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Heute begeben wir uns mal auf Uboot - Suche in den KP -en

Tagespolitik/Schlagzeilen heute

Bekanntlich sind die Uboote in den Kommunistischen und Sozialistischen  Parteien für die Opfer verantwortlich, die in unseren Reihen und unter den Werktätigen des jeweiligen Volkes zu beklagen sind. Wir reden letztendlich von Milliarden Opfern.

Das Verrätertum ist verantwortlich für spätere imperiale/faschistische Überfälle auf sozialistische Staaten und auch für Konterrevolutionen, die in Form von Bürgerkriegen ausgetragen werden.

Der niedere Beweggrund, also vermeindlicher Reichtum für Einen oder eine Klique, sind der Grund für ganze Völkermorde. In den Kreisen der Verräter wird auch vor Mord und Attentat nicht zurück geschreckt. Auch untereinander nicht. Den Nutznießern der Taten sind Menschenleben scheißegal. Oder würden Sie, im Überfluss schwelgend, ihre Kinder ausschlachten, um deren Organe zu handeln?

"Die Medien berichteten, dass Kamenschtschikow, ein Abgeordneter der Duma der Stadt Wladiwostok von der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation, an der Grenze zwischen den USA und Mexiko festgenommen wurde. Er wollte ins Zentrum des Weltimperialismus fliehen, weil er gegen eine Militäroperation in der Ukraine war.

Die erste Reaktion ist einfach fassungslos! Obwohl jetzt nichts überraschend ist. In den 1990er und 2000er Jahren, als ich selbst Mitglied der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation war, wäre eine solche Situation unmöglich gewesen. Aber alles fließt, alles verändert sich, und es ist naiv, die Sjuganow-Partei als in der Zeit eingefroren darzustellen. Es ist einfach nicht dialektisch. Die Kommunistische Partei der Russischen Föderation der 1990er Jahre und die gegenwärtige Kommunistische Partei der Russischen Föderation sind sehr unterschiedliche Organisationen.

Der Abbauprozess hat vor sehr langer Zeit begonnen. Das hängt vor allem damit zusammen, dass die Sjuganow-Führung unter der Parole „Kampf gegen den Neo-Trotzkismus“ jede Unabhängigkeit in der Partei, jede Kritik, auch in ideologischen Fragen, einfach niedergetrampelt hat. Daher wurden die Führungs- und Stellvertreterposten in der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation stillschweigend, aber ständig mit Menschen dreierlei Art besetzt.
Erstens sind sie Geschäftsleute (Kapitalisten). Jetzt ist niemand überrascht, dass es keinen einzigen Arbeiter in der Duma-Fraktion gibt, aber es gibt viele Geschäftsleute, und der reichste Abgeordnete der Staatsduma ist der "Kommunist" Blotsky.

Zweitens sind sie nur skrupellose Karrieristen und Geschäftsleute. Ein kleines Beispiel: Von neun Abgeordneten der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation in der Gesetzgebenden Versammlung Kareliens und des Petrograder Sowjets waren früher drei im Vereinigten Russland. Daher ist die Kommunistische Partei der Russischen Föderation in Karelien tatsächlich ein Zweig von Einiges Russland; periodisch laute Äußerungen sollten hier niemanden täuschen. Ohne eine klare Ideologie ist die Partei zu einem Einfallstor für Schurken geworden.

