgänger, Alle schienen sich regellos auf der Straße zu bewegen.

Wir sind angekommen. Die Suche nach einem Parkplatz dauerte nicht lang. Wir konnten in der unmittelbaren Nähe der Wohnung Uschis parken.

An der wirklich beeindruckenden Eingangstür des Hauses konnten wir klingeln. Uschi antwortete durch die Sprechanlage. Die Riesentür sprang auf. Im Haus roch es nach Knoblauch, Kräutern und Lammfleisch. Mittlerweile ging es streng auf die Mittagszeit zu. Uschi kam uns entgegen. Wir hätten die Wohnung nie gefunden.

Karerpass 2013

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