Skip to content

Fortsetzung Die Ermittlung

"Ich ermittle wegen einem Mord im Schnalstal."

"Oh. Dort habe ich auch schon gearbeitet."

"Kannten Sie Soltan?"

"Ist Soltan das Opfer?"

"Ja."

"Mit dem habe ich auf der Seiser Alm und in Brixen gearbeitet."

"Wo sind sie jetzt?"

"Hier in Bozen. Eine Ganzjahresstelle im Hokus Pokus."

"Gefällt es ihnen dort?"

"Nein."

"Warum arbeiten sie dann dort?"

"Unsere Familie braucht das Geld."

"Wer ist ihr Mitbewohner auf dem Zimmer?"

"Wir wohnen hier zu dritt."

"Welcher Tätigkeit gehst du nach?"

"Ich bin Abspüler."

"Also, fängst du Früh etwas später an und bist abends der Letzte."

"Ja. In Gaststätten haben wir es etwas besser als in Hotels."

"Dort fängst du später an zu arbeiten; stimmt das?"

"Ja."

"Wer sind deine Mitbewohner?"

"Ein Kollege. Er ist auch Abspüler und eine Kollegin. Sie arbeitet als Bedienung."

"Ihr kommt also in etwa zur gleichen Zeit hier her."

"Ja. Danuta ist oft etwas länger weg."

"Danke. Wenn ich noch Fragen habe, treffe ich dich also früh am Morgen."

"Sicher."

Toni fährt gerade zur St.-Vigilstraße und sucht dort Kollegen von Darek. Um die Zeit macht er sich wenig Hoffnung. Monika hatte ihn angerufen, wann er die Kollegen treffen kann. Ein Kollege ist Koch. Alle anderen spülen ab. Die Frauen sind meist Bedienung und eine Barfrau ist dabei. Jetzt macht sich Toni doch irgendwie Hoffnung. Die Barfrau könnte noch zu Hause sein.

Fortsetzung folgt

Kleiner Hinweis 251021

https://dersaisonkoch.blog/2021/10/25/der-diktator-aus-weisrussland/

„“In Weißrussland hat Präsident Lukaschenko in einer Regierungssitzung kräftig gegen „Maulkörbe“ und Impfpflicht gewettert, nachdem einige Minister ohne Absprache Zwangsmaßnahmen eingeführt haben.„““

Der Thomas Röper hat uns das mal übersetzt.

https://www.anti-spiegel.ru/2021/weissrussland-lukaschenko-wettert-gegen-maulkoerbe-und-impfpflicht/

 

Fortsetzung Die Ermittlung

An der Hütte Tonis hängen wieder frische Brötchen. Ein Stück Speck ist mit im Beutel. Heute sind die Brötchen nicht mehr warm. Auf dem Berg ist es zu kalt. Eigentlich soll es im Herbst auf dem Berg wärmer sein als im Tal. Heute jedenfalls, ist es nicht so. Nach dem Duschen und Essen geht das junge Paar sofort ins Bett. Der Tag war zu anstrengend. "Wieso ist ausgerechnet die Büroarbeit anstrengender als die Arbeit Draußen?", fragt Toni, Monika. Monika gähnt und kann nur verzögert antworten. "Vielleicht ist es die schlechte Luft oder der Mangel an Bewegung?"

"Könnte es an der Eintönigkeit liegen?"

Monika schläft schon. Toni ist zu aufgewühlt. Er schaut sich noch einen Film auf seinem Computer an. Mit Kopfhörer. Jesse Stone. Er liebt diese ruhigen Filme mit Tom Sellek.

Am Morgen fahren die Zwei nach Meran. Toni wirft Monika ab. Er wollte eigentlich nicht erst ins Büro mit gehen.

"Kommst Du mit rein auf einen Kaffee?", fragt Monika. Toni kann nicht Nein sagen.

Auf dem Schreibtisch liegen neue Unterlagen. Nach dem kurzen Überfliegen des Inhaltes, sagt Toni: "Es war kein Fehler, noch Mal mit rein zu kommen.

Die Anzeichen, im Umfeld von Darek arbeitet eine Diebesbande, scheinen sich zu bestätigen. Jedoch findet er keinerlei Hinweise auf Darek. Im Gegenteil. Darek ist eingetragener Händler in Polen. Er besitzt Marktlizenzen.

Die Frage ist jetzt, ob Darek hehlt. Sozusagen, offiziell aufkauft und gleichzeitig, Schwarzgeschäfte abwickelt. Das Umfeld ist riesig. Den Unterlagen nach zu urteilen, sind etwa zwanzig Saisonarbeiter involviert. 'Ich brauche zumindest bei zwei oder drei dieser Kollegen von Darek eine Durchsuchung", denkt sich Toni. Nur, mit dem Verdacht allein, bekommt er das nicht genehmigt. Toni ruft Marco an und sagt, sein Plan hat sich etwas geändert. Er fährt nicht auf die Seiser Alm. Dafür besucht er die Kollegen von Darek.