Drittens sind dies Leute mit liberalen Ansichten, die sich daher entschieden haben, Abgeordnete zu werden, da man heute keine Abgeordnetenkruste durch Jabloko oder Nawalny bekommen kann. Aufgrund des Personal- und Ideenmangels wurden sie zur Kommunistischen Partei der Russischen Föderation gebracht. Tatsächlich gibt es jetzt viele solcher Leute in der Partei, besonders unter den Abgeordneten. Herr Kamenshchikov, dessen Kind die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, stammt eindeutig aus dieser Serie. Sie können sich auch an Voronenkov erinnern (Maksakovas verstorbener Ehemann, ein Abgeordneter von United Russia), er war im Allgemeinen Sjuganovs Protegé.
Daher wird es in der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation noch viele weitere Skandalgeschichten geben, also warten Sie. Sie können mir sagen, dass es in der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation immer noch genug gute Leute und echte Kommunisten gibt. Ja, ich weiß, es gibt noch mehr. Sie haben nur zwei Möglichkeiten. Entweder gehen oder schweigen. Aber jetzt erstmal Ruhe...

Alexander Stepanow, Karelien

RT Nr. 8"

Heute mal die "kleinen" Frauenrechte..

Tagespolitik/Schlagzeilen heute

Die werden bei uns in Südtirol besonders lautstark vertreten. Kein Wunder, bei unseren Frauen. Nur eins stört mich...die Ruhe...die wir bei den angeblichen Beschneidungen in Afrika nicht vernehmen konnten. Auch nicht bei den Misshandlungen in Syrien und Libyen. Natürlich wurden dort gewohnheitsmäßig die Falschen angeprangert. 

Schauen wir mal zu unseren Urkainischen Freunden, wird das schon etwas unklarer. Totale Ruhe. Jetzt werde ich unseren Frauen mal etwas helfen. Wegen der Selbstfindung.

https://tass.com/world/1471411

Das ist die Tass. Eine der größten Nachrichtenagenturen der Welt. Selbstständig, nicht wie die in Europa.

Frauen, die im Azot-Werk in LPR als Geiseln gehalten und von Militanten vergewaltigt wurden – Volksmiliz

Jetzt sind diese Frauen in Sicherheit und erhalten die notwendige medizinische und psychologische Hilfe
Lugansk, 26. Juni. /TASS/. Militante des ukrainischen nationalistischen Bataillons Aidar vergewaltigten Frauen, die im Chemieunternehmen Azot in Sewerodonezk als Geiseln gehalten wurden, teilte die Volksmiliz der Volksrepublik Lugansk (LPR) am Samstag gegenüber TASS mit.
„Dutzende von Frauen, die im Azot-Unternehmen als Geiseln gehalten wurden, wurden regelmäßig von ukrainischen Militanten vergewaltigt. Jetzt sind sie bereits in Sicherheit, und wie alle, die heute aus Azot befreit wurden, erhalten sie medizinische und psychologische Hilfe von LPR-Spezialisten psychischen Zustand, einige Frauen werden sich einer langwierigen psychologischen Rehabilitation unterziehen", sagte die Quelle.
Am Samstag erklärte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konashenkov, dass das gesamte Territorium des Unternehmens Azot in Sewerodonezk unter die Kontrolle von LPR-Einheiten geraten sei. Nach Angaben des LPR-Volksmilizoffiziers Andrey Marochko setzen die Streitkräfte der Republik zusammen mit russischen Truppen die Räumung des Areals von Azot fort. 

Und jetzt die Schlagzeile unter der Schlagzeile:

 

Sonst noch Fragen?

Übrigens: Wer diese Regierung und deren Vertreter kennt, wird ganz sicher niemals "Partner" dieser Bande:-))

Fortsetzung Die Saisonpause

Die Saisonpause
Wie unsere Wintersportler zum Beispiel. Unsere Ausbeuter hätten das gerne.
Joana sagt mir, sie könne mich an ihrem freien Tag gern begleiten auf die Seiser Alm. Wir nehmen uns vor, Morgen, ganz früh, aufzubrechen. Mit dem frühen Aufbruch möchten wir den Kontakt mit diversen Kontrollpersonal entgehen. Die kurze Fahrt würde sonst zu einer kostspieligen Tagesreise. Die arbeitslosen Mitbewohner sind sozusagen vom Besuch dieser Alm von Vornherein ausgeschlossen. Ich möchte dort aber arbeiten. Kein Grund, sich schon am Eingang ausnehmen zu lassen.
Die Fahrt ganz früh, hat sich als goldige Entscheidung heraus gestellt. Wir können kostenlos dem Sonnenaufgang folgen. Leider habe ich den Fotoapparat vergessen. Das könnte immerhin der letzte Besuch dieser Alm sein. Bei den Waffen, die allein in den Tälern Südtirols und dem Trentino liegen, dürfen wir bei einer Antwort der angegriffenen Macht davon ausgehen, diese Berge das letzte Mal zu sehen. Und wer weiß bei den Diktaturen so recht, wann der Punkt erreicht ist. Die Gier ist grenzenlos. Die eingesetzten Vertreter sind verrückt genug.
Rudolf erwartet uns schon. Auf dem Parkplatz vorm Hotel stehen noch zwei Autos. Eigentlich dachte ich, die Autos der Familie zu kennen. Für gewöhnlich stehen die teuren Schlitten eine Etage tiefer. Vielleicht hat der Sohn eine neue Freundin. Oder gar die Tochter einen neuen Freund?
Im Büro angekommen, empfangen mich schon zwei Kollegen. Hiesige. Rudolf stellt sie mir vor. Nach deinem Kaffee bekommen wir trocken mitgeteilt, die zwei Kollegen sind mein Ersatz. Ich sei aus dem Rennen. Hiesige Kollegen gehen vor.
Ich kann einen Kollegen von hier unmöglich einem Fremden vorziehen“, ist die trockene Antwort. Die Zwei zeigen etwas Mitgefühl. Das war es. Joana ist stinksauer.
Kein Geld?“
Du wolltest mir noch einen offenen Rest bezahlen“, sag ich zu Rudolf. Rudolf greift in die Schublade seines Schreibtisches und zückt einen Umschlag.
Unterschreiben? Wo muss ich unterschreiben?“
Das ist nicht notwendig heute.“
Na denn. Tschüss.“
Wie mir scheint, ist das die Abfindung. Bedanken muss ich mich dafür nicht. Ich habe ja gearbeitet dafür.
Die Suche beginnt von Neuem. Wir bleiben nicht auf der Alm. Der Appetit kommt etwas kurz bei der aktuellen Stimmung. Wir könnten noch bei anderen Betrieben vorbei schauen. Aber eine große Tour auf der Alm ist ausgeschlossen. Dort drohen schon erhebliche Busgelder. Ob die Förster mich noch kennen wollen, ist fraglich.
Auf der Rückfahrt müssen wir kurz anhalten. Die Schranke bleibt unten. Ich gehe ins Häusel und frage, was das denn kostet, zur Arbeit auf die Alm zu fahren. „Es gibt einen Pass dafür. Der kostet zehn Euro.“
Was? Ich soll zehn Euro drücken um da zu arbeiten?“
Ja.“
Sie finden das normal?“
Ja.“
Na denn, schönen Tag noch.“
Die Schranke geht nicht auf. Wir fahren den Abzweig durch den Ort. Etwas Stolz muss sein.
Zurück zu Hause, schaue ich natürlich sofort nach, bei wem ich mich beworben habe. In Frage kommen Betriebe, bei denen ich noch nicht vorstellig war. Das Passeier lockt. Dort rufe ich an. Die Antwort der Chefin klingt verlockend. Natürlich frage ich jetzt Freunde, ob sie den Betrieb und sie Chefin kennen. Der Arbeitsweg wäre kurz. Das lockt. Der Nachteil ist, ich müsste zwei Mal durch Meran. Im Trockenen geht das. Bei Nässe und den vielen lackierten Fußgängerüberwegen, kann ich von einem ziemlich hohen Risiko sprechen. Dank diverser Gesetze sind die Fußgänger auch nicht mehr die gleichen wie früher. Man stürzt heute mit dem Handy vorm Gesicht über die Straße. Ein Blick nach oben? Vielleicht in den Verkehr? Aussichtslos. Die Stadt gehört den Dümmsten. Irgendwie scheint auch Keiner mehr das Leben und die Gesundheit zu schätzen.
Ich werde schon morgen zum Termin eingeladen. Joana kann nicht mitfahren. Sie muss uns schon wieder den Lebensunterhalt verdienen. Das hatten wir uns etwas anders vorgestellt. Joana ist gelernte Verkäuferin. Komisch. Gelernte Verkäuferinnen werden nicht benötigt. Fast wie bei den Köchen.
Ich schätze, die vier Arbeitswege hin und zurück, müsste sie auch bezahlen als Verkäuferin. Lassen wir es so. Als Zimmermädchen hat sie wenigstens acht Monate Arbeit. Zumindest, wen sie den Streit der Saisonbetriebe untereinander aus dem Weg gehen möchte.
Die Einladung zum Termin hebt etwas die Stimmung bei uns. Wir belohnen uns mit einer Pizza von Doris aus der Nachbarschaft. Etwas Luxus muss ein.