"Einen oder zwei treffe ich sicher in ihrem Zimmer oder in der Wohnung an", sagt er zu Marco. Marco genehmigt sein Vorgehen. Einige Wohnungen und Zimmer befinden sich in Bozen. Monika will sich darum kümmern.

Die ersten zwei Versuche sind ergebnislos. Jetzt sucht sie in der Trentiner Straße. Ein Kollege Dareks ist zu Hause. Er hat frei heute. Er stellt sich mit Witek vor beim Anblick Monikas, die ihm ihre Karte zeigt. Es riecht nach Kaffee. Etwas Kuchen steht auf dem Tisch. "Ich habe heute frei und bin gerade aufgestanden", entschuldigt sich Witek. Ein Zug donnert gerade vorbei und das ganze Zimmer wackelt. Witek schließt das Fenster. In den zwei Zimmern gibt es keine Dusche. Eine kleine Kochecke ist vorhanden. Dafür hat Witek aber eine Toilette mit Waschgelegenheit in der Miniwohnung. Im Zimmer steht ein Doppelbett und eine Liege vor einem Campingtisch. Dazu gehören vier Campingstühle. Zwei sind zusammen gefaltet und abgestellt. "Wohnst du allein hier?"

Witek zögert etwas mit der Antwort. "Nein."

Fortsetzung folgt

Mugello 2012; Alles gelb:

Fortsetzung Die Ermittlung

"Wir müssen uns aufteilen", sagt Marco. "Einer fährt auf die Seiser Alm, einer ins Pustertal und einer bleibt im Büro."

Der Vorschlag gefällt Toni und Monika. Monika wird beauftragt, in den Unterlagen die offenen Fragen zu suchen. Marco will ins Pustertal und Toni soll weiter auf der Seiser Alm ermitteln. Es kommen sicher noch Hotels und Gaststätten dazu. Monika ist schon am Aufschlüsseln der Meldungen vom Arbeitsamt. Sie spricht jetzt schon vom Eisacktal und von einer Bozner Gaststätte. Sie sucht aktiv die Übernachtungen der Saisonarbeiter. Die Vermieter sind schwer zu finden und auch sonst, extrem verschlossen.

Marco sagt, in der näheren Umgebung kann Monika auf eigene Faust ermitteln. In den kommenden Tagen bekommt sie eine Karte und einen Ausweis dafür. Monika geht fast rückwärts, als sie das hört. Vor der Tür, ruft sie schnell zu Hause an. Frieda geht ans Telefon. "Ich komme in naher Zukunft etwas seltener. Ich bin jetzt Detektiv."

"Das freut uns. Im Moment haben wir so und so, weniger zu tun. Das Saisonende kündigt sich an."

"Macht ihr schon Törggele?"

"Aber sicher. Wir haben gute Ultener Keschtn."

Toni hört mit. "Meinst du Aschbach Keschtn?"

Er hört, wie Frieda lacht. Lukas gibt ihm knurrend Recht.

"Wir haben gemischt, Toni."

"Das ist Völkerverständigung auf dem Kastanienrost."

"Wie geht's mit dem Fall vorwärts?", fragt Lukas.

"Es hängt noch etwas. Wir suchen noch Spuren."

"Viel Glück!"

Monika nimmt das Handy wieder. Sie geht vor die Tür. Jetzt wird's intim.

Die Aufteilung ist beschlossen. Alle kümmern sich noch um die Protokolle. Der zweite Tisch wird tatsächlich benötigt. Toni denkt schon an einen Rollcontainer.

Sie sitzen bis nach Sechs. "Jetzt müssen wir schnell fahren. Sonst ist die Seilbahn weg."

Zum Glück sind sie mit dem Motorrad unterwegs. Mit dem Auto würden sie wieder im Stau stehen in der Töll. Heute geht der Stau bis nach Algund herunter. Dort biegt auch Toni ab. Er glaubt, über Algund etwas schneller zu sein. Ab der Oberplarser Abfahrt stehen auch dort die Autos. Aber hier kann Toni bis an die Kreuzung der Töll, den Autostau passieren. Die Rechnung geht auf. Toni drängelt sich etwas hinein in die Autoschlange. Statt selbst mit einem Zweirad zu fahren, hupen die Autofahrer. Toni versteht das nicht. 'Jeder kann einen Scooter fahren', denkt er sich. 'Wieso fahren die ausgerechnet mit dem Auto? Die stehen gern im Stau. Ochsen stehen auch gern in der Gruppe. Vielleicht hassen sie die Freizeit mit ihrer Familie?'

Fortsetzung folgt

cronjob