Eine Kopie von Sascha mit einem Auszug aus der DDR Pflichtliteratur der Schulen

Die Südtiroler Arbeiterpresse

Otto Gotsche: Wie kann man ein kapitalistisches Jahrhundert beschreiben?

Immer wieder zeigt es sich, daß die deutsche Geschichte mit ihren reaktionären Auswüchsen bis heute in den Köpfen der Kleinbürger herumspukt. Folgen davon sind Zögerlichkeit in politischen Entscheidungen, Leichtgläubigkeit und Obrigkeitshörigkeit sowie der gemütliche Horizont eines deutschen Laubenpiepers. Da beschwert sich doch tatsächlich inmitten der kriegerischen Auseinandersetzungen im Donbass ein Hundebesitzer, man könne den Hund schon nirgends mehr schnüffeln lassen, da die Stadtverwaltung die Grünflächen nicht mehr pflege und die Grannen der wilden Gräser die zarte Hundenase verletzten. Da sterben mitten in der Fast-Millionenstadt Donezk (2021: 905.364 Einw.) täglich Menschen und werden Wohnungen, Krankenhäuser und Lebensmittelgeschäfte durch ukrainische Bomben und Granaten zerstört, die in belebten Wohnvierteln explodieren. Da werden vom „kollektiven Westen“ nach wie vor illegal Waffen in die Ukraine geliefert und mutige Journalisten wie Alina Lipp in der BRD nur deshalb mit hohen Gefängnisstrafen bedroht, weil sie die Wahrheit darüber berichten. – Schon vor mehr als hundert Jahren hatten klassenbewußte deutsche Arbeiter ein sicheres Gespür für die Wahrheit…

Halle01In seinem 1970 in der DDR erschienenen Buch „Unser kleiner Trompeter“ beschreibt Otto Gotsche, wie einfache Arbeiter die damalige weltpolitische Lage des Imperialismus charakterisieren. Wer eigentlich tut das heute noch? Wo sind die Stimmen der werktätigen Menschen? Ist es wirklich so, daß man auf all die antikommunistischen und arbeiterfeindlichen Stimmen der mitteilungsbedürftigen hörstels, reitschusters, elsässers… und derer aus der AfD hören muß, um sich ein reales Bild von der politischen Lage zu machen? Nein, das muß man nicht. Aber wir haben ja gelernt, auszuwählen! Der Kommunist Otto Gotsche schreibt:

„Es kommt nicht darauf an, glimpflich durchzukommen, es kommt darauf an, diesen Zustand zu verändern“, berichtigte ihn Willi. „Dieses Jahrhundert hat mit Krieg- und Kriegsgeschrei angefangen. Es darf so nicht weitergehen. Wir müssen es bezahlen.“
Weineck stimmte ihm zu.
„Genauso ist es. In den letzten zehn Jahren war an allen Ecken und Enden der Welt Lärm und Getöse, Krieg und Mord und Totschlag.“

Er sprach leise, jedes Wort strengte ihn an. Er dachte: Da sitzen die Jungen nun. Wer weiß, was aus ihnen wird. Obwohl er sich oft Mühe gab, alle Schießereien und Feldzüge dieser Zeit aufzuzählen – es gelang nie vollzählig. Aber er hielt für notwendig, wieder darüber zu sprechen.

„Seht, wie es angefangen hat: Da machten sich die Deutschen, Engländer, Franzosen und noch einige über die Chinesen her und entrissen ihnen große Landesteile. Jeder fürchtete, zu spät zu kommen. Unser Wilhelm [gemeint ist der deutsche Kaiser Wilhelm II. – N.G.] hielt neben seinen sonstigen großen Reden eine besonders markante in Wilhelmshaven. Er sagte den Soldaten, die nach China sollten: Pardon wird nicht gegeben. Benehmt euch dort wie die Hunnen, auf daß kein Feind in der Welt wage, einen Deutschen auch nur scheel anzusehen… – Klug, nicht? Von ihm kommt auch das Wort, daß wir Deutschen das Salz der Erde sind. Man hat immer einen salzigen Geschmack auf der Zunge, wenn man daran denkt.“

Paul rückte näher heran. Willi stützte den Kopf in die Hände, und auch Fritz legte den Federhalter beiseite.

„Dann hieß es: Die Deutschen zur Front! – Das soll ein Engländer gesagt haben, wird aber bestritten. Die Deutschen gingen im Boxeraufstand dann tatsächlich auf die Chinesen los, wie vor mehr als hundert Jahren die von den Englän­dern gegen bares Geld gekauften blinden Hessen auf die Amerikaner. Die Engländer sparten ihr Blut in China, sie überfielen schnell noch die Buren in Transvaal und im Oranje-Freistaat, sperrten sie in der Wüste hinter Stacheldraht ein und ließen die meisten elendig umkommen. Das Land vereinigten sie mit anderen Gebieten zur Kap-Kolonie, einer Perle in der britischen Königskrone am Kap der Guten Hoffnung.

Konnten die Deutschen da Ruhe halten? – Das wäre! Die Pfeffersäcke in Hamburg, die gerne Kaffee, Kakao und andere schöne Dinge gegen Glasperlen eintauschen wollten, und Herr Krupp in Essen, der wissen will, wo er seine neuen Kanonen lassen soll, drängten die Generale, in Afrika endlich auch zu schießen. Die ließen sich gern drängen. Deshalb schossen unsere tapferen Kolonialsoldaten auf die Hottentotten und Hereros und rotteten ganze Völkerstämme aus.“

Weineck sah auf, auch er fürchtete wie Willi, er drücke sich nicht verständlich genug aus.

„Das nennt man friedliche Durchdringung, versteht ihr“, sagte er. „Und diese Friedenstaten unseres Friedenskaisers und seiner englischen Verwandtschaft nützten die Japaner aus. Sie jagten die zaristischen Truppen aus Port Arthur, drangen in die Mandschurei ein und versenkten die russische Flotte bei Tschuschima. Nun sitzen sie in Korea und China erst richtig fest.

Die Franzosen ihrerseits konnten natürlich an der Küste von Tunis und Marokko nicht stehenbleiben. Sie machten aus ganz Nordafrika einen großen Schießplatz.

In Mittel- und Südamerika löste ein Bürgerkrieg den anderen, eine Revolution die andere, ein Krieg den anderen ab. Das kostet Dollar. Die Vereinigten Staaten von Amerika haben welche, sie führen Krieg damit. Sie sickern in jede Ritze, diese Dollars. Und wenn jemand dagegen ist, schießen die Amerikaner. Das haben die Spanier zu spüren bekommen, die sich nicht ohne weiteres von den Philippinen verjagen lassen wollten, die sie früher selbst einmal mit Gewalt an sich gerissen haben. Nun sitzen den Filipinos die Amerika­ner im Nacken.

Blieben die Österreicher. Die hielten sich an den Türken schadlos. Die Türkei ist so krank wie das altersschwache Habsburger Reich, aber die Österreicher wollten nicht zusehen, wenn alle nahmen. So legten sie sich eben mit dem Sultan und mit den Serben an, ramschten auf dem Balkan Bosnien und die Herzegowina mit der Hauptstadt Serajewo ein und behandeln die slawischen Völker genauso, wie andere die Buschneger – als Kolonialsklaven.

Mußte das Rußland aufstöbern? Natürlich! Es geriet in Harnisch, ebenso wie die Balkanvölker. Nun redet alle Welt dar­über, daß der Balkan zum Pulverfaß Europas geworden ist. Ein Dutzend gekrönter Häupter steht immer mit der Lunte in der Hand daneben…

Ein heilloses Durcheinander ist das Ganze, und man kann es niemandem richtig klarmachen!“

Die Jungen schwiegen lange. Dann fragte Fritz: „Und was ist mit dieser Bagdadbahn? Da gehen doch überhaupt keine Schienen hin. Soll die Strecke gebaut werden? Der Lehrer redet von Bahn … Ich muß darüber in meinem Aufsatz schreiben.“

Willi knurrte zwischen den zusammengepreßten Lippen hervor:

„Die Bagdadbahn… Damit bringen die deutschen Geld, protzen die ganze Welt gegen uns auf, und unser Oberster Kriegsherr fühlt sich dabei wie der Kalif aus Tausendund­einer Nacht. Aber das kannst du nicht in deinen Aufsatz schreiben.“

Fritz wußte, weshalb er das nicht schreiben durfte. Was in der Schule gesagt wurde, stimmte selten mit den Gesprächen hier am Küchentisch überein.

„Die Bagdadbahn soll quer durch den Balkan und bis an den Persischen Golf gehen“, sagte sein Vater. „Mitten durch die Türkei, mitten durch die Wüste. Aber nicht, weil die Türken diese Bahn brauchen, sondern weil man auf Kamelen nicht genug Soldaten und Kanonen befördern kann. Das wird eine Bahn für den nächsten Krieg. An der Länge der Bahn kann sich schon jetzt jeder ausrechnen, wie groß der sein wird.“

„Unser Lehrer hat gesagt, Deutschland hätte eine große Pio­nieraufgabe zu erfüllen. Viele Gebiete würden für das deutsche Reich erschlossen. Nur die deutsche Technik könne solche Riesenwerke unternehmen. Die anderen Völker brauchten unsere Hilfe.“
„Da stinke einer gegen an!“ fuhr Paul auf. Er ging in der Küche hin und her. Bei jedem Schritt schwankte der Fußboden.

„Dein Lehrer ist gewiß ein kluger Mann. Aber das hat er bloß in den Zeitungen gelesen. Die anderen Großmächte sagen, die Deutschen wollen sich da unten festsetzen. Und da kommen sie einander ins Gehege, die haben nämlich die gleiche Absicht. Es ist wie ein Ringelspiel, aber um Mens­chenleben.“

Weineck rieb die durchsichtigen Hände, bis sie rot wurden und brannten. Ihm war immer kalt. Fritz kaute sinnend auf dem Federhalter. ,,Was die anderen dürfen, kann uns doch auch keiner verbieten“, meinte er.

„Das ist schon richtig. Aber zuletzt prügeln sich alle, und dann ist der Krieg da.“
„Wir haben ein stolzes Heer und brauchen niemanden zu fürchten, sagt der Lehrer.“
„Haben wir, haben wir. Nur andere werfen auch nicht mit Bratkartoffeln. Zuletzt haben die Arbeiter und ihre Familien alles auszubaden. Das arme Volk, das nicht gefragt wird.“
„Gibt es Krieg, Vater?“
„Sie bringen es dahin.“
„Wer?“
„Die, die an allem und überall verdienen wollen. Dazu ist auch das Heer da.“
„Der Lehrer hat gesagt, Deutschland braucht Platz, um sich auszudehnen. Es wäre in der Welt genug da.“
„Uns genügt der Platz hier. Halle ist groß genug, nur eine gesündere Wohnung müßte man haben.“ Der Vater begann zu husten.
„Genug für heute“, sagte Willi Breitschwerdt.
„Der Direktor von der Brauerei hat für sich eine neue Villa bauen lassen, neunzehn Zimmer. Auf der Treppe alles mit Marmor.“
„Ich weiß. Der kann sich trotzdem noch Aktien der Bagdadbahn kaufen“, antwortete Weineck seinem Jungen. Er wollte ihm klarmachen, wie alles zusammenhing. August Bebels Wort fiel ihm ein: Diesem System keinen Mann und keinen Groschen! Aber der Junge würde es nicht verstehen.

Quelle: Ausschnitt aus dem Buich von Otto Gotsche „Unser kleiner Trompeter“, Mitteldeutscher Verlag Halle/Saale, 1970, S.69-73.

Der deutsche Spießer

Und damit wären wir wieder beim deutschen Kleinbürger. Man bezeichnet mit dem Begriff „Philister“ einen Menschen mit spießbürgerlichem, engherzigen und geistig beschränktem Denken und Verhalten.
Engels - Philister

Und, um das noch zu ergänzen –  Lenin sagte einst: „Das Bewußtsein der Arbeiterklasse kann kein wahrhaft politisches sein, wenn die Arbeiter nicht gelernt haben, auf alle und jegliche Fälle von Willkür und Unterdrückung, vom Gewalt und Mißbrauch zu reagieren, welche Klassen diese Fälle auch betreffen mögen, und eben vom sozialdemokratischen* und nicht von irgendeinem anderen Standpunkt aus zu reagieren.“ (W.I. Lenin: „Was tun?“; Werke, Dietz Verlag Berlin, 1955, Bd.5, S. 426.)

*mit „sozialdemokratisch“ ist ein revolutionärer Standpunkt auf dem Boden des Marxismus-Leninismus gemeint

Bei Schall und Rauch bekommen Sie heute...

Die Südtiroler ArbeiterpresseTagespolitik/Schlagzeilen heute

...Ausschnitte aus einer Irrenanstalt gezeigt. Menschen und Arbeiter können kaum glauben, solche Kreaturen als ihre Präsidenten, Minister oder gar Vorgesetzten zu sehen. Keine "Comedy-Show" des Westfernsehens kann diese "Irrgeister" übertreffen. Und die glauben tatsächlich, der Gattung - Mensch an zugehören.

Sachsen würden jetzt laut: Pfui Deibel - rufen. 

Alles Schall und Rauch

Übrigens: Die angebliche Politik wird von Frauen gemacht. Zumindest von Frauen, die sich dafür halten. Sollten Sie eventuell eine Figur erkennen, die einem Mann ähnelt, dürfen Sie davon ausgehen, dass sich beim Betreten eines Raumes durch diese Kreaturen, sofort die Raumtemperatur erhöht. Nicht umsonst wird von Denen laut protestiert, wenn Chinesische Wissenschafter von einem physischen Defekt reden in Beschreibung dieser Art - Mensch. In der Tierwelt wird diesem "Sport" eher wegen dem Mangel an Eignung oder Gelegenheit nachgegangen. Die Natur kann schon hart sein. Sie möchte die Vemehrung dieser Naturform einige Schranken zeigen. Zum Glück gibt es jetzt Parlamente und Pseudoparlamente, die den Unfall der Natur aufnehmen.

Das ist übrigens der Biergarten vom Hotel Roen in Ruffre, Ein sehr schönes Plätzchen oberhalb Bozens.